Braucht es heute noch einen Weltspartag?

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Aufgrund der Corona-Krise verlängert sich der Weltspartag bei vielen Banken auf die Weltsparwochen. Andere Banken raten davon ab, heuer in die Filiale zu kommen und das Ersparte auf das Sparbuch zu legen. Stellt das die Bedeutung des Weltspartages in Frage?

Am 31. Oktober ist Weltspartag. Die meisten denken dabei vermutlich an eine Zeit zurück, in der man stolz mit der gut gefüllten Spardose zur Hausbank marschierte. Der Inhalt der besagten Spardose, die meistens das Maskottchen der Hausbank zierte, wurde auf das Sparbuch gelegt. Und dann gab es Zuckerl und Luftballons und andere kleine Geschenke. Auf das Sparen hat man sich gefreut – auf die Zinsen auch. Heutzutage ist aber nicht nur das mit den kaum erwähnenswerten Zinsen anders. Aufgrund der Corona‐Krise wird der Weltspartag dieses Jahr in Österreich auf die Weltsparwochen ausgeweitet. Des Weiteren raten manche Banken ihre Kunden davon ab, in die Filiale zu kommen, um Geld einzuzahlen. Es zeigt sich also, dass eine mehr als 90‐jährige Tradition flexibel geworden ist. Und diese Flexibilität braucht es in einer schnelllebigen Welt – in der auch die Finanzbranche einen rasanten Wandel erlebt – auch. 

Ist der Weltspartag also ein Auslaufmodell? Der Weltspartag wurde1924 ins Leben gerufen, um den Spargedanken zu fördern. Aus diesem Grund ist er auch heute noch immer wichtig und wird es wohl auch noch lange bleiben. Er lernt den Kleinsten, Scheinchen und Münzen auf die Seite zu legen und bringt ihnen das Sparen näher. Aber auch Erwachsene werden daran erinnert, regelmäßig Geld auf die hohe Kante zu legen. Kindern und Jugendlichen mit „Zinsen“ als Motivation zum Sparbuch zu locken ist hier aber ein veralteter, Finanzbildung und ein breites Portfolio moderner Spar‐ und Anlageformen, wohl der bessere Ansatz. Und das nicht nur an einem, sondern eigentlich an jedem Tag im Jahr. Im Zeitalter des Digital‐Banking, der Smartphone‐Banken und Online‐Broker muss dem Weltspartag ein modernerer Touch verpasst werden. Vielleicht ist eine modernere Version des Weltspartags, sich intensiv mit alternativen Spar‐ und Anlageangeboten auseinanderzusetzen – quasi ein Denkanstoß. Hier passende Alternativen zu finden und diese mit Tradition zu vereinen, sei aber den Bankinstituten überlassen. Auf Zuckerl, kleine Geschenke und Co wollen wir so schnell aber nicht verzichten.

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