bank99 Resümee 2020: Kostenintensiver Start mit vorzeigbarem Kundenstamm

© Post AG
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Die bank99 verzeichnet bereits über 70.000 zufriedene Kunden. Stetiger Auf- und Ausbau des Angebotportfolios. Das Ergebnis von -30,7 Millionen Euro entspricht der Planung.

Die bank99, die Bank der Österreichischen Post, hat ein herausforderndes, aber dennoch sehr erfolgreiches erstes Jahr hinter sich. Trotz schwierigem Start mitten im ersten Lockdown konnte sie von Beginn an viele Kunden von ihren attraktiven Angeboten überzeugen. Mittlerweile sind bereits über 70.000 Menschen Kundinnen der bank99 und der Zustrom ist ungebrochen.

„Wir sind nicht trotz, sondern wegen der Covid‐19‐Krise gestartet. Da wir unsere Kunden in der Krise nicht allein lassen, sondern durchgehend mit Finanzdienstleistungen versorgen wollten. Und der Erfolg gibt uns recht: Mittlerweile vertrauen schon mehr als 70.000 Menschen in Österreich der bank99“, so Mag. (FH) Florian Dangl, Vorstand Markt der bank99.

Neben einem erfolgreichen Kundinnenhochlauf erweiterte die bank99 im Laufe des Jahres sukzessive ihre Produktpalette. Während man mit einem schmalen, aber umfassenden Angebot von Giro‐ und Sparkonten, Debitkarten, Kreditkarten und Zahlungsverkehr startete, kamen im Laufe des Jahres zusätzliche Kontotypen, wie das helferkonto99 für Mitglieder systemrelevanter Organisationen oder das bildungskonto99 für alle in Aus‐ oder Weiterbildung hinzu. Darüber hinaus bietet die bank99 nun Bausparer, Bauspardarlehen und Versicherungen an. Auch das digitale Angebot wurde ausgebaut. So kann man mit der brieftasche99 per Handy bezahlen oder Geld an Telefonkontakte senden.

Auch die Bekanntheit der bank99 stieg im Laufe des Jahres rapide an. Eine Umfrage im Herbst 2020 zur Markenbekanntheit zeigte, dass 86 Prozent der Befragten wissen, dass die Österreichische Post eine neue Bank gegründet hat. 76 Prozent kennen die Marke bank99 bereits. Der Zusammenhang Bank und Post fällt auch nicht schwer. Immerhin bietet die Österreichische Post seit fast 140 Jahren Finanzdienstleistungen an. Während viele Banken ihre Standorte tendenziell ausdünnen, leistet die bank99 mit ihren knapp 1.800 Geschäftsstellen einen wesentlichen Beitrag zur „Bank‐Nahversorgung“ im Land und bietet damit ein einzigartiges Netz in ganz Österreich an.

Negatives Jahresergebnis durch Bank‐Launch und Umbau des Kerngeschäftes

Der Aufbau der Retailbank mit flächendeckender physischer Geschäftsstellen‐Präsens sowie umfassendem modernen Online‐Auftritt war erwartungsgemäß mit einem hohen Investitionsbedarf verbunden. Dadurch ergab sich im Berichtsjahr 2020 ein Jahresfehlbetrag von ‑30,7 Millionen Euro (-26,2 Millionen Euro in 2019). „Das negative Ergebnis entspricht genau unserer Planung. Wir haben klarerweise damit gerechnet, dass der Launch einer neuen Bank inklusive Umbau im Kundensegment und im Vertriebsschwerpunkt ein großes Investment ist. Dadurch sind die aktuellen Kennzahlen natürlich nicht repräsentativ für die laufende Geschäftstätigkeit und bilden nicht die tatsächliche Ertrags‐ und Kostenstruktur der bank99 ab. Hier zeigt vor allem der gute Kundinnenhochlauf und die Betriebserträge den Erfolg des ersten Jahres im Bankgeschäft“, betont Mag. Bernhard Achberger, Vorstand Marktfolge der bank99.

Die Bilanzsumme der bank99 erhöhte sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 603,0 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 547,3 Millionen Euro und ist vor allem auf die anlaufende Geschäftstätigkeit der bank99 als österreichweit tätige Retailbank zurückzuführen. Die Forderungen an Kunden und die Verbindlichkeiten gegenüber Kundinnen, also das Geschäftsvolumen, haben sich auf 521,14 Millionen Euro erhöht. Im Geschäftsjahr 2020 gab es in Summe zwei Kapitalerhöhungen in Höhe von 35,0 Millionen Euro aus Einzahlung und Einlage der Aktionärinnen. Die Gesamtkapitalquote der bank99 AG betrug 141,34 Prozent.

Ausblick 2021

Beeinflusst durch die anhaltende Covid‐19‐Pandemie sind die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin schwer abschätzbar. Ziel der bank99 ist es auch im Jahr 2021 ihr strukturelles und kundenorientiertes Wachstum vorantreiben. Hier steht im Fokus die Neukundinnengewinnung, die Bestandskundenpflege und der sukzessive Ausbau des Leistungsportfolios. Vor diesem Hintergrund ist auch für 2021 mit einem Jahresfehlbetrag zu rechnen. Zu Erreichung der Betriebsziele werden kanalübergreifende Vertriebsaktionen sowie insbesondere das flächendeckende Filialnetz der bank99 mit knapp 1.800 Geschäftsstellen in Österreich beitragen. Nachdem im Startjahr das Giroprodukt im Vordergrund stand, stehen 2021 der Launch von beratungsintensiveren Produkten im Fokus. So ist 2021 die Produkterweiterung um neue Produkte wie dem Konsumkredit und einem Wertpapier‐Fonds als Vermittlungsprodukte aber auch der Baufinanzierung als Eigenprodukt beabsichtigt. Weiters werden auch die bereits bestehenden Vermittlungsprodukte – wie Lebensversicherungen und Bausparen – im neuen Jahr verstärkt vertrieben.

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