Erste Bank erhält von der EIB Zusage über 150 Millionen Euro für leistbaren Wohnraum in Österreich

Wohnbaufinanzierung
© ÖVW / Hertha Hurnaus
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Die Erste Bank wird die von der EU-Bank bereitgestellten Mittel mit 150 Millionen Euro ergänzen, so dass in den kommenden drei Jahren insgesamt 300 Millionen Euro über die Erste Bank in den sozialen Wohungsbau fließen.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) sagte der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG Finanzierugsmittel in Höhe von 150 Millionen Euro zur Unterstützung von leistbarem Wohnraum in Österreich zu. Die Erste Bank wird die von der EU‐Bank bereitgestellten Mittel mit 150 Millionen Euro ergänzen, so dass in den kommenden drei Jahren insgesamt 300 Millionen Euro über die Erste Bank in den sozialen Wohungsbau fließen. Kern der Vereinbarung, von der bisher 100 Millionen Euro unterschrieben und weitere 50 Millionen genehmigt worden sind, ist, dass Finanzierungen mit Fixzinssätzen von bis zu 28 Jahren Laufzeit für geförderten oder gemeinnützigen Neubau von Mietwohnungen vergeben werden und damit die Mieten auf fast drei Jahrzehnte abgesichert werden können. Die Gelder sollen in erster Linie in Städten zum Einsatz kommen, wo die Nachfrage nach leistbaren Wohnungen besonders hoch ist. Nach diesem Modell wurde bereits im Mai 2019 eine Rahmenfinanzierung über Investitionen von 200 Millionen Euro zwischen EIB und Erste Bank abgeschlossen. Diese Mittel sind nach 14 Monaten bereits fast zur Gänze vergeben. Mit ihnen wurden beziehungsweise werden circa 2.200 leistbare Wohnungen für circa 3.900 Bewohner errichtet, wie beispielsweise das Projekt „Vielschichtig Wohnen“ im 21. Wiener Gemeindebezirk durch das Österreichische Volkswohnungswerk.

Der für das EIB‐Geschäft in Österreich verantwortliche Vizepräsident Andrew McDowell erklärte anlässlich der Unterzeichnung: „In vielen europäischen Städten ist der Wohnungsmarkt in der Krise. Die Kosten für eine Unterkunft beanspruchen oft einen erheblichen Anteil der Einkommen. Auch in Österreich landen Menschen, die versuchen, in Sozialwohnungen oder anderweitig gefördertem Wohnraum unterzukommen, oft auf langen Wartelisten. Unser Ziel als EU‐Bank ist es, europaweit bezahlbaren Wohnraum mit hohen Energieeffizienzstandards zu fördern. Das geht nur im Zusammenspiel mit erfahrenen und verlässlichen Partnern. Umso mehr freue ich mich über unsere zweite Transaktion mit Erste Bank Österreich in diesem Sektor.“ Und Erste Bank Vorstandsvorsitzender Peter Bosek erläutert: „Laut einer Integralstudie aus dem Jahr 2019 halten knapp die Hälfte der Österreicher Wohnen für nicht mehr leistbar. Auch die Prognosen sind düster, denn drei Viertel der Österreicher gehen davon aus, dass Wohnen im Jahr 2030 kaum mehr bezahlbar sein wird. Wohnen ist zu einem zentralen Thema in Österreich geworden und wir betrachten es als gesellschaftlichen Auftrag, Wohnen wieder leistbar zu machen. Vielen Dank an die EIB für diese sinnvolle, richtige und für tausende Familien und Menschen zukunftsweisende Zusammenarbeit.“

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