Verhaltene Tugend und Hochsteuerland

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Die Ökonomen wundert es nicht, und die Betroffenen haben mittlerweile gar kein schlechtes Gewissen mehr. Die Sparquote – in Österreich viele Nachkriegsjahrzehnte lang wortreich als besondere Tugend gepriesen und ob ihrer jahrelangen Zweistelligkeit mit stolzem Schulterklopfen im Eigenlob gefeiert – liegt hierzulande bei gut 7 Prozent. Eine verhaltene Tugend also, die da jetzt aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung abzulesen ist.

Ein Jahrzehnt praktisch ohne Zinsen – das bleibt für den Sparer nicht ohne psychologische Folgen. Und so mutiert die ehedem noch mögliche Geldvermögensbildung der privaten Haushalte zum „Notgroschen“ für alle Fälle. Es zahlt sich ja „eh nicht aus“, so raunen der Stammtisch und die Small Talker beim Event mit dem Veltliner – Glas in der Hand. Daher ist jetzt folgerichtig der private Konsum neben dem Export die verlässlichste Konjunkturstütze. Die EZB als Wachstumstreiber?

Wahrliches Wachstum ist hingegen ganz woanders zu finden. Im Vorjahr stiegen in Österreich die Sozialversicherungsbeiträge der Privaten um 4,6 % und die Steuern vom Einkommen um satte 7 %. Dort spielt also derzeit die Musik! Das Finanzamt befindet sich flächendeckend in einer dynamischen Cash–Back–Offensive und die herbstlichen Lohnrunden des Vorjahres versprechen dem Finanzminister auch anno 2019 ein dynamisch wachsendes Steueraufkommen.

Es ist also allerhöchste Zeit für eine Steuerreform mit nachhaltiger Senkung der Steuer‐ und Abgabenquote. Die jüngsten Daten aus der Nationalbank sprechen diesmal eine sehr deutliche Sprache. Die Tugend des Sparens braucht dringend einen Paradigmenwechsel: Jetzt ist die öffentliche Hand an der Reihe den Sparefroh nicht nur anzukündigen, sondern konsequent werken zu lassen! Nicht als Vertragsbediensteten, sondern als pragmatisierten Beamten. Am besten 12 Stunden am Tag… .

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