Wöchentlich ein neuer Kommentar

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Giovanni, nimm Dich wichtig!

Von Papst Johannes dem XXIII ist es authentisch überliefert: In einer schlaflosen Nacht, in der ihm die aktuellen Probleme des Pontifikates geballt bewusst geworden seien, habe ihm ein Erzengel leise zugeflüstert: „Giovanni, nimm Dich nicht so wichtig“. Ein anderer Giovanni muss sich dieser Tage hingegen sehr wichtig nehmen. Der amtierende Italienische Finanzminister Giovanni Tria.

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Kein Wort über ‚LB‘

Dieses ForumF bleibt frei von Nachrufen, Spekulationen und kritischen Folgeanalysen jener Bankpleite, die vor genau 10 Jahren die Finanzwelt erst der USA und dann der ganzen Welt erschütterte. Wir versagen uns die endlosen Betrachtungen zur damit ausgelösten Finanzkrise selbst und ihrer Folgen. Auch für Österreich. Es ging in den vergangenen Wochen seitenlang. Sie können es nicht mehr hören und lesen? Wir auch nicht… .

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‚Keinen Tag länger…‘

Ein Satz, den man fast täglich hören kann, wenn irgendwo die Generation 50 plus gemütlich am Stammtisch sitzt oder im Warteraum einer Arztpraxis Small Talk betreibt. Gemeint ist dabei der feste Wille zu ehestmöglichen Zeitpunkt in Pension zu gehen. Kein österreichisches Phänomen allein… .

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O, du liebe Studie…

„Studieren kommt vor dem Probieren“, sagt man (in Abwandlung des Sprichwortes „Probieren geht über Studieren“). „Glaube nur der Studie, die du selbst beauftragt hast…“, sagt man auch. Fakt ist, dass wir einerseits – um die fortschreitende Komplexität unseres Tuns, unserer Entscheidungen mit haltbaren Information zu untermauern – immer wieder Untersuchungen und Studien in Auftrag geben oder selbst durchführen. Andererseits immer öfter mit Studien und Ergebnissen Dritter beglückt werden, die unseren Erkenntnishorizont entsprechend erweitern sollen (und nach denen wir oft nicht gefragt haben, aber das nur nebenbei).

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Im Durchschnitt müsste man sein…

Ein Wirtschaftswachstum von 3 Prozent kann doch wohl als Hochkonjunktur bezeichnet werden. Zumal auch die Zahl der Beschäftigten kräftig steigt, die Arbeitslosigkeit sinkt und die Personalkosten insgesamt wieder Fahrt aufnehmen. Doch so richtige private Konsumlaune will nicht aufkommen. Die Billigstflieger mit dem Sardinenbüchsen–Ambiente sind weiterhin knallvoll gebucht, ebenso wie die Rabattmarken des Lebensmitteleinzelhandels konsequent den Räucherlachs oder die „gehobene“ Weinflasche zieren.

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Wie kommen die Anleger dazu?

Die Kommentatoren des täglichen Börsegeschehens können einem derzeit wahrlich leid tun. Die Volatilität muss stets aufs Neue interpretiert werden. Sicher ist allerdings eines: Die Anleger sind auf handelspolitische Protektionisten und die jeweiligen Notenbanken verachtende Autokraten allergisch. Und sie fragen zu Recht: Wie kommen wir dazu?

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Es ist bald vollbracht

Am Sonntag, dem 15. Juli, ist es vollbracht. Da wird der Fußball–Weltmeister ermittelt. Dann kann sich die Welt wieder den gravierenden Problemen in Wirtschaft und Gesellschaft widmen. Doch, gibt es da nicht einen unmittelbaren Zusammenhang mit dem runden Leder? Die deutschen Medien etwa haben vielfach einen Zusammenhang zwischen dem Ausscheiden der Nationalmannschaft schon in der Gruppenphase und der Regierungskrise in Berlin als schlüssige Wechselwirkung hergestellt.

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„Polizei schreibt auch nicht Gesetze“

Finanzminister Hartmut Löger will die Finanzmarkt‐Aufsicht reformieren. Der exekutive Ansatz der FMA gehöre hinterfragt. In einem pointierten Interview mit der Donnerstag‐Ausgabe der „Presse“ (28.06.) plädiert Löger für eine klare Trennung der Verantwortungsbereiche. „Die Polizei schreibt auch nicht die Gesetze, die sie dann vollzieht…“, so seine plakative Metapher.

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LV–Flaute und die Folgen

Das Prämienvolumen bei den heimischen Assekuranzen wächst mit Handbremse. Die Flaute in der Lebensversicherung ist derzeit der entscheidende Bremsfaktor. Das hat langfristig gesamtgesellschaftliche Folgen.

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Kalt und Warm für die Börsen

Wie sensibel das Börsengeschehen auf die Politik reagiert zeigte sich einmal mehr in den vergangenen Tagen. Die Regierungskrise in Italien brachte selbst die biedersten Aktiendepots in Deutschland oder Österreich unter massiven Druck. Kaum hatten sich Lega und die 5‐ Sterne–Bewegung in Rom auf ein Regierungsbündnis geeinigt sprachen alle Interpreten von „Erleichterung“ an den Finanzmärkten. DAX und ATX nahmen Fahrt auf.

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