Commerzialbank soll 425 Millionen Euro an Bankguthaben gefälscht haben

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Laut einem Abschlussbericht der SOKO Commerz in der Causa Commerzialbank Mattersburg bestätigte das die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) am Samstag, den 5. März.

Laut dem Bericht sollen Ex-Bankchef Martin Pucher und seine Vorstandskollegin Bankbestätigungen über Guthaben des Instituts bei verschiedenen österreichischen Banken jahrzehntelang gefälscht haben. Insgesamt in Höhe von circa 425 Millionen Euro. Bei einer Razzia in der Bank seien „Blankodrucksorten” sichergestellt worden, welche die Vorständin von einer regionalen Druckerei herstellen habe lassen: „Sie hat diese mit falschen Bestätigungen bedruckt und Martin Pucher hat die jeweiligen Unterschriften der Zeichnungsberechtigten der Fremdbanken darunter gesetzt”, heiße es im Abschlussbericht. 

Später sollen Bankenbriefe mit den Druckern in der Commerzialbank selbst hergestellt worden sein. Dabei seien sogar unterschiedliche Papiersorten verwendet worden. Um die Kuverts mit den gefälschten Bankbestätigungen aus der jeweiligen Stadt der Fremdbank zu senden, mussten wie berichtet zwei Bankmitarbeiter durch Österreich reisen. Eine Sprecherin der WKStA erklärte, es handle sich um einen Bericht der SOKO Commerz zu einem Teilbereich. Wann die Ermittlungen abgeschlossen sind und es eine Entscheidung über Anklagen gibt, lasse sich noch nicht abschätzen.

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