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Andrea Herrmann, Wiener Börse: „Die Wiener Börse genießt eine sehr gute Reputation.“

© Wiener Börse

Andrea Herrmann, Finanzvorständin der Wiener Börse

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Andrea Herrmann ist seit 1. Mai die neue Finanzvorständin der Wiener Börse. Im Interview mit ForumF gibt Herrmann spannende Einblicke in ihre neue Position und berichtet, wie sie das Image der 250 Jahre alten Wiener Börse wahrnimmt.

ForumF: Frau Herrmann, seit 1. Mai 2021 sind Sie in der Position als Finanzvorständin der Wiener Börse tätig und als drittes Vorstandsmitglied aufgenommen worden. Welche Ziele haben Sie sich in Ihrer neuen Position gesetzt? Was steht ganz oben auf Ihrer Agenda?

Andrea Herrmann: Ich freue mich sehr, meine langjährigen Erfahrungen aus unterschiedlichen Branchen, darunter auch Finanzdienstleister, nun in der Wiener Börse einbringen zu können. Das spannende an der Position ist für mich nochmal eine neue Herausforderung anzunehmen und die Zukunft aktiv mitzugestalten. In den ersten Wochen und Monaten gilt mein Fokus dem Kennenlernen des Hauses und der Kapitalmarkt‐Community. Das Jubiläumsprogramm der Börse bietet dazu viele interessante Gelegenheiten.

ForumF: Zuletzt waren Sie elf Jahre lang als CFO der Western Union International Bank tätig. Welche Key Learnings nehmen Sie aus der vorherigen Position mit?

Herrmann: Der rote Faden in meinem Lebenslauf ist der Finanzbereich. In den vergangenen Jahren habe ich immer in einem hochregulierten Bereich gearbeitet. Die regulatorischen Anforderungen haben in den vergangenen zehn bis 20 Jahren stark zugenommen. Als gelernte Controllerin fühle ich mich wohl mit Zahlen aller Art. In der Wiener Börse habe ich die Gelegenheit meine Stärken in einer neuen Organisation einzusetzen und einen Beitrag zu leisten.

ForumF: Leider ist es immer noch etwas Besonders, wenn eine Frau eine solche Position insbesondere im Finanz‐Bereich erhält. Wie empfinden Sie die Reaktionen des Markts auf Ihre neue Position?

Herrmann: Ich habe mich sehr über die Reaktionen aus meinem Netzwerk gefreut und wurde auch hier im Haus mit offenen Armen willkommen geheißen. Besonders freue ich mich, mit meiner Bestellung in den Vorstand den Frauenanteil dieses Gremiums der Wiener Börse zu erhöhen. Es ist sehr schön, dass ich in der Börse damit in bester Gesellschaft bin, denn Frauen sind in der Nationalbörse auf allen Ebenen und Positionen vertreten. Knapp die Hälfte der Belegschaft ist weiblich.

ForumF: Die Wiener Börse feiert dieses Jahr 250‐jähriges Jubiläum. Welches Image hat zurzeit die Wiener Börse Ihrer Meinung nach?

Herrmann: Die Wiener Börse genießt eine sehr gute Reputation. Ich bin sehr stolz, das Management eines Unternehmens verstärken zu dürfen, das so viel Geschichte hat. Die österreichische Nationalbörse und nunmehrige Börsengruppe Wien & Prag ist ein Haus mit viel Tradition, aber auch viel Weitblick. Als Plattform führt eine Börse Investoren und Unternehmen zusammen. Dafür setzt sie modernste Systeme und Technologie ein. Auch wenn sich der Ort des Handelsgeschehens stark verändert hat, der Gründungszweck ist nach 250 Jahren immer noch gültig. Damals wie heute sorgt eine Börse für Ordnung, einheitliche Regeln für alle Akteure und Transparenz für Anleger. Dass die Wiener Börse Marktführer im Handel österreichischer Aktien ist, zeugt von hohem Kundenvertrauen.

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