Mastercard Austria präsentiert Index zum digitalen Bezahlverhalten der ÖsterreicherInnen

© Martin Lusser/APA

Michael Brönner, Country Manager von Mastercard Austria und Piotr Kwasniak, zuständig für Business Development Digital bei Mastercard Austria, präsentierten den Digital Payment Index 2022 im Looshaus in Wien.

Wie digital Österreich bezahlt, verrät der "Digital Payment Index" von Mastercard. Dieser vergleicht ab sofort jährlich das Bezahlverhalten der ÖsterreicherInnen hinsichtlich digitaler Zahlungsmethoden.

Der erstmals in Österreich durchgeführte Digital Payment Index (DPI) von Mastercard untersucht die Entwicklung des Bezahlverhaltens der ÖsterreicherInnen hinsichtlich digitaler Zahlungsmethoden. Fortan misst er jährlich die Entwicklung unserer digitalen Zahlungsaffinität und wird somit zum ersten Messwert, der einen standardisierten Vergleich spezifisch für den österreichischen Markt erlaubt.

2022 erzielt Österreich einen Digital Payment Index von insgesamt 60 aus 100. Dieser setzt sich aus den drei Kategorien Infrastruktur, Wissen und Nutzung zusammen. Infrastruktur schneidet mit einem Wert von 78 am besten ab, Wissen liegt bei 53 und Nutzung verzeichnet einen Wert von 50.

Infrastruktur: Mastercard baut mit neuer Technologie Kartenakzeptanz weiter aus

Die Infrastruktur für bargeldloses Zahlen ist in Österreich laut DPI bereits stark ausgebaut. Im stationären Handel sind Bargeld und Kartenzahlung die beiden nahezu flächendeckend vorhandenen Bezahlmethoden. Bei Kartenzahlungen ist das kontaktlose Bezahlen an fast allen Akzeptanzstellen (99 Prozent) möglich. Große Handelsketten sind hinsichtlich Kartenakzeptanz führend, während einige kleinere Betriebe, wie beispielsweise einzelne Gastronomen oder Taxibetreiber, etwas seltener Kartenzahlung anbieten.

„Nachdem der Handel bei der Kartenakzeptanz bereits sehr gut aufgestellt ist, liegt unser Fokus für die kommenden Jahre auf dem Ausbau der Akzeptanz in spezielleren Anwendungsfällen, wie beispielsweise bei Kleinsthändlern oder Veranstaltungen“, erklärt Piotr Kwasniak, verantwortlich für Business Development Digital bei Mastercard Austria. „Ein Schlüssel dazu ist unser ‚Tap on Phone‘-Konzept. Es ermöglicht UserInnen, ihr Mobiltelefon als Terminal zu verwenden, auf das KonsumentInnen zum Zahlen einfach ihre Karten tappen können.“

Als Alternative zur klassischen Karte können durch die kontaktlose Infrastruktur der Akzeptanzstellen auch digitale Zahlungsmethoden wie Mobile Wallets von Banken, ApplePay, GooglePay oder Wearables wie z.B. Smartwatches genutzt werden. Diese werden bereits der überwiegenden Mehrheit der ÖsterreicherInnen über ihre Bank bereitgestellt.

Während im stationären Handel nur zwei Bezahlmethoden eine nahezu flächendeckende Abdeckung aufweisen, gibt es im Onlinehandel ein sehr breites Spektrum an Bezahlanbietern und ‑lösungen. Am häufigsten bieten Onlinehändler Kartenzahlung, Kauf auf Rechnung, Überweisung, Lastschrift sowie Wallet-Anbieter wie Paypal oder Buy Now Pay Later (BNPL) Optionen an.

Wissen: Je gängiger die Zahlungsmethode, desto höher der Wissensstand

Generell wissen ÖsterreicherInnen um die diversen digitalen Zahlungsmöglichkeiten gut Bescheid. Gerade bei neueren Onlinebezahlmethoden gibt es aber noch Lücken. Stark ausgeprägt ist auch das Wissen rund um Themen zur Sicherheit bei Kartenzahlung, wie beispielsweise der Kartensperrung. Auch unsere E‑Commerce Studie aus 2021 zeigt: Für 49 Prozent hat Sicherheit beim Online-Bezahlen die höchste Priorität, 95 Prozent sind diesbezüglich mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung zufrieden. Während 83 Prozent angeben, sich mit Kartenzahlungen sehr gut auszukennen, sind es bei der Zahlung mit einem Wearable nur 36 Prozent und 26 Prozent beim Bezahlen mit Barcode.

