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Mastercard-Studie zu finanzieller Unabhängigkeit von Frauen: Österreich im europäischen Vergleich mittelmäßig

Die Schere ist offensichtlich: Sieben von zehn in Österreich lebende Frauen zählen finanzielle Unabhängigkeit zu einem der Hauptziele in ihrem Leben, dennoch fühlt sich ein Viertel der Frauen in Österreich finanziell abhängig.

75 Prozent der in Österreich lebenden Frauen fühlen sich finanziell unabhängig. Im europäischen Vergleich liegen wir damit im Durchschnitt (Europa: 74,4 Prozent), belegen aber keinen Spitzenplatz: Frauen in Polen (79,9 Prozent), Rumänien, Frankreich (je 79 Prozent) sowie Portugal (78 Prozent) sind jenen in Österreich voraus.

Finanziell abhängig fühlt sich hingegen ein Viertel der Frauen in Österreich und 62 Prozent denken sogar, dass sie niemals wirtschaftlich unabhängig sein werden. Der Grund liegt für 53 Prozent der Betroffenen an zu geringem oder gar keinem Einkommen. 57 Prozent sind auf monetäre Unterstützung durch andere angewiesen.

Fehlendes Finanzwissen trägt zu finanzieller Abhängigkeit bei

Ein weiterer Grund für die geringere finanzielle Unabhängigkeit mag am Mangel an Finanzwissen liegen: 32,1 Prozent der Befragten aus Österreich gaben an, wenig oder gar kein Know-how über Finanzen zu haben. Dabei fehlt es besonders an Wissen zu Investments (45,5 Prozent) und Steuern (41,7 Prozent).

Im europäischen Vergleich schneiden die in Österreich lebenden Frauen jedoch gut ab, denn europaweit gaben gleich 43,9 Prozent an, nicht genug über Finanzen zu wissen. Besonders gering ist der Wissensstand in Italien (71 Prozent) und Spanien (70 Prozent), am besten informiert sind indessen Frauen in Serbinnen und Kroatien.

Finanzielle Unabhängigkeit als Lebensziel

Von jenen Frauen in Österreich, die noch nicht finanziell unabhängig sind, wollen 71,4 Prozent diesen Status erreichen und zählen dies zu einem der Hauptziele in ihrem Leben. Vor allem Frauen zwischen 60 und 75 Jahren (82,4 Prozent) geben an, finanziell unabhängig zu sein. 57,3 Prozent haben diesen Status bereits vor ihrem 25. Geburtstag erreicht. Als wichtigsten Faktoren für ihre finanzielle Unabhängigkeit nennen sie das eigene Einkommen (89 Prozent) und ihr Erspartes (23 Prozent).

Immerhin 65 Prozent der in Österreich lebenden Frauen haben Erspartes oder Investments; damit liegen wir, gemeinsam mit Portugal, vor den anderen Märkten (Europa: 59 Prozent). Jede zweite Frau musste jedoch bereits auf ihr Erspartes zurückgreifen, um Rechnungen zu bezahlen – bei jungen Frauen ist der Anteil mit 53,8 Prozent sogar noch höher.

Ein finanzielles Polster anzulegen ist aber nicht allen Frauen möglich: 23,8 Prozent können nur weniger als fünf Prozent ihres Monatseinkommens zur Seite legen und 16 Prozent bleiben am Monatsende nicht genug, um überhaupt etwas zu sparen.

Finanzielle Gleichstellung: Kluft bei Wunsch und Wirklichkeit

Acht von zehn Frauen (80,5 Prozent) in Österreich wünschen sich, dass Haushaltsausgaben in einer Partnerschaft geteilt werden. Doch die Realität zeigt ein anderes Bild: Nur 44 Prozent der Befragten teilen die Ausgaben im Haushalt gleichmäßig auf, 36 Prozent tragen alle Haushaltsausgaben allein und sieben Prozent übernehmen zumindest den Großteil. Bei 12 Prozent tragen andere Personen den überwiegenden Teil der Ausgaben im Haushalt. Generell gibt es europaweit eine Kluft zwischen dem Wunsch nach geteilten Kosten (81 Prozent) und der Wirklichkeit (46 Prozent).

„Die Womenomics Studie verbildlicht die Realität vieler Frauen in Österreich – noch immer müssen viele um ihre finanzielle Unabhängigkeit kämpfen. Bei Mastercard möchten wir Frauen in diesem Bestreben aktiv unterstützen. Bereits seit vielen Jahren engagieren wir uns für die Gleichstellung der Geschlechter bei uns im Unternehmen“, erklärt Michael Brönner, Country Manager von Mastercard Austria. „Mastercard bietet nicht nur gleiches Gehalt bei gleicher Leistung – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Sexualität – sondern unterstützt zudem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unter anderem durch eine voll bezahlte Elternzeit für Mütter sowie Väter.“

Frauen in Österreich als Europa-Spitzenreiter bei Nutzung von Online-Banking

Zugang zu entsprechenden technologischen Anwendungen kann zu mehr finanzieller Unabhängigkeit führen – das sieht jede zweite befragte Europäerin so. Dabei ist es vor allem das Online-Banking, das Frauen zur Verwaltung ihrer Finanzen nutzen (48 Prozent). In Österreich erledigen sogar 89,5 Prozent der Frauen ihre Bankgeschäfte online, wobei der Wert bei den 25 bis 39-Jährigen (92,2 Prozent) und den 40 bis 59-Jährigen (91,3 Prozent) noch höher liegt. Damit liegt Österreich gemeinsam mit Polen (91,6 Prozent) im europäischen Spitzenfeld (82,5 Prozent) und das seit einer Weile, denn 42,8 Prozent nutzen Online-Banking bereits mehr als fünf Jahre und 34,3 Prozent bereits seit mehr als zehn Jahren.

Gender-Pay-Gap in Österreich besonders groß

64,7 Prozent der Befragten aus Österreich sind der Meinung, dass Frauen in Österreich stärker finanziell abhängig sind als Männer – lediglich vier Prozent denken, dass Frauen mehr Unabhängigkeit genießen. Die beiden Hauptgründe für diese Unausgewogenheit sind höhere Gehälter für Männer (66,2 Prozent) und der Umstand, dass Frauen vermehrt unbezahlte Arbeit, wie die Pflege von Kindern oder Alten, verrichten. Somit gehört Österreich im europäischen Vergleich (Europa: 51,5 Prozent) gemeinsam mit Italien (66,4 Prozent) und Deutschland (62,4 Prozent) zu jenen Ländern, in denen die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen besonders groß ist.

„Im Rahmen unserer weltweiten Bemühungen für mehr Gleichberechtigung legen wir bei Mastercard ein Augenmerk auf die Förderung von Unternehmerinnen“, erläutert Miriam Brownstone, Marketing Managerin von Mastercard Austria und Co-Leiterin des Women’s Leadership Network in Österreich. „Unser globales Women’s Leadership Network hat es sich zum Ziel gesetzt, den beruflichen Aufstieg von Frauen zu fördern und umfasst allein in Europa ein Netzwerk von 18 Niederlassungen – mit anregenden Workshops und Networking-Gelegenheiten stärken wir die Frauen bei Mastercard und in unserem erweiterten Umfeld.“

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FMVÖ

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