Funkstille durchgehalten

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Der Wahlkampf geht in die Zielgerade. Der diversen TV-Duelle sind gar zu viele geliefert worden, der aufmerksame Beobachter hat deutliche Ermüdungserscheinungen. Es ist (fast) alles gesagt, auch von (fast) allen. Nur in einem Themenbereich wurde die Funkstille konsequent durchgehalten. Von Politik und Journalismus.

Die Begriffe „Kapitalmarkt“, oder gar „Vermögensbildung“ sowie – horribile dictu – „zweite und dritte Säule“ der Eigenvorsorge kamen niemandem über die Lippen. Auch den fragenden Journalisten nicht. Mit der Virtuosität der kunstvollen Vermeidung und der Meisterschaft einer selbstverordneten Unsensibilität wurden wichtige Wirtschaftsthemen sowie ein zentrales gesellschaftspolitisches Anliegen professionell ausgeklammert. Das muss uns erst einmal jemand nachmachen! Auch die Zinspolitik der EZB, die immerhin schon die Regierungen und Wirtschaftsexperten quer durch Europa mittlerweile wachgerüttelt und zu einer Fülle an Teil sehr kritischen Stellungnahmen veranlasst hat, war hierzulande kein Thema der wahlkämpfenden Politik. Tu felix Austria!

Bleibt also nurmehr die Hoffnung auf die normative Kraft des Faktischen nach der Wahl. Spätestens im Regierungsprogramm wird man zu alledem etwas sagen müssen. Egal in welcher Regierungskonstellation.

ForumF wird – im Rahmen seiner bescheidenen Möglichkeiten, das aber konsequent – diese Themenbereiche am Köcheln halten. Deshalb finden Sie auf der Homepage und in diesem Newsletter des ForumF eine einschlägige Umfrage zur Erwartungshalten unserer Leser an die künftige Bundesregierung. Kurz und bündig… .

Bitte machen Sie davon umfassend Gebrauch! Die Ergebnisse gibt es dann im Newsletter vom 3. Oktober dieses Jahres, also nach der Wahl. Vielleicht interessiert dann jemanden in der Politik, was die Experten in Banken, Versicherungen und affinen Dienstleistungsbereichen zum Kapitalmarkt und seiner dringend notwendigen Weiterentwicklung denken. Denn die Financial Literacy ist allemal so wichtig wie das sinnerfassende Lesen und die Beherrschung der Grundrechenarten. Derzeit ist sie auf politischer Ebene bestenfalls „verschüttetes Wissen.“ Wollen wir hoffen… .

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