Carmencita Nader, Erste Bank: „Social Banking ist wichtiger denn je.“

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Carmencita Nader, Leiterin Social Banking Erste Bank

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Im Interview mit ForumF gibt Carmencita Nader interessante Einblicke in ihre neue Position als Leiterin des Social Bankings der Erste Bank und erklärt, welche Ziele sie sich gesetzt hat und wie sich Social Banking ihrer Meinung nach durch Corona verändert hat.

ForumF: Frau Nader, Sie sind seit 1. Mai 2021 an der Spitze des Social Bankings der Erste Bank. Wie waren die ersten Wochen in der neuen Position für Sie?

Carmencita Nader: Intensiv, aber im positiven Sinn – wir kombinieren Tagesgeschäft und Übergabetermine weitgehend nahtlos. Es ist mir wichtig, dass unsere KundInnen und PartnerInnen in der täglichen Betreuung trotz Leitungswechsel keine Reibungsverluste spüren.

ForumF: Können Sie bitte „Social Banking“ in wenigen Worten erklären?

Nader: Das Social Banking ist ein direkter Ausdruck des Gründungsgedankens der Erste Bank, Wohlstand zu verbreitern und zu sichern. Wir möchten mit unseren Bankdienstleistungen ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘ für Einzelpersonen sowie Hilfsorganisationen anbieten – und damit einen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in unserer Region leisten.

ForumF: Welche Ziele möchten Sie im Jahr 2021 erreichen bzw. welche neuen Projekte werden die Erste Bank Social Banking Kunden erwarten dürfen?

Nader: Noch lassen sich die vollen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Corona‐Krise nicht genau abschätzen. Ich sehe es aber als unseren Auftrag, unseren KundInnen und PartnerInnen jetzt besonders gut zuzuhören und dort aktiv zu werden, wo wir als Bank einen Mehrwert für alle schaffen können. Aus heutiger Sicht werden wir Schwerpunkte in den Bereichen leistbares Wohnen, Begleitung von KleinstunternehmerInnen/EPUs sowie Finanzbildung setzen. Wir sind aber ständig im Austausch mit unseren KundInnen und Partnerorganisationen und greifen wertvolle Impulse gemeinschaftlich auf. Es gibt somit eigentlich keine soziale Idee, die man mit dem Social Banking nicht andiskutieren kann.

ForumF: Welche langfristigen Ziele haben Sie sich in Ihrer Position gesetzt?

Nader: Die vergangenen Jahre haben klar gezeigt, dass wirtschaftliches Handeln sozialer und ökologischer Verantwortung bedarf. Das Social Banking versteht sich als Schnittstelle der Erste Bank zur Zivilgesellschaft. Unsere Rolle als erster Ansprech‑, Kooperations‐ und Sparringpartner wollen wir festigen. Unser Leistungsspektrum möchten wir an die wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen entsprechend anpassen und ausbauen.

ForumF: Wie ist das Team, das Sie leiten, aufgestellt?

Nader: Ich bin ein großer Fan meines Teams. Wir haben einen ausgesprochen guten Mix aus Expertinnen und Experten mit unterschiedlichem inhaltlichen Background, Alter und damit auch Erfahrungsschatz. Was uns alle eint, ist die Leidenschaft für unseren Beruf und die tiefe Überzeugung, gemeinsam einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten zu können.

ForumF: Hat sich „Social Banking“ Ihrer Meinung nach durch die Corona‐Krise verändert?

Nader: Die Corona‐Krise hat soziale Herausforderungen verschärft. Vermeintliche Randthemen sind im Zuge der vergangenen 15 Monate in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wie auch die Zweite Sparkasse erwarten wir, dass sich diese Entwicklung in der Anzahl an Personen, die Beratung und Unterstützung suchen, niederschlagen wird. Wir brauchen nun Zuversicht, Zusammenhalt und gezielte Impulse, um die auslaufenden Regierungsmaßnahmen sowie Anlaufschwierigkeiten nach der Wiedereröffnung zu begleiten. Social Banking und insbesondere die Zusammenarbeit mit unseren PartnerInnen aus der Zivilgesellschaft ist daher wichtiger denn je.

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