Von der Bedrohung zur Chance

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Kaum ein politisches Statement kommt derzeit ohne den Hinweis auf das „digitale Zeitalter“ und seine Folgen mehr aus. Dabei dominiert nicht selten der erhobene Zeigefinger. Auch dutzende Ökonomen, Gesellschaftsanalytiker und selbsternannte Zukunftsforscher ziehen durch Seminare und Podiumsdiskussionen, um dort den bevorstehenden Totalwandel der Gesellschaft als Folge der fortschreitenden Digitalisierung zu beschwören.

Mit der damit verbundenen Prognose, es werde mindestens ein Fünftel der derzeit bestehenden Arbeitsplätze einfach wegfallen, kann man als Buchautor und von diversen Veranstaltern hofierter Key Note Speaker derzeit wahrlich viel Geld verdienen.

Mit der Skepsis gegenüber technologischen Entwicklungen und dem Heraufbeschwören von gesellschaftspolitischen Kulturschocks ist heutzutage noch immer höchste mediale Aufmerksamkeit zu erzielen.

Doch wie sieht es in den „Niederungen“ des digitalen Alltags aus? Sowohl in der Bankenwelt wie bei den Assekuranzen macht man derzeit vor allen in Vertrieb und Marketing die Erfahrung, dass digitale Angebote seitens der Nutzer sehr positiv aufgenommen werden. Von der Erfolgsgeschichte des sparkassengetriebenen „George“ bis zu der wachsenden Zahl von Kundenportalen im Versicherungswesen, im Wertpapiermanagement oder in anderen Sektoren Finanzdienstleistungen zeigt sich: Eine stark steigende Zahl der Kunden nimmt die digitalen Angebote mit Engagement an, zumal wenn sie mit einem Bequemlichkeitsschub für die Abwicklung des ganz persönlichen „Finanzlebens“ oder des Risikomanagements verbunden sind. Und es ist der Vormarsch der digitalen Nutzung keineswegs auf die jüngeren Semester beschränkt. Ähnliche Erfahrungen der dynamischen „Marktdurchdringung“ macht derzeit auch die öffentliche Hand bei den immer vielfältiger werdenden Einsatzmöglichkeiten von E–Government. Die Akzeptanz im Alltag von Business‐to‐Business ist mittlerweile überhaupt kein kontroversielles Thema mehr… .

Natürlich ist in Sachen digitale Evolution noch viel edukative Basisarbeit zu leisten. Aber der grassierende Kulturpessimismus in Sachen Digitalisierung – am Rednerpult mit griffigen Horror‐Charts illustriert – wird sich dereinst historisch in die mehr als hundert Jahre zurückliegenden „Kulturschocks“ einreihen. Etwa jenen, der rund um den Ersatz der Pferdegespanne durch motorbetriebene Vehikel beschworen worden war.

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