Mastercard bringt den Kryptohandel zu Banken

Kryptowährungen: Etherium & Bitcoin
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Das neue Mastercard Programm Crypto Source eröffnet Banken eine breite Palette an Handelsmöglichkeiten für Krypto-Vermögenswerte und ergänzt Mastercard Crypto Secure.

Mastercard präsentierte vergangene Woche erstmals Crypto Source: Ein neues Programm, das es Finanzinstituten ermöglicht, ihren KundInnen sichere Handelsfunktionen und ‑dienstleistungen im Bereich Kryptowährungen anzubieten. Das Interesse an Kryptowährungen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Dem Mastercard New Payments Index 2022 zufolge sind ein Drittel der befragten ÖsterreicherInnen der Meinung, dass NFTs und andere digitale Vermögenswerte gute Investitionen sein können, 23 Prozent sind daran interessiert auch im Alltag Zahlungen mit Kryptowährungen zu tätigen. 44 Prozent der Befragten würden dies tun, wüssten sie besser darüber Bescheid. 43 Prozent der Befragten gaben an, dass sie kryptobezogene Transaktionen und Investitionen durchführen würden, wäre das bei ihrer Hausbank möglich.

Als Antwort auf die neuen Bedürfnisse von KonsumentInnen hat Mastercard in Zusammenarbeit mit regulierten und lizenzierten Krypto-Verwahrstellen ein neues Programm für Finanzinstitute entwickelt: Mit Crypto Source erhalten Banken Zugang zu einer umfassenden Suite mit diversen Kauf‑, Halte- und Verkaufs-Services für ausgewählte Krypto-Vermögenswerte, ergänzt durch viele bewährte Identitäts‑, Cyber‑, Sicherheits- und Beratungsdienstleistungen von Mastercard. Das neue Crypto Source wird vervollständigt durch Mastercard Crypto Secure. Im Zusammenspiel bringen die beiden Programme zusätzliche Sicherheit in das Krypto-Ökosystem und unterstützen Kartenherausgeber bei der Einhaltung von Vorschriften.

Mastercard-Angebot im Kryptobereich im Überblick

Das aktuelle Angebot von Mastercard für Banken und FinTechs im Bereich Kryptowährungen umfasst eine Reihe von Dienstleistungen:

  • Technologie- und Partnerschaftsunterstützung für den Kauf, das Halten und den Verkauf ausgewählter Kryptowährungen.
  • Sicherheitsmanagement, einschließlich der Identitätslösungen von Mastercard, Kryptoanalyse, Transaktionsüberwachung, Geldwäschebekämpfung, „Know Your Business” und Lebenszyklusphasen, Cybersicherheit und Biometrie.
  • Bezahlen mit Kryptowährungen und Bargeldauszahlungen über eine Reihe von Produkten, einschließlich Krypto-Karten, Open Banking und grenzüberschreitender Dienstleistungen. Finanzinstitute können auch zusätzliche Funktionen anbieten, welche die Technologie von Mastercard nutzen, z. B. digitale Belege und Kundenbindungslösungen.
  • Management von Krypto-Programmen, einschließlich Programmdesign, Produktentwicklung und Technologieimplementierung, sowie Go-to-Market-Optimierung und Marketing-Beratungsdiensten, die Banken, FinTechs und Kartenherausgebern End-to-End-Unterstützung bieten, um Krypto-Programme in großem Umfang anzubieten.

„Vertrauen in die digitalen Ökosysteme ist für Mastercard von zentraler Bedeutung. Man könnte sagen, Vertrauen ist ein essenzieller Bestandteil unserer Arbeit. Der neue vernetzte Dienstleistungsansatz wird maßgeblich dazu beitragen können, das Krypto-Ökosystem einer weiteren Milliarde an NutzerInnen weltweit näherzubringen. Dank unserer jüngsten zwei Investitionen in diesem Bereich, CipherTrace und Ekata, haben wir die Möglichkeit KundInnen, PartnerInnen und KonsumentInnen die technisch fortschrittlichsten Lösungen auf dem Markt zu bieten”, sagt Ajay Bhalla, President, Cyber & Intelligence Solutions bei Mastercard.

Partnerschaft mit Paxos ausgebaut

Im Rahmen des neuen Crypto Source Programms erweitert Mastercard die Partnerschaft mit Paxos Trust Company, einer führenden regulierten Blockchain-Infrastrukturplattform: Paxos wird den Handel sowie die Verwahrung von Krypto-Vermögenswerten im Auftrag der Banken anbieten, während die Technologie von Mastercard die Integration in das Banken-Interface abbildet. Für KonsumentInnen entsteht dadurch eine nahtlose Nutzererfahrung.

„Unser Engagement gestaltet sich einfach: Wir möchten Kryptowährungen und die zugrunde liegende Technologie für digitale Vermögenswerte stetig weiterentwickeln, um KonsumentInnen bei der Auswahl der passenden Bezahlmöglichkeiten zu unterstützen. Die Einführung von Crypto Source ist ein wichtiger Meilenstein auf unserer Reise, denn sie gründet auf den Stärken all unserer Geschäftsbereiche – auf Open Banking und Identitätsüberprüfung, auf Analyse und Betrugsüberwachung bis hin zu Abwicklungslösungen. Wir freuen uns sehr, auf der langjährigen Partnerschaft mit Paxos aufzubauen und gemeinsam weitere fortschrittliche Technologien für Finanzinstitute zu entwickeln”, so Jorn Lambert, Chief Digital Officer bei Mastercard.

„Mastercard verfügt über ein starkes Netzwerk von Finanzinstituten auf der ganzen Welt. Das spannende neue Programm, das von Paxos und Mastercard entwickelt wurde, bietet Finanzinstituten die schnellste und vertrauenswürdigste Möglichkeit, ihren KundInnen weltweit einen sicheren und zuverlässigen Zugang zu Kryptowährungen anzubieten. Wir freuen uns, mit Mastercard zusammenzuarbeiten, um die Verbreitung digitaler Vermögenswerte weiter zu beschleunigen”, sagt Walter Hessert, Head of Strategy bei Paxos.

Mastercard Crypto Source wird derzeit für Pilotprogramme vorbereitet. Weitere Details zur breiteren Verfügbarkeit werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

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