Interesse an privater Krankenversicherung durch Covid‐19 gestiegen

© durchblicker.at

Reinhold Baudisch, Geschäftsführer von durchblicker

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Zurzeit ist jeder dritte Österreicher zusatzversichert, neun Prozent davon schlossen Neuvertrag 2020 ab. Freie Arztwahl und kürzere Wartezeiten als Hauptgründe für Privatversicherung, Preis ist größtes Gegenargument.

Die Corona‐Pandemie hat das Vertrauen in das öffentliche Gesundheitssystem weiter belastet und das Interesse an privaten Krankenversicherungen befeuert. Nach einer aktuellen Umfrage von durchblicker, Österreichs größtem Tarifvergleichsportal, besitzen aktuell bereits 31 Prozent der Österreicher eine private Zusatzversicherung. Neun Prozent davon haben demnach ihren Vertrag 2020 abgeschlossen. Für jeden Vierten in Österreich ist eine private Krankenversicherung zu teuer. Die Angebots‐ und Preisunterschiede sind beträchtlich. durchblicker hat dafür einen neuen Online‐Vergleichsrechner vorgestellt. Reinhold Baudisch, Geschäftsführer von durchblicker, kommentiert: „38 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Vertrauen in das öffentliche Gesundheitswesen durch die Krise gesunken ist. Das Interesse an privaten Zusatzversicherungen hat sich dadurch deutlich erhöht. Das zeigt nicht nur unsere Umfrage, sondern hören wir auch in Gesprächen mit den Krankenversicherungen. Freie Arztwahl, kürzere Wartezeiten, dafür mehr Zeit für die Behandlung und ein sicheres Krankenhausbett im Ein‐ oder Zweibettzimmer, wenn man eines braucht, sind derzeit die Hauptgründe für eine Zusatzversicherung. Die Kosten für eine Zusatzversicherung sind beträchtlich, variieren aber stark nach Alter und Krankengeschichte und auch zwischen den einzelnen Anbietern.”

Freie Arztwahl und kürzere Wartezeiten als Top‐Gründe 

Von den Gründen für den Abschluss einer Zusatzversicherung fällt die Möglichkeit der freien Arztwahl am stärksten ins Gewicht, sie wird von 63 Prozent der Befragten angegeben. Kürzere Wartezeiten für Termine, eine individuelle Behandlung bzw. die Unterbringung in Einzel‐ oder Doppelzimmern bei einem Krankenhausaufenthalt sind den Befragten ebenfalls wichtig – und für je 49 Prozent ein Argument zugunsten einer privaten Krankenversicherung. Diese Bedürfnisse spiegeln sich auch in der Präferenz hinsichtlich der Kategorie der abgeschlossenen Zusatzversicherung: Am beliebtesten ist bei den Befragten die Privatarztversicherung (51 Prozent), gefolgt von der Sonderklasse‐Versicherung (43 Prozent). Die Kostenübernahme in diesem Leistungssegment wird also besonders geschätzt. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass trotz der in vielen Haushalten angespannten Finanzlage kaum Versicherungen gekündigt wurden – lediglich zwei Prozent der Befragten entschlossen sich in den letzten zwölf Monaten zu einem solchen Schritt. 

Vergleich als Ausweg aus der Preisfrage 

Als Hauptargument gegen private Krankenversicherungen kristallisiert sich eindeutig der Preis heraus. 58 Prozent der Befragten führen als Grund für den Verzicht auf einen Abschluss die daraus entstehenden Kosten an. Hier kann ein Blick auf den neuen Krankenversicherungs‐Rechner von durchblicker sinnvoll sein, der seit neustem online ist. Baudisch erläutert: „Unser neuer Vergleichsrechner ermöglicht, rasch und unkompliziert einen Überblick über das Angebot zu bekommen und die individuell günstigste Lösung herauszufiltern. Der Rechner vergleicht alle sieben Anbieter auf dem Markt und berücksichtigt knapp 500 Tarife. Außerdem bietet durchblicker kostenlose und unverbindliche Beratung von Experten an.“

Das Einsparpotenzial ist enorm: So kann ein 30‐jähriger Wiener durch den Preisvergleich im Jahr bis zu 320 Euro sparen, bei einem Paar zwischen 40 und 45 sind es sogar bis zu 1.149 Euro. Eine vierköpfige Familie kann die jährliche Belastung um bis zu 839 Euro reduzieren.

Trotz Corona‐Erschütterung weiter hohes Vertrauen in Gesundheitssystem 

Die Daten der durchblicker‐Umfrage weisen – trotz Corona – auf ein grundsätzlich hohes Vertrauen in das öffentliche Gesundheitssystem hin. 52 Prozent der Befragten bezeichnen es als „hoch“ oder „sehr hoch“, nur zehn Prozent als „niedrig“ oder „sehr niedrig“. Allerdings: Das Vertrauen in die öffentliche Gesundheitsversorgung hat aufgrund von Corona deutlich gelitten. 38 Prozent der Befragten geben an, ihr Vertrauen sei seit Beginn der Pandemie gesunken (bei 54 Prozent blieb es unverändert). Unter den Burgenländern haben sogar 57 Prozent der Befragten einen Vertrauensverlust erlebt. Auch Oberösterreich weist mit 48 Prozent einen hohen Wert auf. Am geringsten fällt der Vertrauensverlust dagegen in Tirol (26 Prozent gesunkenes Vertrauen vs. 64 Prozent unverändert) und Vorarlberg (29 Prozent vs. 65 Prozent) aus. Die Bundeshauptstadt liegt ungefähr im österreichweiten Schnitt: Bei 35 Prozent der Wienerinnen und Wiener ist das Vertrauen ins Gesundheitssystem gesunken, bei 58 Prozent gibt es keine Veränderung. 

Tiroler sind topversichert, Burgenländer am wenigsten

In Tirol verfügen 43 Prozent über eine Krankenzusatzversicherung – der absolute Spitzenwert im Land. Am anderen Ende der Skala findet sich das Burgenland, wo dieser Wert bei lediglich 20 Prozent liegt. Was die Neuabschlüsse 2020 betrifft liegt Salzburg mit 19 Prozent vor Tirol (16), am geringsten fiel der Zuwachs in Kärnten (drei Prozent) und der Steiermark (fünf Prozent) aus.

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