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Fonds: Institutionelle weit vor Privaten

© ForumF/Gerhard Bögner
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Das von den österreichischen Investmentfondsgesellschaften verwaltete Fondsvolumen stieg in den ersten zehn Monaten dieses Jahres um 8,2 Milliarden Euro auf 175,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg um 4,9 Prozent. Entscheidend waren dabei die Kurszuwächse im Aktienbereich. Die Nettomittelzuflüsse erhöhten sich um 0,9 Milliarden Euro, der Nettomittelzuwachs betrug im institutionellen Bereich 2,7 Milliarden Euro, im Publikumsbereich gab es ein bescheidenes Plus von 0,1 Milliarden Euro, so Heinz Bednar, Vorstandsvorsitzender der VÖIG. (Verband Österreichischer Investmentfondsgesellschaften).

Der Trend zu gemischten Portfolios hält weiter an. Dieses Anlagesegment verzeichnete einen Nettomittelzufluss in Höhe von 3,5 Milliarden Euro. Bednar dazu: „Bereits 43,3 Prozent des gesamten Fondsvolumens werden in gemischten Strategien veranlagt.
Performancesieger waren österreichische Aktienfonds (35,46 Prozent), gefolgt von Aktienfonds Europa exklusive UK (27,36 Prozent) und Aktienfonds Euroland (19,01 Prozent).

Im Bereich der vermögensverwaltenden Fonds bewegte sich die Performance zwischen rund 2,78 bis 8,69 Prozent. Die Rentenfonds entwickelten sich in einem Bereich zwischen ‑0,14 Prozent und 1,62 Prozent.

Im Bereich der Geldmarktfonds war die Performance als Folge der aktuellen Zinspolitik knapp negativ.

Sehr erfolgreich entwickeln sich nach wie vor die österreichischen Immobilienfonds. So stieg das Volumen per Ende Oktober um 10,4 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Heinz Bednar: „Die stabilen Wertentwicklungen in dieser Assetklasse und die starke Nachfrage nach Sachwertveranlagungen haben dazu geführt, dass sich die offenen Immobilienfonds in den letzten Jahren im Retailbereich stark etablieren konnten.“

„Rational denkende Renditesucher lassen ihr Geld für sich arbeiten“ argumentiert Bednar (Der VÖIG‐Präsident ist Vorsitzender der Geschäftsführung ERSTE‐SPARINVEST Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. (Erste Asset Management). Aber: „In Österreich ist die Situation anders.“

Eine aktuelle Studie (Allianz Global Wealth Report) zeigt, dass die Wachstumsrate des Geldvermögens nirgendwo niedriger ist als in Österreich. So betrug die durchschnittliche nominelle Rendite des Geldvermögens in Österreich zwischen 2012 und 2016 2,6 Prozent. In Finnland betrug die Rendite rund 8,0 Prozent und in den Niederlanden 7,6 Prozent. Die übrigen in dieser Studie untersuchten Länder liegen alle vor Österreich. Die Erklärung ist denkbar einfach. Das sicherheits‐ und liquiditätsorientierte Sparen der Österreicher kostet Rendite. Die Wertpapierquote ist in den anderen Ländern deutlich höher. 2016 erzielten Österreichs Haushalte mit allen Veranlagungen einen nominellen Ertrag von 2,4 Prozent (real 1,5 Prozent). „Hätten die Österreicher 10 Prozent ihrer Spareinlagen in Aktien umgeschichtet, so wäre seit 2013 ein zusätzliches Geldvermögen von 4 Milliarden Euro zu erzielen gewesen,“ skizziert Bednar die versäumten Chancen.

Nach einer aktuellen Umfrage halten bereits 45 Prozent der Österreicher ethisch nachhaltige Investments für interessant, 2011 waren es 36 Prozent. Auch in den Absatzzahlen ist diese Entwicklung erkenntlich. So hat sich das Volumen der gemäß der VÖIG Kategorisierung als nachhaltig eingestuften Fonds seit 2011 auf ein Volumen von rund 4,4 Milliarden Euro mehr als verdreifacht.

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