Gallup-Studie: Cookieless Future ist bei heimischen Marketern noch nicht angekommen

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Andrea Fronaschütz, Chief Operating Officer Österreichisches Gallup-Institut, präsentierte beim HORIZONT Werbewirkungsgipfel eine Studie über den Stellenwert von Marketing in heimischen Unternehmen.

Unter dem Motto „Werbewirkung warum eigentlich?“ fand am 8. November 2022 der HORIZONT Werbewirkungsgipfel Austria im Allianz Stadion in Wien statt. Im Rahmen der Fachkonferenz wurde eine spannende Studie des Gallup Instituts vorgestellt.

Beim ersten HORIZONT Werbewirkungsgipfel im Wiener Allianz Stadion drehte sich alles einen Tag lang rund um die Wirkung von Werbung: von Best-Practice-Beispielen über Technologien, Messbarkeit und Offenlegung bis hin zu Programmatic. Zum Auftakt des Vortragsreigens begrüßten HORIZONT-Chefredakteur Jürgen Hofer und Jochen Schneeberger, Head of Digital Advertising bei willhaben.at, die TeilnehmerInnen und leiteten zu einer inspirierenden Opening Keynote von Rosa Kriesche-Küderli, ihres Zeichens Senior Director Brand & Content und Head of Brand beim Capgemini-Unternehmen frog, über.

Anschließend präsentierte Andrea Fronaschütz, Chief Operating Officer/Gesellschafterin beim Österreichischen Gallup-Institut, eine spannende Studie über den Stellenwert von Marketing in heimischen Unternehmen. Grundsätzlich erachten Österreichs Marketer das ihnen zur Verfügung gestellte Budget als zu gering. Dem gegenüber steht die Meinung ihrer Geschäftsführung, dass das Marketingbudget ausreichend ist. Jedenfalls – so die Marketer – sei das Budget insgesamt ausreichend, aber 40 Prozent meinen auch, dass das Budget für neue Kanäle und neue Kommunikationsmaßnahmen zu gering ausfällt. Von den dominanten Themen im Alltag von Marketingprofis ist das strategische Marketing das Allerwichtigste. Die Werbewirkungsmessung hingegen rangiert bei den wichtigen Themen im Marketingalltag an vorletzter Stelle. Spannend ist auch, dass etwa das Thema Customer Journey bei den aktuellen Marketingthemen weit hinten rangiert, aber bei den Zukunftsthemen ganz vorne liegt. „Das Thema Customer Journey ist also eines, das man schon als relevant sieht, aber eben nicht ganz so relevant. Man weiß aber, dass man sich damit beschäftigen sollte“, erklärt Gallup-Marktforscherin Fronaschütz.

Bescheidene Vorbereitung auf Cookieless Future

52 Prozent von Österreichs Marketern finden, dass die Werbeplanung in Zeiten der Digitalisierung schwieriger geworden ist. Die Ausstattung mit Personal für die digitale Datenverarbeitung (Stichwort Data Driven Marketing) sehen die Marketer naturgemäß kritischer als ihre Chefs: 79 Prozent der Marketer geben an, dass sie nicht genügend MitarbeiterInnen haben, wohingegen 57 Prozent der CEOs einschätzen, dass das Marketing genügend MitarbeiterInnen hat.

Auf die Frage, wie die Ausgestaltung des Media-Mixes geplant wird, meint ein Viertel von Österreichs Marketern, dass sie dazu zu 25 Prozent auf Agenturen (Kreativ- und Mediaagenturen) und zu 15 Prozent auf ihre Entscheidungen des Vorjahres zurückgreifen.

Ernüchternd sind die Antworten auf die Frage zur Vorbereitung auf die sogenannte Cookieless Future: Nur 18 Prozent der Marketer in Österreich geben an, einen klaren Plan zu haben, während 47 Prozent angeben, sich schon mit dem Thema zu beschäftigen oder sich bald mit dem Thema beschäftigen zu müssen.

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