FMA‐Zeugnis: Beim Kernkapital Note ‚sehr gut‘

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Die Kontrollbehörde ist durchaus zufrieden:„Die von der Österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) beaufsichtigten Finanzdienstleister sind heute viel stärker, viel stabiler und viel schockresistenter aufgestellt als dies vor der globalen Finanzkrise der Fall war“, ziehen die FMA-Vorstände, Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller Bilanz über die heimische Kreditwirtschaft seit der legendären Lehman-Pleite im Jahr 2008.

„Wir haben die Krise gut gemanagt, die richtigen Lehren gezogen, Regulierungslücken konsequent geschlossen und die Aufsicht sowohl in der Breite, als auch in der Tiefe intensiviert“, so der selbstbewusste Befund nach 10 Jahren des Ausbruchs der Krise. So wurde etwa die Kernkapitalquote der Banken in diesem Zeitraum von 7,0 Prozent auf 15,1 Prozent mehr als verdoppelt, die Solvabilitätsquote der Versicherungen erreichte 2017 mit 279 Prozent einen Rekordwert, die Banken haben ihre faulen Kredite vom Höhepunkt mit 8,7 Prozent auf 4,3 Prozent aller Kredite halbiert, die Marktkapitalisierung der Wiener Börse verdoppelte sich nahezu, von 18,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes auf 33,5 Prozent.

Nachdem die Bereinigung der Altlasten aus der Krise im Wesentlichen abgeschlossen sei, gelte es nun den Fokus auf die Prävention weiter zu stärken. „Im Aufschwung werden die Fehler gemacht, die die Probleme und Krisen von morgen verursachen“, mahnt der Vorstand der FMA vor einem Rückfall in allzu lockere und euphorische Geschäftspraktiken: Die Aufsichtsstrategie der FMA, präventiv zu wirken, Verstöße aber unbeirrt zu ahnden, zeige auch Wirkung. So sei zwar die Zahl der Ermahnungen in den vergangenen Jahren auf 119 (Stand 2017) angestiegen, die Straferkenntnisse für schwere Verstöße aber auf 80 (Stand 2017) gesunken.

Zahlen, Daten, Fakten

2017 hat die FMA mit 380 Mitarbeitern und einem finanziellen Aufwand von 66,4 Millionen Euro 892 konzessionierte Unternehmen, die zusammen Vermögenswerte von 1.335 Milliarden Euro verwalten, sowie den Handel in börsennotierten Wertpapieren mit 34,4 Millionen Transaktionen im Jahr beaufsichtigt. Allein im Inland beschäftigen diese Unternehmen fast 120.000 Mitarbeiter und erwirtschaften eine jährliche Wertschöpfung von 15,2 Milliarden Euro.

Finanziert wird die FMA zu rund 94 Prozent von den Beaufsichtigten, 4,0 Millionen Euro bezahlt der Bund pauschal. 4,8 Millionen Euro werden durch Gebühren und sonstige Einnahmen gedeckt. 10,4 Millionen hat die FMA als Durchlaufposten für die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) als Teilkostenersatz für deren Dienstleistungen einzuheben. Auf die Banken entfällt ein Kostenbeitrag von 36,8 Millionen Euro oder 55,5 Prozent, auf Versicherungsunternehmen 11,6 Millionen Euro oder 17,5 Prozent, auf Pensionskassen 1,3 Millionen Euro oder 1,9 Prozent und auf die Wertpapieraufsicht 16,7 Millionen Euro oder 25,2 Prozent.

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