FMA stellt Vorstand der Autobank AG per Bescheid vorläufige Verwalterin zur Seite

Dompfarrer Toni Faber mit den Autobank-Vorständen Markus Beuchert, Gerhard Dangel und Gerhard Fischer
© Harald Artner

Dompfarrer Toni Faber mit den Autobank-Vorständen Markus Beuchert, Gerhard Dangel und Gerhard Fischer bei der Einweihung der neuen Büroräume der Bank im Jahr 2018.

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Bei der Bestellung einer vorläufigen Verwalterin handelt es sich um eine Frühinterventionsmaßnahme, die es der FMA ermöglicht, tatsächlichen oder drohenden Verstößen gegen aufsichtsrechtliche Bestimmungen möglichst früh entgegenzuwirken.

Die Österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) stellte am 19. August per Bescheid mit sofortiger Wirkung dem Vorstand des konzessionierten Kreditinstituts Autobank AG mit Sitz in 1100 Wien, Gertrude‐Fröhlich‐Sandner‐Straße 3, die Wirtschaftsprüferin Dkfm. Dorotea‑E. Rebmann als vorläufige Verwalterin gemäß § 46 des Bundesgesetzes über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) zur Seite.

Bei der Bestellung einer vorläufigen Verwalterin handelt es sich um eine sogenannte Frühinterventionsmaßnahme, welche es der FMA ermöglicht, tatsächlichen oder drohenden Verstößen gegen aufsichtsrechtliche Bestimmungen möglichst früh entgegenzuwirken. Aufgabe der vorläufigen Verwalterin ist es, alle ihr übertragenen Befugnisse auszuüben, um Lösungen zur sicheren Einhaltung des Aufsichtsrechts voranzubringen. Zu diesem Zweck haben die Geschäftsleiter der Bank bescheidgemäß mit der vorläufigen Verwalterin zusammenzuarbeiten und diese insbesondere in sämtliche Agenden und Kompetenzen entsprechend der Geschäftsordnung der Autobank AG operativ einzubinden. Überdies hat der Vorstand bei wesentlichen Geschäftsfällen vor der Entscheidung die Einwilligung der vorläufigen Verwalterin einzuholen. Die Verwalterin hat weiters Stellungnahmen und Mitteilungen der Bank an die Aufsicht auf deren Schlüssigkeit zu prüfen und die Finanzlage der Bank laufend einzuschätzen.

Diese Frühinterventionsmaßnahme ist bis zur Behebung des Frühinterventionsbedarfs befristet, längstens jedoch auf zwölf Monate. Bereits in der Vorwoche gab es Gerüchte, dass die FMA mehrere Manager aufgrund angeblicher Compliance‐Verstöße abberufen will.

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