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Private sitzen leider kaum im Zug

Milan Frühbauer
Milan Frühbauer
Der Wiener Leitindex ATX kann sich wieder sehen lassen. Die diesjährige Performance ist – bei aller noch vorhandenen Volatilität – durchaus beachtlich, vor allem die Bankaktien haben den Anlegern viel Freude bereitet.

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Doch leider ist die überwiegende Mehrheit der potentiellen Anleger auch diesmal nicht im ATX–Zug gesessen. Schade! Das findet auch Börsevorstand Christoph Boschan und regt an, für Bezieher niedrigerer Einkommen, die sich an der Börse engagieren, die KeSt deutlich zu senken. Das ist ein löblicher Vorschlag, doch in der praktischen Umsetzung wird das bürokratisch und schwierig. Aber immerhin ein brauchbarer Diskussionsvorschlag: Denn die Österreicher haben noch immer gerne dort investiert, wo es galt einen Steuervorteil zu lukrieren.
Noch wichtiger wäre es aber, die seit der Finanzkrise vor knapp einem Jahrzehnt bei Privaten kaum abgeklungene Börse-Aversion zu überwinden. Denn Sparer, die Aktienengagement völlig außer Ansatz gelassen haben, müssen jetzt feststellen, dass sie eine veritable Chance versäumt haben. Der Börsezug der vergangenen Monate fuhr weitgehend ohne Privatanleger zu den Bergstationen der Kursentwicklungen. Bestenfalls via Investmentfonds war man „mit von der Partie“.

Ist es jetzt wieder einmal zu spät? Es ist nie zu spät: „Marktkorrekturen zum Einstieg nutzen!“ So lautet der professionelle Rat. Im einschlägigen Finanzmarketing ist allerdings eine bodenständigere Argumentation angesagt. „Ein Aktienfonds kann nie schaden…“.

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