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Mag. Peter Zimmerl, Vorstand der Genossenschaft für Gemeinwohl und der Gemeinwohl Zahlungsdienstleistungen AG.

Peter Zimmerl: „Wir wissen, wo gerade Ihr Geld ist“ 

Er ist konsequent auf dem Weg zu einem wertebasierten Bankwesen. Mit Idealismus und Überzeugungskraft. Mag. Peter Zimmerl, Vorstand der Genossenschaft für Gemeinwohl und der Gemeinwohl Zahlungsdienstleistungen AG, gibt im Gespräch mit ForumF Einblick in seinen konsequent eingeschlagenen Weg. Dabei soll eine Alternative für Menschen entstehen, die wissen wollen, wo ihr Geld gerade veranlagt ist. Investiert wird in nachhaltige, regionale, transparente und durchaus innovative Projekte mit gesamtgesellschaftlicher Wirkung und Verantwortung. Entscheidend ist nicht der Gewinn, sondern das erreichte Mehr an Gemeinwohl. Im kommenden Jahr wird die Konzession für Zahlungsdienste nach dem ZaDiG (Zahlungsdienstegesetz) angestrebt.

OeNB-Analyse: Vorsorgeprodukte bleiben Stiefkind 

Auch das ist eine Auswirkung der Sparbuch – Vorliebe der Österreicher. Das Investment in Vorsorgeprodukte ist in Österreich unterdurchschnittlich. Nur ein Fünftel des gesamten Geldvermögens der privaten Haushalte von 638 Milliarden Euro (Stand Juni 2017) entfällt auf Produkte für die Altersvorsorge, während der Anteil im EU- Durchschnitt fast doppelt so hoch ist. In Österreich ist dieses Anlagesegment in den letzten zwanzig Jahren nur schwach gewachsen. In den meisten übrigen EU-Mitgliedstaaten investierten Haushalte im selben Zeitraum mehr in Vorsorgeprodukte. Kurzfristig verfügbare Einlagen sind derzeit – wie auch in den vergangenen Jahren – die bei Weitem beliebteste Anlageform der österreichischen Haushalte. Unter Verzicht auf Ertrag… .

Christian Noisternig, Bereichsvorstand Privatkunden, Geschäftskunden und Freie Berufe in der UniCredit Bank Austria

Noisternig: Wertpapiere gegen Kaufkraftverlust 

Die goldenen Zeiten, in denen Sparer zusehen konnten, wie sich ihr Vermögen deutlich vermehrte, sind längst und auf lange Sicht vorbei. So brauchte man 1990 bei jährlichen Sparzinsen von 7 bis 8 Prozent etwa knapp 12 Jahre, um sein Sparguthaben zu verdoppeln: Derzeit wären es circa 400 Jahre. Das hat zur Folge, dass Sparguthaben laufend an Kaufkraft verlieren. Daher betont Christian Noisternig, Bereichsvorstand Privatkunden, Geschäftskunden und Freie Berufe in der UniCredit Bank Austria: „Um die Inflation zu schlagen, empfehlen wir risikoreichere Veranlagungen als das klassische Sparen.“

BM Andrä Rupprechter setzt auf das „Spargutbuch“

Ein unkonventioneller Beitrag zum Weltspartag kommt diesmal vom Umweltminister. Wenn schon die Zinsen im Keller sind, dann sollen Sparer und Anleger wenigstens ein gutes Gewissen haben. Das „Spargutbuch“, das der Verein für Konsumenteninformation mit Unterstützung des BMLFUW anlässlich des Weltspartags unentgeltlich zur Verfügung stellt, bietet erstmals eine fundierte und praxisnahe Orientierungshilfe für nachhaltiges Sparen und Anlegen in Österreich.

