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Der Status quo in der Digitalisierung ist erst der Anfang

Elisa Krisper
Elisa Krisper
Anfang der Woche veröffentlichte das Beratungsunternehmen Deloitte die wichtigsten Trends, die die österreichische Finanzbranche im Jahr 2023 beschäftigen werden. Das Wichtigste vorab: Digitalisierung ist ein Muss, doch die kostet viel Geld.

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Angesichts der diversen Krisen, die im Jahr 2022 auf so gut wie alle Branchen – auch die Finanzindustrie – hereingebrochen sind, veröffentlichten die Consulter von Deloitte zum Jahresende die wichtigsten Themen, die die Finanzwelt im Jahr 2023 beschäftigen werden. Ganz weit oben auf der Liste steht die (weitere) Digitalisierung des Bankenwesens. Selbst die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) wies zuletzt in darauf hin, dass europaweit mehr in die Digitalisierung des Bankenwesens investiert werden müsse. Denn ja, Digitalisierung funktioniert nicht per Knopfdruck, sondern erfordert Know-how, Personal, technische Skills sowie auch eine gewisse technische Infrastruktur – und das kostet. Und zwar eine ganze Menge.

Aber eigentlich sollten die notwenigen Mittel vorhanden sein, denn in den vergangenen Jahren wurden unzählige Bankfilialen geschlossen, Mietausgaben eingespart, Immobilien verkauft und die Abwicklung von Bankgeschäften hat sich parallel von der Filiale ins Web verschoben. Vorbild für die Digitalisierung im Finanzwesen ist das Vereinigte Königreich: Dort stehen Mobile Payment und Digital Banking überproportional hoch im Kurs, und die zwei bis vier Bankfilialen der größten Banken in der High Street jedes Städtchens sind längst verschwunden. Auch im UK reagierte die Kundschaft zuerst mürrisch auf die Filialschließungen, hat aber mittlerweile akzeptiert, dass diese Entwicklung dem Fortschritt geschuldet ist.

Auch hierzulande hat sich das Bankgeschäft – nicht zuletzt durch die Notwendigkeiten der Corona-Pandemie – zu einem Gutteil ins Web verschoben. Wie in jeder Branche gibt es MarktteilnehmerInnen, die die Herausforderungen besser meistern, als andere, aber grosso modo sind Österreichs Banken im digitalen Zeitalter angekommen. Zeit, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, bleibt allerdings keine. Der aktuelle Status quo der Digitalisierung ist nämlich erst der Anfang. Das digitale Karussell wird sich immer schneller und schneller drehen. Was gestern top-aktuell war, ist morgen ein alter Hut. Und wer jetzt nicht in die weitere Digitalisierung investiert, bleibt bald auf der Strecke. Zu dieser Erkenntnis hätte es eigentlich weder Deloitte, noch die Europäische Bankenaufsichtsbehörde gebraucht, aber es ist trotzdem gut, dass die beiden einmal mehr darauf hingewiesen haben.

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