HBI‐Bundesholding AG meldet Verkauf der Hypo Alpe‐Adria‐Bank S.p.A.

Verkauf Geschäft Handschlag
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Italien-Tochter der ehemaligen Hypo Alpe-Adria-Bank International AG nach erfolgreicher Restrukturierung verkauft – keine weiteren Belastungen mehr für die Republik Österreich.

Die HBI Bundesholding AG (HBI‐BH), gegründet im Jahr 2014 als Abbau‐Holdinggesellschaft des Bundes für die Hypo Alpe‐Adria‐Bank S.p.A Udine (HBI), einer damaligen Tochtergesellschaft der Hypo Alpe‐Adria‐Bank International AG, gibt bekannt, dass mit Closing per 22.7. 2020 sämtliche Anteile an der HBI an eine Gesellschaft von Bain Capital Credit verkauft wurden. „Mit dem Verkauf können wir erfolgreich einen Schlussstrich unter das Italien‐Kapitel des Hypo‐Alpe‐Adria‐Komplexes ziehen. Der gesetzliche Auftrag an die HBI‐BH aus dem Jahr 2014 zum Abbau des Italien‐Geschäfts ist damit umgesetzt. Wir konnten in den letzten Jahren in mehreren Stufen Assets in bedeutendem Umfang abbauen und sämtliche Verbindlichkeiten an die Heta Asset Resolution AG (HETA) rückführen. Das Ergebnis des gesamten Restrukturierungsprozesses liegt deutlich über den ursprünglichen Erwartungen“, so Florian Schumi, Alleinvorstand der HBI‐BH und Vorsitzender des Verwaltungsrates der HBI.

Meilensteine der Restrukturierung

Die HBI‐BH wurde im Jahr 2014 gemäß HBI‐Bundesholdinggesetz über die Einrichtung einer Abbau‐Holdinggesellschaft des Bundes für die Hypo Alpe‐Adria‐Bank S.p.A. (HBI) gegründet. Die Geschäftstätigkeit umfasst die Verwaltung und bestmögliche Verwertung der Anteile an der HBI. Aus diesem Grund hat die HBI‐BH im 4. Quartal 2014 die Aktien an der HBI (Sitz in Udine) von der Heta Asset Resolution AG (HETA) übernommen. Von 2015 bis 2019 wurde die Bilanzsumme der HBI gemäß Beihilfeentscheidung der Kommission von rund 2,4 Milliarden EUR auf etwa 400 Millionen EUR durch Umsetzung von vier großen Portfolioverkaufsprojekten sowie zahlreichen Einzelprojekten reduziert. Ab Herbst 2018 verlagerte sich der Schwerpunkt zudem auf die Vorbereitungen eines Verkaufs der Bank. Nach Zustimmung der EU‐Kommission zum Vorhaben des Bundesministeriums für Finanzen, die Gesellschaft als Finanzintermediär gemäß § 106 Italian Banking Act bei vorheriger Abgabe der Kundeneinlagen an ein Drittinstitut zu verkaufen, wurde die Bank für den Verkauf entsprechend umstrukturiert. Der Verkaufsprozess der Bank wurde im Februar 2019 gestartet. Es gingen sieben nicht bindende Angebote ein, davon wurden vier Interessenten eingeladen, ein bindendes Angebot abzugeben. Ab Oktober 2019 wurde mit dem Bestbieter exklusiv verhandelt und am 19.12.2019 ein entsprechender Kaufvertrag unterzeichnet. Nach Prüfung und Genehmigung der Transaktion durch die zuständigen italienischen Behörden und der vorgesehenen Umwandlung der Bank ist der Verkauf mit Closing 22.7.2020 finalisiert.

Seit Anfang Juli 2020 firmiert die HBI, in Abstimmung mit den Käufern, unter Julia Portfolio Solutions S.p.A. Sie verfügt über eine Bilanzsumme von rund 260 Millionen EUR und beschäftigt 76 Mitarbeiter.„Mit dem Verkauf der Hypo Alpe‐Adria‐Bank S.p.A. in Italien sind alle Verpflichtungen der Republik aus der Einigung mit der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2013 zur Gänze umgesetzt. Es freut mich sehr, dass der gesetzliche Auftrag der HBI‐Bundesholding AG somit erfolgreich erfüllt wurde und sowohl die Republik als Eigentümerin als auch die HETA als Gläubigerin keinen Risiken mehr ausgesetzt sind“, so Florian Schumi abschließend.

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