Konjunktur‐ und Finanzmarktausblick der RLB NÖ‐Wien: „Wir haben die Wirtschaft zugesperrt.“

Reinhard Karl, Generaldirektor-Stellvertreter und Kommerzkundenvorstand der RLB NÖ-Wien, RLB NÖ-Wien-Chefvolkswirtin Sylvia Hofbauer und WIFO-Chef Christoph Badelt
© Roland Rudolph / RLB NÖ-Wien

Reinhard Karl, Generaldirektor-Stellvertreter und Kommerzkundenvorstand der RLB NÖ-Wien, RLB NÖ-Wien-Chefvolkswirtin Sylvia Hofbauer und WIFO-Chef Christoph Badelt

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Der Konjunktur- und Finanzmarktausblick der RLB NÖ-Wien mit WIFO-Chef Christoph Badelt drehte sich um die wirtschaftlichen Auswirkungen des Covid-19-Shutdowns im 1. Halbjahr 2020 in Österreich.

Anfang Oktober fand via Livestream der „Konjunktur‐ und Finanzmarktausblick“ der Raiffeisenlandesbank NÖ‐Wien statt. Zu Gast war WIFO‐Chef Christoph Badelt, der über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Covid‐19‐Shutdowns im 1. Halbjahr 2020 in Österreich sprach. „Wir haben die Wirtschaft zugesperrt. Wir sind aber dabei aus der aktuellen Krise herauszukommen, wenn nicht an der Gesundheitsfront etwas Katastrophales passiert – das entzieht sich jedoch meiner Prognose“, verkündete Wirtschaftsforscher Badelt auch eine vorsichtig optimistische Nachricht.

Unternehmer sehen ökonomische Lage kritisch

Knapp 200 Unternehmer folgten heuer virtuell der traditionellen Veranstaltung. Thematisch im Fokus standen auch die Sorgen der heimischen Betriebe, die durch die Corona‐Krise vor große Herausforderungen gestellt werden. „Österreichische Unternehmer schätzen die wirtschaftliche Lage in der Covid‐19‐Krise wesentlich drastischer ein, als in der Finanzkrise 2008“, so Badelt, der aber klar differenzierte: „Die Unternehmen sind von der Covid‐Krise unterschiedlich betroffen. Die Bauwirtschaft beispielsweise ist sehr stark eingebrochen, hat sich aber im Vergleich zu anderen Branchen rasch wieder erholt.

Individuelle Unterstützung und Lösungen werden stark nachgefragt

Wenn auch unterschiedlich betroffen, gibt es kaum ein Unternehmen, an dem die Krise spurlos vorübergegangen ist, und viele werden noch lange mit den Auswirkungen kämpfen. Jetzt geht es bei zahlreichen Unternehmen darum, sich für die nächsten Monate und Jahre zu rüsten. In Zusammenarbeit mit der Hausbank können große Sorgen genommen und die finanzielle Zukunft gesichert werden. Vor allem individuelle Beratung wird dabei stark nachgefragt. Reinhard Karl, Generaldirektor‐Stellvertreter und Kommerzkundenvorstand der Raiffeisenlandesbank NÖ‐Wien, unterstrich als Gastgeber der Veranstaltung: „Die individuelle Unterstützung ist jetzt wichtiger denn je. Gerade in dieser Sondersituation geht es darum, jeden Fall zu bewerten, um gemeinsam die richtigen Lösungen zu erarbeiten. Unsere Mitarbeiter, die schon in den letzten Monaten Außergewöhnliches geleistet haben, arbeiten weiterhin mit Hochdruck daran, unseren Kunden zur Seite zu stehen und individuelle Lösungen zu finden.

„Finanzmärkte haben Impfstoff schon eingepreist“

Rasch erholt haben sich hingegen die Finanzmärkte. „2020 war ein äußerst turbulentes Aktienjahr und trotz jüngster Korrektur sehen wir immer noch bemerkenswert feste Kurse in Anbetracht der hohen Covid‐19‐Infektionsraten. Es wirkt beinahe so, als hätten die Finanzmärkte den Impfstoff, der nächstes Jahr zur Verfügung stehen soll, bereits eingepreist“, so RLB NÖ‐Wien‐Chefvolkswirtin Sylvia Hofbauer, die im Zuge der Veranstaltung die Finanzmärkte beleuchtete. Zur Entwicklung der Leitzinsen und zum signifikanten Anstieg des Goldpreises stellte Hofbauer fest: „Die Nullzinsphase geht in die Verlängerung. Auffällig in der Krise war, dass der Goldkurs Anfang August ein neues Allzeithoch erreichte, was auch durch eine Dollar‐Schwäche begünstigt wurde.

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