Banking und Commerce: Zwei Welten auf einer Plattform 

Nichts hat die letzte Dekade so stark geprägt wie die Entwicklung des Smartphones von einem Nischenprodukt zu einem ständigen Alltagsbegleiter. Seit der Vorstellung des ersten iPhones am 9. Januar 2007 verbreitete sich das Smartphone mit rasender Geschwindigkeit und ist nun für Nutzer in jeder Altersgruppe nicht mehr wegzudenken. Heute besitzen 7 von 10 Österreichern ab 15 Jahren ein Smartphone und ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen (Quelle: Smartphone Nutzung in Österreich Statista Dossier S. 10). Die größten Vorteile an der digitalen Vernetzung sehen die Nutzer in den Bereichen Handel und Banking.
(Laut Media-Analyse 16/17 geben 74,5 Prozent der Österreicher ab 14 Jahre – das sind 5,544 Millionen Personen – an, ein „Smartphone mit Zusatzfunktionen“ zu besitzen).

Karin Schmidt-Mitscher, Head of Erste Group Commercial Real Estate and Leasing

Karin Schmidt-Mitscher „Head of…“ bei Erste Group 

Karin Schmidt-Mitscher wurde jüngst zum neuen Head of Erste Group Commercial Real Estate and Leasing bestellt. Sie wird das erfolgreiche Gewerbeimmobiliengeschäft der Erste CEE-weit weiterentwickeln und damit Richard Wilkinson nachfolgen, der die Position eines Sonderberaters für Jozef Sikela, Vorstandsmitglied der Erste Group mit Verantwortung für Corporate Banking und Markets, übernommen hat. Darüber hinaus wurde Schmidt-Mitscher mit der Steuerung und Ausweitung des Leasing-Geschäfts der Erste Group im Firmen- und im Privatkundenbereich betraut.

ForumF-Kommentar

Welttrauertag in Sachen Realverzinsung 

Mit Nostalgie geriet man leicht in die Depression: Einige Luftballons für die Kinder, Teegebäck für die begleitende Oma und Mitarbeiter, die sich für die aktuellen Zinsen unter resignierendem Hinweis auf die EZB zu entschuldigen schienen.

Martin Bruckner, Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich.

Nettogeldvermögen: 50 Prozent mit weniger als 16.000 Euro 

„Das Sparbuch ist in Österreich eine gewaltige Aufstiegsbremse: Aktuell verfügen rund vier Millionen Österreicher über ein Nettogeldvermögen von unter 16.000 Euro – und bilden damit, wie im Jahr 2000, die heimische Vermögensunterklasse. Um in die Mittelklasse aufzusteigen, sind Veränderungen im individuellen Veranlagungsverhalten dringend notwendig“, kommentiert Martin Bruckner, Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich, die Ergebnisse einer aktuellen Allianz Studie, welche die Zusammensetzung der Vermögensklassen in 53 Ländern untersucht.

ForumF-Kommentar

Es ist an der Zeit… 

Die Wahl ist vorbei, jetzt werden die strategisch-taktischen Positionen abgesteckt. Inhaltlich relevante Verhandlungen zur Bildung einer Regierungskoalition beziehungsweise Formulierung eines Regierungsprogrammes wird es wohl erst im November geben.

Prof. Dr. Gerhard Weibold, Vorsitzender des Vorstandes der financial education services AG in Wien und Geschäftsführer der financial education services GmbH in München. Er absolvierte das betriebswirtschaftliche Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien. Sein Engagement in der universitären Lehre umfasst mehr als 150 Lehrveranstaltungszyklen.

Prof. Weibold: „Gespräche auf Augenhöhe führen“ 

Das Finanzwissen der Österreicher ist nachweislich sehr mangelhaft. Dutzende Untersuchungen bezeugen das. Doch es wird gegengesteuert: Nicht nur von einzelnen Banken, der Notenbank und anderen Institutionen, die sich primär an Jugendliche wenden. Es gibt auch einen universellen Gesamtansatz: Die „financial education services AG“ widmet sich ausschließlich diesem Anliegen. Der Vorstandsvorsitzende der fes AG, Prof. Dr. Gerhard Weibold, betont im Interview mit ForumF: „Mit Finanzbildung kann man nicht früh genug beginnen. Aber die meist reflexartige Zuordnung des Themas an die Zielgruppe Jugendliche greift zu kurz. Es sind doch die erwachsenen Verbraucher, die praktisch täglich Entscheidungen über Anlegen, Finanzieren und Versichern treffen müssen.“

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