Finanzlage und Wahl: Stabilität und Skepsis

© ForumF/Gerhard Bögner
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Jüngste Ergebnisse einer Umfrage aus dem Hause Gallup: Die Österreicher sind – was ihre persönliche Finanzlage im Jahr 2018 betrifft – weitgehend illusionslos. Von den drei Großparteien wird auch kein besserer Kontostand erwartet. Die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung schätzt ihre persönliche Finanzlage im Jahr 2018 als unverändert ein (60 Prozent), 23 Prozent rechnen mit einer Verbesserung und 17 Prozent mit einer Verschlechterung. Besonders zuversichtlich hinsichtlich ihrer finanziellen Zukunft 2018 zeigen sich naturgemäß die Jüngeren: Fast jeder Zweite der unter 30-Jährigen (47 Prozent) geht davon aus, dass sich seine finanzielle Lage 2018 verbessern wird, nur 10 Prozent erwarten Abstriche. Mit ansteigendem Alter sinkt der Optimismus hinsichtlich der persönlichen finanziellen Lage im kommenden Jahr kontinuierlich. Vor allem die Altersklasse der über 60-Jährigen sieht 2018 eher düster: 19 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung ihrer persönlichen Finanzsituation, nur 5 Prozent sehen einen Aufwärtstrend voraus.

Deutliche Unterschiede in der Einschätzung der persönlichen Finanzmöglichkeiten zeigen sich hinsichtlich der Bildung: Personen mit einer höheren Schulbildung (ab Maturaniveau) blicken positiver in ihre finanzielle Zukunft 2018 als jene mit einem niedrigeren Schulabschluss. Auch die Erwartungshaltung in Abhängigkeit vom Ergebnis der nahenden Nationalratswahl wurde abgefragt. Die Mehrheit der Österreicher glaubt offensichtlich eher nicht an die Senkung der Steuer– und Abgabenquote oder die Abschaffung der kalten Progression, damit mehr Netto vom Brutto bleibt. Denn keine der drei Großparteien (SPÖ, ÖVP, FPÖ) flößt den Bürgern Vertrauen hinsichtlich ihrer finanziellen Zukunft ein: Stellt man sich seine künftige Finanzlage in Abhängigkeit vom Ergebnis der Nationalratswahl beziehungsweise von der potenziellen Mehrheit der jeweiligen Partei vor, wird diese deutlich negativer eingeschätzt als ohne Parteienbezug.
Am pessimistischsten blickt man seiner finanziellen Zukunft bei einer potenziellen ÖVP‐Mehrheit entgegen: Nur 9 Prozent rechnen bei einem solchen Wahlausgang mit einer Verbesserung, aber 30 Prozent mit einer Verschlechterung ihrer Finanzlage.

Eine potenzielle Verschlechterung ihrer finanziellen Situation bringen am häufigsten Österreicher über 30 Jahre sowie jene mit niedrigerer Schulbildung mit einer ÖVP‐Mehrheit in Verbindung.

Personen zwischen 40 und 50 Jahren sowie jene mit einem niedrigerem Bildungsniveau sind am häufigsten der Meinung, dass eine FPÖ‐Mehrheit ihre finanzielle Situation positiv beeinflussen würde.

Die unter 30‐Jährigen, Personen 50+ sowie jene ab Matura‐Niveau sehen in einer FPÖ‐Mehrheit hingegen primär eine mögliche Verschlechterung ihrer finanziellen Lage begründen.

Eine SPÖ‐Mehrheit würde sich etwas weniger negativ auf die persönliche finanzielle Lage der Österreicher als die Mehrheit der anderen zwei Parteien auswirken, vor allem aus der Sicht der unter 30‐ und über 50‐Jährigen sowie Personen mit einer höheren Schulbildung.

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