Den krönenden Abschluss des Tages der Marktkommunikation der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien am 11. Oktober bildete die Closing Keynote des Hamburger Innovationsforschers Nick Sohnemann mit dem Titel „METAVERSE – Das neue Internet“. „Metaverse ist auf jeden Fall ein großes Thema,“ startete Sohnemann. „Ich bin davon überzeugt, dass in Zukunft alle in der westlichen Welt Smart Glasses tragen werden. Natürlich werden wir mit Robotern zusammen leben, so wie hier in der Eventlocation der Abservier-Roboter. Am Weg zur Arbeit werden uns Roboter hinterherfahren, die unsere Taschen sind. Selbstfahrende Autos sind auch schon überall.“
„Wir müssen einfach auf viel mehr Dinge gleichzeitig achten, alles miteinander vernetzen. Und solche Prozesse passieren ständig, bei unseren Großeltern war die Welt auch noch eine ganz andere. Damals nannte man diese Trends Globalisierung, heute kommt die Kreislaufwirtschaft.”
Abtauchen ins Metaverse
„Alle fragen sich, was bringt das eigentlich, dieses Metaverse“, so Sohnemann. „Das Metaverse ist nicht das neue Internet. Im Metaverse ist alles synchron. Ich kann also nur jetzt grade dort sein, morgen kann ich dort nicht mehr mit denselben Menschen sein und so funktioniert das auch im Metaverse.“ Sohnemann erläuterte die Historie des Metaverse bzw. Avataren aus dem vergangenen Jahrhundert. Aber was ist nun das Metaverse heute am Anfangspunkt? „Das Metaverse ist eine eigene Form der Kommunikation, die gehört Meta und heißt als Marke Horizon. Wie Facebook, Instagram, WhatsApp etc. Eine Submarke von Horizon heißt Home, da kann man dann zum Beispiel auf einem virtuellen Sofa von Rom und Wien aus einen Film schauen. Venues ist eine weitere Submarke von Horizon, da könnten Events stattfinden.” Sohnemann zeigte ein Ariana Grande-Fortnite-Konzert, das insgesamt nur zwölf Minuten dauerte, aber Fans ganz neue Möglichkeiten bot: „Es ist viel mehr als ein gewöhnliches Konzert, man kann viel näher dranbleiben. Und mit Fanartikeln für Avatare hat Grande im Endeffekt auch verdient,“ so Sohnemann weiter.
„Für Unternehmen ist es sicher nicht schlecht, sich mit dem Metaverse zu beschäftigen,“ gibt Sohnemann abschließend als Tipp mit auf den Weg.