Alle News auf ForumF

Financial Forum des FMVÖ „Adapt oder die“ mit Alfred Leu (Generaldirektor Generali Holding Vienna), Othmar Ederer (Präsident des VVO), Liane Hirner (PwC Österreich), Moderator Eric Frey (Der Standard), Notenbank–Gouverneur Ewald Nowotny, Helmut Ettl (Finanzmarktaufsicht), FMVÖ Vizepräsident Josef Redl.

Financial Forum: „Versicherer sind gut aufgestellt.“ 

Die Frage war provokant gestellt, die Antwort fällt jedoch durchaus beruhigend aus. Natürlich steht Österreichs Versicherungswirtschaft vor neuen Herausforderungen. Aber dieser so wichtige – und gelegentlich unterschätzte – Teil der heimischen Finanzwirtschaft ist gut aufgestellt. Ein Testat, das immerhin von Helmut Ettl, Finanzmarktaufsicht Austria stammt. Die FMA fordert dennoch die Assekuranzen auf: Die Komfortzone verlassen!

ForumF-Kommentar

Beschämende 3,5 Prozent 

Vermutet haben wir es schon lange, doch jetzt liegt es wieder einmal schwarz auf weiß vor: Nur 3,5 Prozent (!) der Pensionsleistungen in Österreich stammen aus kapitalgedeckten Pensionen.

FMVÖ-Präsident Erich Mayer

FMVÖ: Interessanter Veranstaltungsherbst 

Herbst-Zeit ist heuer auch FMVÖ-Zeit. Wie bereits im ForumF berichtet, widmet sich die erste FMVÖ-Herbstveranstaltung am 27. September 2017 der Versicherungswirtschaft.
Ein hochkarätiges Podium diskutiert das Thema „Adapt or die: Muss sich die österreichische Versicherungswirtschaft neu erfinden, um zu überleben?“ Mit am Podium: Mag. Helmut Ettl (FMA), Dr. Othmar Ederer
(GRAWE-Vermögensverwaltung / Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs), WP/StB Liane Hirner (PwC Österreich), Alfred Leu (Generali Holding Vienna/Generali Versicherung AG) und Univ. Prof. Dr. Ewald Nowotny (Oesterreichische Nationalbank).

News

Bert Rürup: „Sichere Pensionen gibt es nicht“ 

Bert Rürup, einer der renommiertesten deutschen Wirtschaftswissenschaftler und Rentenexperten referierte dieser Tage über Wege zum österreichischen Pensionssystem der Zukunft in Wien. Das Thema sei von drei „Trivialitäten“ geprägt, die sich bei näherer Analyse jedoch als komplex herausstellten. Das Langlebigkeitsrisiko, die Tatsache, dass das Individuum allein nicht vorsorgen kann, sondern die Effizienz im Kollektiv braucht sowie die Erkenntnis, dass es im Pensionsbezug immer nur ein Umlageverfahren gibt, denn jede Pension, auch die kapitalgedeckte, ist Teil des laufenden Volkseinkommens.

Rainer Kaufmann, Senior Manager Financial Services Advisory Ernst & Young Österreich.

Versicherer sind Eigenmittel-Musterschüler 

Mit der 2009 verabschiedeten Richtlinie Solvency II möchte die EU größere Transparenz über die Solvenz, also Zahlungsfähigkeit, der Versicherer schaffen und Versicherungsnehmern so eine Entscheidungshilfe geben. Im Mai 2017 mussten alle Versicherer in Europa den ersten der ab sofort jährlich zu erstellenden Berichte über Finanzlage und Risiken veröffentlichen. Ergebnis: Österreichische Versicherer sind Musterschüler bei der Eigenmittelausstattung.

Ralf Hoenicke, Geschäftsführer Diebold Nixdorf Banking Consulting.

EU-Richtlinie PSD2 fordert Banken heraus 

Die EU-Zahlungsdienstleistungsrichtlinie PSD2 hat den Grundstein gelegt für einen paneuropäischen Markt. Ihre Regelungen stellen herkömmliche Geschäftsmodelle von Banken in Frage – und schaffen Chancen für Neues. Wer diese nutzen möchte, muss seine Plattform öffnen und skalierbar aufstellen. Und das heisst: Open Banking braucht eine starke Plattform.

News

„Spielerwechsel“ im ATX: Zwei kommen, Zwei gehen 

Die jüngste Überprüfung der Zusammensetzung österreichischer Aktienindizes führt – unter Anwendung des Index-Regelwerkes – zu zwei Wechseln: Die Immobiliengesellschaft S Immo AG wird erstmals in ihrer Börsengeschichte in den Leitindex ATX aufgenommen. Das Verarbeitungsunternehmen von Agrarprodukten, die AGRANA BETEILIGUNGS-AG, wird zum ersten Mal seit über zehn Jahren wieder im ATX vertreten sein. Der Immobilienentwickler conwert Immobilien Invest SE und Flughafen Wien AG werden aus dem Leitindex ausscheiden.

DI Harald Flatscher, Geschäftsführer der PSA Payment Services Austria GmbH.

ZOIN vulgo „Zahlen” mit dem Handy ohne IBAN 

ZOIN, so heißt das neue Angebot, das die österreichischen Banken ab jetzt ausrollen. Rasch und so einfach wie eine SMS wird damit ein Geldbetrag an einen ausgewählten Kontakt im Handy gesendet. Auch Beträge anfordern ist mit der neuen Funktion in den Banken Apps ganz leicht. Das Geld wird sofort, also in Echtzeit über die Telefonnummer dem Konto des Empfängers zugeordnet, sobald beide Seiten ZOIN aktiviert haben. Einzige Voraussetzung ist eine einmalige online Registrierung bei der eigenen Bank. Danach kann umgehend Geld zwischen Privatpersonen transferiert werden, zum Beispiel für ein gemeinsames Geschenk beim Kollegengeburtstag, Mitgliedsbeiträge oder nach einem gemeinsamen Abendessen. ZOIN funktioniert auf iOS Handys ebenso wie auf Android Geräten.

Wiener Börse-Vorstand CEO Christoph Boschan.

Fehlendes Finanzwissen: Scheu vor Wertpapieren 

Die fehlende Kompetenz in Finanz- und Wirtschaftsfragen hält Österreicher von Investments in Wertpapieren ab: Durch das konservative Anlageverhalten lassen die Österreicher die wenigen verbliebenen Rendite-Chancen liegen. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von market im Auftrag der Wiener Börse. Für 83 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher ist solides Finanzwissen Voraussetzung für ein Investment in Aktien. Sie sind sich einig: Geld in Aktien macht nur Sinn, wenn man sich in Finanzfragen gut auskennt. Aber nur acht Prozent der Österreicher schätzen ihre eigenen Kenntnisse in Wirtschaft und Finanz als sehr gut ein. 

Gerald Gruber, General Manager Mastercard Austria

Mastercard setzt auf Themenvielfalt 

Im Rahmen der Wirtschaftsgespräche des Europäischen Forum Alpbach wurde bei der Breakout Session 09 „Die Macht zum Wir“ das Thema diskutiert, wie ein Miteinander statt eines Gegeneinanders von Mann und Frau in den Unternehmen gelingen kann. Mastercard – Geschäftsführer Gerald Gruber plädierte leidenschaftlich für Diversität sowie Perspektivenvielfalt und zeigte den Nachholbedarf in Österreich auf. Gerade im digitalen Zeitalter die Bündelung aller Initiativen, Talente und Perspektiven an.

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