Die EZB startet den Einstieg in den Ausstieg

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Der globale Aufschwung hält an, ist Ewald Nowotny, Nationalbankgouverneur, überzeugt. Im Rahmen einer Aktuellen Aussprache im Finanzausschuss des Nationalrates berichtete Nowotny gemeinsam mit Vize-Gouverneur Andreas Ittner über die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen sowie geld- und währungspolitische Maßnahmen. Die EZB starte den Ausstieg aus den Anleihekäufen.

Das Wachstum der Industriestaaten liegt 2018 bei 2,5 bis 2,6 Prozent. Im kommenden Jahr soll sich dies auf 2,2 bis 2,4 Prozent verlangsamen. In den Schwellenländern ist auch für 2019 ein leichter Zuwachs zu erwarten, berichtete der Notenbankgouverneur. Besonders machte er auf das starke Wachstum der USA sowie auf das aufgrund des Brexit verringerte Wachstum Großbritanniens aufmerksam.

Nowotny berichtete auch über die Ergebnisse der letzten Ratssitzung der Europäischen Zentralbank. Die Anleihekäufe der Notenbank sollen beendet werden. Noch bis Ende September 2018 kauft die Europäische Zentralbank (EZB) Staatsanleihen der Euro‐Länder für monatlich 30 Milliarden Euro. Danach soll der Betrag halbiert werden. Die Käufe will man mit Jahresende einstellen. Begründet wird der Beginn des Ausstiegs aus der expansiven Geldpolitik mit der Annäherung an das Preisstabilitätsziel.

Die EZB‐Leitzinsen werden mindestens über den Sommer 2019 auf ihrem aktuellen Niveau bleiben, informierte der Nationalbankgouverneur. Im Anschluss geht er von einer Erhöhung des Zinssatzes aus.

Geht es nach Vize‐Gouverneur Ittner, so bietet die österreichische Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018 die Chance, offene Bankenregelungen zu finalisieren und für mehr Stabilität zu sorgen.

Klar sei mittlerweile, dass der ESM nicht in Währungsfonds umbenannt werden soll, da dies zu Verwechslungsgefahren führen könnte, so Nowotny. Grundsätzlich habe sich der ESM als fruchtbares Instrument bewährt.

Die österreichischen Banken haben ihre Eigenkapitalquote in den letzten Jahren verbessert, unterstrich Vize‐Gouverneur Ittner. Diese Stabilität werde auch von der Ratingagentur Standard and Poor’s gewürdigt, wo sich Österreich derzeit auf gleicher Ebene mit Deutschland, der Schweiz und Finnland befinde.

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