Erste Group und BAWAG ändern den Streubesitz

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Die Wiener Börse gibt nach quartalsweiser Überprüfung der Berechnungsparameter der österreichischen Indizes, allen voran des österreichischen Leitindex ATX, neue Streubesitzfaktoren bekannt. Der Free Float Faktor (FFF) der BAWAG Group AG steigt von 0,4 auf 0,5.

Nach der Veräußerung eines Aktienpaketes des Großaktionärs Cerberus geht ein Teil der BAWAG-Aktien in den Streubesitz über. Bei Erste Group Bank AG sinkt der Streubesitzfaktor von 0,8 auf 0,7, nachdem der Anteil des Stiftungs‐Syndikates zunahm. Der Streubesitzfaktor drückt aus, wie viele Aktien eines Unternehmens im Publikum gestreut sind und beeinflusst, wie stark eine Aktie im Index gewichtet ist. Das maximale Gewicht eines Unternehmens am ATX wird bei 20 Prozent gedeckelt, was aktuell bei Erste Group Bank AG der Fall ist. Die Änderungen werden am 21. Juni 2019 wirksam. Die nächste planmäßige Überprüfung der Zusammensetzung des ATX findet am 3. September 2019 statt.

Die Berechnung des ATX beruht auf einer rein quantitativen Methodik, die in einem Index‐Regelwerk detailliert festgelegt ist. Gemäß den „Richtlinien für die österreichischen Indizes der Wiener Börse“ kann es im Rahmen der halbjährlichen Überprüfung und Anpassung (März und September) zu einer Aufnahme oder Streichung von Unternehmen in den beziehungsweise aus dem ATX kommen. Als Entscheidungsgrundlage für eine Indexaufnahme dienen der tägliche Durchschnittsumsatz sowie die Streubesitzkapitalisierung der Unternehmen. Die Überprüfung der Berechnungsparameter (Aktienanzahl, Streubesitzfaktoren und Repräsentationsfaktoren) findet quartalsweise (März, Juni, September und Dezember) statt.

Einmal monatlich wird die „ATX‐Beobachtungsliste“ veröffentlicht. Im Indexkomitee, das die Regelwerke zu den Indizes beschließt, bringen Vertreter der institutionellen Investoren, der Handelsmitglieder an der Wiener Börse, der Finanzinstitutionen, die Finanzprodukte auf die Indizes begeben, der Wissenschaft sowie der Wiener Börse ihre Erfahrung ein.

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