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Klarna: Einstellungsstopp wegen KI-Tools wie ChatGPT

Klarna-CEO Siemiatkowski setzt auf KI und friert Neueinstellungen ein, um langfristig die Belegschaft zu reduzieren. Trotz Herausforderungen plant das Fintech demnächst einen Börsengang.

Gegenüber dem britischen Telegraph erklärt Sebastian Siemiatkowski, CEO von Klarna, eine bedeutende Veränderung der Personalstrategie. Demnach hat das Fintech aktuell alle Neueinstellungen eingefroren, ausgenommen davon ist die Entwicklungsabteilung. Der Grund dafür: Die neue Strategie ziel darauf ab, die Belegschaft zu reduzieren und künstliche Intelligenz bzw. KI-Tools verstärkt in verschiedenen Unternehmensbereichen einzusetzen.

Siemiatkowski ist der Überzeugung, dass KI-Technologien wie ChatGPT künftig viele Aufgaben übernehmen werden, die bisher von Menschen ausgeführt wurden. Diese Entwicklung führt zu einer „Schrumpfung des Unternehmens”, wie er betonte. Klarna, das über 5.000 Mitarbeiter:innen beschäftigt, plant jedoch keine Entlassungen. Stattdessen erwartet Siemiatkowski, dass die Unternehmensgröße durch natürliche Fluktuation allmählich abnehmen wird.

Trotz der aktuellen Herausforderungen, wie dem technologischen Abschwung, der Klarna zuvor zur Entlassung von Hunderten von Mitarbeiter:innen veranlasst hatte, bleibt Siemiatkowski optimistisch. Er sieht in der KI eine Chance, die Effizienz zu steigern und gleichzeitig die Anzahl der benötigten Mitarbeiter:innen zu verringern. Klarna, das kürzlich seinen ersten Quartalsgewinn seit vier Jahren erzielte, plant eine Börseneinführung im kommenden Jahr, wobei die Bewertung des Unternehmens bis zu 15 Milliarden Dollar erreichen könnte.

Die KI-Integration geht über interne Prozesse hinaus. Der Buy-Now-Pay-Later-Anbieter nutzt bereits KI, um Kundendienstdaten schnell zu analysieren und Streitigkeiten zwischen zwischen Käufer:innen und Verkäufer:innen zu automatisieren. Das Unternehmen plant, weitere KI-basierte Verbraucherfunktionen in seine Finanz-App zu integrieren, um sie in eine Art persönlichen Finanzassistenten zu verwandeln.

In Bezug auf bevorstehende Regulierungen befürwortet Siemiatkowski dies grundsätzlich, warnt jedoch davor, über das Ziel hinauszuschießen und Verbraucher:innen so mehr zu schaden als zu nützen. Mit der Vision, in den nächsten sechs Monaten einen ersten Schritt hin zu einem KI-betriebenen persönlichen Finanzassistenten zu machen, sieht Siemiatkowski eine Zukunft, in der Klarna eine führende Rolle in der Transformation des Bankwesens spielen könnte.

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