BAWAG Group erzielte 2018 ein Rekordergebnis

Anas Abuzaakouk, Chief Executive Officer BAWAG Group: „Schwerpunkt ist und bleibt das Wachstum in den entwickelten Märkten mit Österreich als Kernmarkt und Basis.“
© Robert Staudinger

Anas Abuzaakouk, Chief Executive Officer BAWAG Group: „Schwerpunkt ist und bleibt das Wachstum in den entwickelten Märkten mit Österreich als Kernmarkt und Basis.“

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Die Eigenmittelsituation der österreichischen Kreditwirtschaft verbessert sich auf breiter Front. Nunmehr meldet auch die BAWAG Group für 2018 einen Rekord-Jahresüberschuss vor Steuern von 573 Millionen Euro in 2018 (+14 % gegenüber dem Vorjahr). Alle für das Vorjahr in der Unternehmensstrategie festgelegten Ziele wurden übertroffen.

Der Anstieg des Jahresüberschusses ist hauptsächlich auf höhere operative Kernerträge und niedrigere Risikokosten zurückzuführen, wobei letztere das positive Kreditumfeld und den Fokus auf entwickelte Märkte widerspiegeln. Der Return on Tangible Equity (CET1) betrug 17,1 Prozent. Die Cost/Income Ratio blieb mit 44,2 Prozent deutlich unter dem Ziel von weniger als 46 Prozent. Die CET1 Quote (fully loaded) stieg gegenüber dem Jahresende 2017 um 210 Basispunkte netto auf 15,6 Prozent, wobei ein Kapitaleffekt in Höhe von etwa 50 Basispunkten von dem im Jahr 2018 durchgeführten Aktienrückkaufprogramm und der Tier‐2‐Kapitalrückzahlung sowie organisches Wachstum absorbiert wurden.

„Wir haben alle unsere Ziele übertroffen, uns auf die Dinge konzentriert, die wir steuern können, und unser Versprechen, unser Kapital effizient einzusetzen, eingehalten, während wir gleichzeitig weiterhin an der BAWAG Group von morgen arbeiten. Es ist eine echte Bestätigung für die Bank und die Qualität unseres Teams. Wir werden der Hauptversammlung eine Dividendenzahlung von 2,18 Euro je Aktie – entspricht einer Bruttoausschüttung von 215 Millionen Euro – vorschlagen und prüfen darüber hinaus Aktienrückkauf‐Optionen,“ sagte Chief Executive Officer Anas Abuzaakouk.

Die operativen Kernerträge erhöhten sich um 113 Millionen Euro beziehungsweise 11 % auf 1.123 Millionen Euro. Der Nettozinsertrag stieg um 6 % auf 841 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss stieg um 66 Millionen Euro beziehungsweise 30 % auf 283 Millionen Euro, hauptsächlich infolge der Übernahme von PayLife und der Südwestbank sowie niedrigerer Provisionszahlungen an die Österreichische Post. Die operativen Aufwendungen gingen gegenüber 2017 um 2 % zurück, trotz der Akquisitionen von PayLife und der Südwestbank sowie der Akquisition der Deutscher Ring Bausparkasse im September 2018.

Die Kredite und Forderungen an Kunden blieben im Vergleich zu Dezember 2017 weitgehend stabil. Das gesamte Kundenkreditvolumen stammt weiterhin zu rund 70 Prozent aus der DACH‐Region und 30 Prozent aus dem übrigen Westeuropa und den USA.

Der CEO interpretiert die Umsetzung der definierten Unternehmensziele: „Im vergangenen Jahr haben wir beim Wachstum in unseren Kernmärkten gute Fortschritte gemacht. Unser Fokus liegt derzeit und künftig weiterhin auf Wachstum in entwickelten Märkten, mit Österreich als Kern und Fundament. Neben dem Wachstum in unseren Kernprodukten haben wir mit neuen Kanälen zur Kundengewinnung eine gute Basis geschaffen und im Jahr 2018 drei Kooperationsvereinbarungen mit dem Einzelhandel abgeschlossen. Darüber hinaus haben wir neue digitale Produkte auf den Markt gebracht und unsere Brokerplattformen ausgebaut. Weiters haben wir PayLife erfolgreich integriert, das uns ein umfassendes Kreditkartenangebot innerhalb der BAWAG Group bietet. Im Firmenkreditgeschäft haben wir ein sehr starkes Wachstum im internationalen Lending‐Geschäft verzeichnet, das die Schwäche im DACH Corporates & Public Sector Geschäft ausglich,“ so Abuzaakouk in seiner Analyse.

Mit der Integration der Südwestbank und dem Abschluss der Akquisition der Deutscher Ring Bausparkasse hat die BAWAG 2018 große Fortschritte bei der Expansion nach Deutschland gemacht und die Voraussetzungen für den Ausbau der deutschen Retail‐Plattform geschaffen.

Das Segment BAWAG P.S.K. Retail erzielte 2018 einen Rekord‐Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 243 Millionen Euro, was einer Steigerung um 25 % im Vergleich zu 2017 entspricht.

Das Segment International Business erzielte ebenfalls ein Rekordergebnis mit einem Jahresüberschuss vor Steuern von 123 Millionen Euro, 47 % mehr als 2017. Dies spiegelt vor allem das Wachstum bei den Kernerträgen in Höhe von 4 % und die Auflösung von Rückstellungen aus dem Vorjahr wider. Die Qualität der Vermögenswerte spiegelt sich vor allem in einer NPL Ratio von 50 Basispunkten wider.

Die Südwestbank erzielte einen Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 50 Millionen Euro. Die Strategie konzentriert sich auf die Entwicklung neuer Strategien zur Kundengewinnung, um die Südwestbank als eine breitere Retail und KMU‐Bank mit einem umfassenderen Angebot an Retailprodukten zu positionieren.

Ausblick und Ziele

Aufgrund der starken operativen Performance im Jahr 2018 hat die BAWAG Group die ursprünglichen 3‑jährigen Konzernziele für die Jahre 2018 bis 2020 angepasst. Im Wesentlichen sind die Ziele um ein Jahr nach vorne gezogen worden, was eine jährliche Wachstumsrate des Jahresüberschusses vor Steuern von 6 % für 2019 und 2020 sowie ein absolutes Ziel für den Jahresüberschuss vor Steuern von mehr als 600 Millionen Euro im Jahr 2019 und 640 Millionen Euro im Jahr 2020 widerspiegelt.

Die BAWAG Group AG ist die börsennotierte Holdinggesellschaft der BAWAG P.S.K. mit Sitz in Wien und den wesentlichen Banktöchtern easybank und start:bausparkasse in Österreich sowie der Südwestbank und der start:bausparkasse in Deutschland. Mit mehr als 2,5 Millionen Kunden ist die BAWAG P.S.K. eine der größten Banken in Österreich.

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