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Green Finance: Österreich prescht vor

Elisa Krisper
Elisa Krisper
Diese Woche poppte in der heimischen Finanzwelt oftmals der Begriff "Green Finance Alliance" auf. Spannend ist, wie die Zukunft der Initiative aussieht und, ob bald noch weitere Finanzinstitute Teil der Alliance werden.

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Das Klimaschutzministerium in Österreich ist in vollem Einsatz, um das Land vor den gröbsten klimabedingten Veränderungen, die uns bevorstehen bzw. bereits eingetreten sind, bestmöglich zu schützen. In dieser Woche wurde die Initiative „Green Finance Alliance” gelauncht, die die österreichische Finanzwelt am Weg zu der Erreichung der Pariser Klimaziele unterstützen soll. Die Green Finance Alliance ist weltweit eine der ersten staatlichen Initiativen, die eine freiwillige Selbstverpflichtung von Finanzunternehmen zu den Pariser Klimazielen mit der verpflichtenden Erfüllung bestimmter Kriterien für deren Kerngeschäft vorsieht.

Es überrascht schon fast, dass Österreich in diesem Bereich so weit ist, kennt man das in Europa sonst eher von den Big Playern, wie Deutschland oder Frankreich. Die ersten neun Mitglieder der österreichweit ersten Green Finance Alliance stehen sind die Allianz Elementar Versicherung, die BKS Bank, die fair-finance Vorsorgekasse, die HYPO Oberösterreich, die Raiffeisenbank Gunskirchen eGen, die UniCredit Bank Austria, die UNIQA Insurance Group, die VBV Pensionskasse und die VBV Vorsorgekasse. Das ist auf jeden Fall ein solider Anfang, einige namhafte Finanzinstitute erscheinen allerdings (noch?) nicht in dieser Aufzählung. Bleibt zu hoffen, dass sich weitere anschließen werden.

Bei der Initiative geht es darum, verbindliche Kriterien für das Kredit,- Investment und Versicherungsgeschäft der Finanz-Unternehmen zu schaffen. Der Kriterienkatalog beinhaltet dabei Vorgaben für den Ausstieg aus fossilen Energieträgern, den Ausbau grüner Geschäftsaktivitäten sowie eine transparente jährliche Klimaberichterstattung. Außerdem muss auch die interne Unternehmenskultur einen Fokus auf Nachhaltigkeit haben, wie eine klimafreundliche Reisepolitik, ein nachhaltiges Beschaffungsmanagement oder zum Beispiel der Einsatz von Ökostrom im Bürogebäude. Die Erfüllung wird durch ein jährliches Monitoring überprüft.

Spannend bleibt, ob die Initiative durch das Klimaschutzministerium, das Umweltbundesamt und den Beirat auf dem Weg zur Klimaneutralität auch langfristig gedacht sind. Die Idee und der Ansatz sind vielversprechend. Wie die konkrete Umsetzung ausschaut, ob es bei einem Lippenbekenntnis bleibt oder ob Österreich eine Vorreiterrolle einnehmen wird, was die nachhaltige Verbesserung des Finanzbereichs angeht, wird die Zukunft zeigen. Die besten Voraussetzungen sind nun auf jeden Fall gegeben.

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