Wöchentlich ein neuer Kommentar

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Das Tabu muss weg!

Auch die EU macht sich um Österreichs Pensionsvorsorge Sorgen. Im „Bericht über die Angemessenheit von Pensionen für das Jahr 2018“ kann man einiges nachlesen, was hierzulande als Konsequenz den Experten zwar klar ist, aber in der politischen Diskussion noch immer tabuisiert wird.

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Fonds vor den Vorhang

Die Statistik kam rechtzeitig, just am Vorabend des Weltfondstages: Laut Nationalbank liebten die privaten Haushalte in der Sparstrategie auch anno 2017 die „täglich fällige“ Veranlagungsform heiß und innig. Nur etwas mehr als 9 Prozent der Haushalte besitzen Investmentzertifikate. Es ist offensichtlich ein langer Weg zum Realzinsbewußtsein.

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Sachzwänge jenseits des Kopftuchs

„Finanzieller Pensionsschock garantiert“, so lautet der Titel einer heutigen Presseaussendung der UNIQA. Die Assekuranz rechnet penibel den Bundeszuschuss zur Pensionsversicherung bis zur Mitte des Jahrhunderts vor, wenn nichts geschieht.

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Da ticken noch einige Zeitbomben

Das Doppelbudget bis 2019 steht. Doch die Sanierungsrallye hat aber erst begonnen – es warten bis zum Ende der Legislaturperiode noch einige anspruchsvolle Bergprüfungen und Schikanen im Gelände. Noch schmerzt das Budget nicht wirklich, wie ein Kommentator dieser Tage richtig vermerkte. Aber es wird noch „wehtun“ müssen. Wenn beispielsweise der Pensionsaufwand des Bundes – Zuschuss zu den ASVG – Pensionen und Ruhestandsbezüge im öffentlichen Dienst – schon 19 Milliarden Euro ausmachen, dann ist klar, was an Strukturreformen noch aussteht.

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Brüssel warnt – ganz unpathetisch

Rechtzeitig zum Weltfrauentag am 8. März kamen warnende Stimmen aus Brüssel – gezielt an die Adresse Österreichs. Da war kein feministisches Pathos zu hören, sondern es geht um eine handfeste Armutswarnung. Die Verantwortlichen sind aufgefordert hierzulande ein Tabu–Thema endlich zur politischen Kenntnis zu nehmen: Ohne Pensionsreform für Frauen wird es nicht gehen, sagt Brüssel. Doch wann sagt es hierzulande ein Politiker?

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Freier Fall und Kriechspur

Man glaubte, alle hätten ihre Lektion endlich gelernt. Doch nichts da! Wieder sind Hunderte (mindestens) von der Pyramide im freien Fall abgeschüttelt worden. Die jüngste Bitcoin–Anlegerpleite , ein Pyramidenspiel nach altem Muster, hinterlässt sehr viele betrogene Sparer und vielleicht drei Gewinner, die sich aber längst aus dem Staub gemacht haben. „Die Gier is a Luder“ wusste schon Nestroy. Aber vielleicht gelten diesmal doch mildernde Umstände: Die mangelnde Financial Literacy vulgo zinspolitischer Hausverstand.

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Erdbeben mit Gewinnmitnahmen

Die steile Bergfahrt ist vorerst zu Ende. Manche Anleger legten einen Abstieg aus offensichtlich schon schwindelerregender Höhe ein. Die Aktienmärkte machen seit Montag von sich reden. Der Einbruch ist vorerst abgefangen, doch das Gefühl für die Rückkehr zur „Normalität“ ist geschärft worden. Natürlich war das Wasser auf die Mühlen jener, die Aktienveranlagung schon immer für Teufelswerk gehalten haben. Doch in Wahrheit haben einige Gewinne realisiert. Das wird man ja noch dürfen. Die Indizes haben mittlerweile wieder Boden unter den Füssen.

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Wo ist eigentlich das „Körberlgeld“ geblieben?

In den vergangenen fast 10 Jahren, in denen die EZB die Zinsen entlang der Null–Linie hält, gab es naturgemäß einen Hauptprofiteur: Der österreichische Staat konnte seinen Zinsendienst für die Staatsschuld von 3,4 Prozent auf knapp 1,5 Prozent des BIP senken. Eine höchst erfreuliche Entwicklung für den Bund. Nach liberaler Budgettheorie sollte diese Erleichterung als Sanierungsbeitrag verwendet werden. Doch leider: Die Staatsschuldenquote bewegt sich hierzulande weiterhin über der 80–Prozent–Marke. Wo ist dieses „Körberlgeld“ geblieben?

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Zwischen Abnehmen und mehr Bewegung

Das Abfragen von Neujahrsvorsätzen gehört mittlerweile zu demoskopischen Standard. Alle Jahre wieder werden darin die gesellschaftlich relevanten „Tugenden“ sichtbar, wie etwas das Abnehmen, das Abgewöhnen des Rauchens und das Postulat von mehr Bewegung in frischer Luft. Doch seit geraumer Zeit werden auch die finanzwirtschaftlichen Vorhaben abgefragt. Mehr Information, öfters ein Blick auf den Kontoauszug, mehr Kontakt mit der Bank, endlich das Kümmern um mehr Eigenvorsorge und – der Dauerbrenner des persönlichen Finanzgelöbnisses – keine Überziehungen mehr auf dem Konto. Zumindest weniger, als im Vorjahr. Doch was sind die tiefer greifenden Erkenntnisse aus solchen Befragungen?

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FMA lässt aufhorchen

Die beiden Vorstandsmitglieder sind neu bestellt und gehen mit reformatorischem Elan ans Werk. So jedenfalls das aktuelle Bekenntnis der FMA–Spitze. Die Finanzmarktaufsicht wird auf der Grundlage einer Reform agieren, die noch im Oktober vom Nationalrat beschlossen worden ist und die ab Jahresbeginn 2018 in Kraft tritt. Man könne auf Basis dieser Neuorientierung seitens des Gesetzgebers jetzt effizienter und effektiver handeln, heißt es. Dieser Tage stand im Versicherungsjournal zu lesen, die Behörde wolle künftig „viel stärker präventiv wirken als ex post ahnend“. Auch das Bekenntnis zur Proportionalität, die ja etwa in der neuen Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD mehrmals expressis verbis angesprochen wird, lässt aufhorchen.

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