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Finanzbildung steckt bei uns noch in den Babypatscherln

Maximilian Mondel
Maximilian Mondel
Von 20. bis 26. März findet die Global Money Week statt – eine jährlich weltweit stattfindende Sensibilisierungskampagne zum Thema Financial Education. Das österreichische Finanzministerium veranstaltet parallel die „Financial Future Days“. Ein Anfang.

Klingt zukunftsgerichtet, international und innovativ: „Financial Future Days“ nennt sich eine dreitägige Eventreihe des Finanzministeriums für heimische Schülerinnen und Schüler, die in die Global Money Week, eine jährlich weltweit stattfindende Sensibilisierungskampagne, die das Thema der Financial Education in den Mittelpunkt rückt, eingebettet ist. 

Beim Finanzministerium erachtet man die Global Money Week als „wichtige Initiative” und lädt im Rahmen der Financial Future Days – und jetzt kommt’s – 300 Schülerinnen und Schüler aus ganz Österreich ein, um an Workshops zu ausgewählten Themen teilzunehmen. Finanzminister Magnus Brunner nennt die Financial Future Days „ein weiteres, bedeutendes Signal im Sinne der Nationalen Finanzbildungsstrategie”, mit dem „jungen Menschen einmal mehr wichtige Aspekte rund um Finanzen und die eigene finanzielle Planung und Sicherheit” nähergebracht werden sollen. In den Workshops für die 300 Schülerinnen und Schüler dreht sich alles um „umfassende Einblicke in die Bereiche Tax Compliance, Kapitalmarkt und Zukunftsvorsorge, aber auch Green Finance”. Als Abhalter der Workshops fungieren die Schuldnerberatung, das Finanzressort selbst, die Österreichische Nationalbank, die Wiener Börse, das Bundesministerium für Klimaschutz und die Wissensvermittlungsplattform FLIP.

Das ist natürlich alles begrüßenswert und wichtig, denn die Finanzbildung in unserem Land steckt noch immer in den Babypatscherln, also nicht einmal in den Kinderschuhen. Der Wissensstand der Jugendlichen und damit in weiterer Folge der jungen Erwachsenen im Bereich Finanzwissen ist mehr als überschaubar. Die Schulen kommen diesbezüglich ihre Aufgabe nicht nach. Auch weil die Lehrpläne veraltet und schlichtweg falsch sind. Und ja, man muss einmal irgendwo anfangen. Und aller Anfang ist schwer. Aber 300 Schülerinnen und Schüler aus ganz Österreich an den Inhalten der Financial Future Days teilhaben zu lassen, ist nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Basis für Finanzwissen ist rudimentäres Mathematikwissen. Und laut Adam Riese sind 300 von aktuell ungefähr 1,14 Millionen Schülerinnen und Schülern in Österreich genau 0,026 Prozent. Die Financial Future Days, die vom Bundesministerium für Finanzen als „nationale Finanzbildungsstrategie” apostrophiert werden, sind also eine Know-how-Spritze für 0,026 aller Schülerinnen und Schülern in unserem Land. Das geht besser.

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