Nutzung: Starker Trend zu vermehrter Kartennutzung

Bei der tatsächlichen Nutzung digitaler Zahlungsmethoden verzeichnet Österreich einen Score von 50: Während 96 Prozent der ÖsterreicherInnen eine Bankomatkarte nutzen, ist die Annahme neuerer digitaler Zahlungsmethoden noch ausbaufähig. Kontaktloses Bezahlen liegt eindeutig im Trend: Vor allem durch die Corona-Pandemie beschleunigt, werden mittlerweile 86 Prozent aller Kartentransaktionen kontaktlos getätigt.

Mit der Umstellung der Bankomatkarte von Maestro auf das Nachfolgeprodukt Debit Mastercard, wurde die Bankomatkarte onlinefähig. 87 Prozent der KonsumentInnen kennen ihre Online-Funktion, mehr als die Hälfte der Onlinenutzer hinterlegen die Bankomatkarte bereits bei Onlineshops.

Das Bezahlen mit dem Handy nimmt ebenfalls zu, dennoch ist die Nutzung von Mobile Wallets mit 22 Prozent noch nicht sehr weit verbreitet. Mobiles Zahlen wird vor allem von Jugendlichen genutzt: 34 Prozent der österreichischen Jugendlichen zahlen mit ihrem Handy, weitere 29 Prozent wollen dies in Zukunft tun. Obwohl die ÖsterreicherInnen zunehmend in den bargeldlosen Zahlungsverkehr vordringen, weisen die DPI-Ergebnisse auch die weiterhin hohe Relevanz von Bargeld auf: Bargeldbehebungen (47 Milliarden Euro) stellen in Relation zu Kartenzahlungen (41 Milliarden Euro) mehr als die Hälfte des Transaktionsvolumens über Karten dar.

„Unser Ziel ist es, KonsumentInnen die optimale Wahlmöglichkeit zwischen Bargeld und den verschiedenen Formen der Kartenzahlung zu bieten. Und das möglichst in jeder Einkaufssituation und bei jedem Händler“, sagt Michael Brönner, Country Manager von Mastercard Österreich. „Dazu wollen wir einerseits die Akzeptanz der Karteninfrastruktur weiter stärken und andererseits die Versorgung der ÖsterreicherInnen mit Bargeld, insbesondere im ländlichen Raum, sichern. KonsumentInnen haben mit unserem Bargeldservice beispielsweise die Möglichkeit, bei einem Einkauf mit Karte zu zahlen und sich dabei an der Kassa zusätzlich Geld auszahlen zu lassen. Dies ist bei vielen Händlern wie beispielsweise Hofer, Lidl und Billa möglich.“

Das Einkaufen im Onlinehandel wächst überproportional. 85 Prozent der ÖsterreicherInnenkaufen mindestens einmal im Monat online ein, 71 Prozent shoppen seit der Corona-Pandemievermehrt online. Dabei sind derzeit je nach Einkaufssituation Kartenzahlung sowie Kauf auf Rechnung die meistgenutzten Bezahloptionen, weiterhin stark verbreitet sind Überweisungen, Lastschriften und E‑Wallets wie PayPal.

„Durch die Umstellung der Bankomatkarte von Maestro auf das Nachfolgeprodukt Debit Mastercard ist diese nun als Schlüssel zum Bankkonto ebenfalls für Onlinezahlungen einsetzbar. Nachdem bereits über 80 Prozent der ca. 10 Millionen österreichischen Bankomatkarten auf die neue Debit Mastercard umgestellt wurden, ermöglichen wir damit allen BürgerInnen einen einfachen, schnellen und sicheren Zugang zum kontinuierlich an Bedeutung gewinnenden Onlinehandel“, so Brönner.

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