Gutes Jahresergebnis 2019 für Österreichs Kreditinstitute

Gebäude der Oesterreichischen Nationalbank
© OeNB
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Die Österreichische Nationalbank präsentierte das Jahresergenis 2019 für Österreichs Kreditinstitutsgruppen und Einzelkreditinstitute. Das aggregierte Jahresergebnis für das Jahr 2019 beläuft sich auf rund 6,7 Milliarden Euro.

Die österreichischen Kreditinstitutsgruppen und Einzelkreditinstitute blicken mit einem aggregierten Jahresergebnis von rund 6,7 Milliarden Euro auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2019 zurück. Damit befindet sich das Jahresergebnis 2019 zwar noch auf hohem Niveau, liegt jedoch 0,2 Milliarden Euro unter dem Vergleichswert aus dem Jahr 2018.

Wie die Österreichische Nationalbank (OeNB) am 9. April bekannt gab, sind Österreichs Banken widerstandskräftig und aufgrund ihrer stabilen Ertragslage gut für die durch das Coronavirus bedingten stürmischen Zeiten gerüstet. Laut Österreichischer Nationalbank sollten die Banken aufgrund der enormen Unsicherheiten, der zu erwartenden Herausforderungen und der damit verbundenen wirtschaftlichen Konsequenzen, bei Ausschüttungen von Dividenden, Gewinnen und Boni besonnen agieren sowie die Entscheidungen über mögliche Auszahlungen in den Herbst verschieben und wohlüberlegt in Einklang zu ihrer Risikotragfähigkeit halten.

Leichter Rückgang beim aggregierten Jahresergebnis

Das aggregierte Betriebsergebnis ist um 1,2 Prozent zurückgegangen. Dies ist vorrangig durch den Anstieg bei Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten (Firmenwert, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Beteiligungen) um 62,2 Prozent zu erklären, wobei absolut gesehen die Hälfte auf Beteiligungen entfällt. Zudem drückten die um 1,3 Prozent gestiegenen Verwaltungsaufwendungen das Betriebsergebnis. Insgesamt wurde somit ein leichter Rückgang beim aggregierten Jahresergebnis nach Steuern und Minderheitenanteilen um 2,9 Prozent verzeichnet. Neben dem leicht gesunkenen Betriebsergebnis belastete vor allem der Anstieg des Ergebnisses aus Wertminderungen/ Wertaufholungen – beispielsweise Wertberichtungen für Kredite und Forderungen sowie Rückstellungen für erteilte Zusagen und Garantien – um 82,2 Prozent und der sonstigen Rückstellungen (350,7 Prozent) das Jahresergebnis.

„Mit rund 6,7 Mrd EUR können die österreichischen Banken im Jahr 2019 auf ein gutes Gesamtergebnis zurückblicken. Angesichts der durch das Coronavirus bedingten Unsicherheiten macht es jedenfalls Sinn, dass die Entscheidungen über mögliche Ausschüttungen nun in den Herbst verschoben wurden. Vorsicht ist in Zeiten schwer kalkulierbarer Entwicklungen grundsätzlich ein gutes Leitmotiv”, so OeNB‐Vize‐Gouverneur Gottfried Haber.

Die Daten für das Jahresende 2019 beruhen auf den Bilanzierungsvorschriften gemäß IFRS 16, während die Vergleichswerte für 2018 noch unter IAS 17 erstellt wurden. Diese Regelwerke unterscheiden sich hauptsächlich in den Vorgaben zur Erfassung von Leasingverhältnissen.

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