Oberbank bleibt auf Wachstumskurs

© ForumF/Gerhard Bögner
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Das Wiener Stadtbild täuscht nicht: Die Oberbank AG, Linz, bleibt auf standortpolitischem Wachstumskurs und verzeichnete 2017 das 8. Rekordjahr in Folge. Alle Indikatoren zeigen steil nach oben. „Das ist kein Strohfeuer“ betont Generaldirektor Franz Grasselsberger. Man sei für den Wettbewerb bestens gerüstet.

Die Eckdaten sind beeindruckend. Die Bilanzsumme stieg um 8,7 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro, das Zinsergebnis konnte um 7,7 Prozent auf 387,5 Millionen Euro gesteigert werden und das Provisionsergebnis wuchs um 7,4 Prozent auf 140,6 Millionen Euro. Der Verwaltungsaufwand hingegen verzeichnete einen Anstieg von lediglich 5,8 Prozent auf 266,2 Millionen Euro, sodass die Cost‐Income‐Ratio, die wichtigste Kennzahl für die Effizienz einer Bank, erstmals unter die „Schallmauer“ von 50 auf 49,9 Prozent sank. Der österreichische Bankenmarkt weist im Durchschnitt eine Cost‐Income‐Ratio von 66 Prozent auf, so unterstreicht man in Linz.

Das Betriebsergebnis konnte somit einen Anstieg von 9,5 Prozent auf 267,3 Millionen Euro verzeichnen, der Jahresüberschuss nach Steuern stieg um 10,6 Prozent auf 200,5 Millionen Euro. Aufgrund der kontinuierlich verbesserten Ergebnis‐ und Eigenkapitalentwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende von 65 Eurocent auf 90 Eurocent je Aktie vor, dies entspricht einer Steigerung der Ausschüttung an die Aktionäre um nahezu 40 Prozent.
„Das ist der vorläufige Höhepunkt einer kontinuierlichen Entwicklung. Wir haben seit 2009 den Jahresüberschuss pro Jahr um durchschnittlich 11,2 Prozent steigern können, weil wir diszipliniert und konsequent unsere Wachstumsstrategie umsetzen. Die Oberbank ist für den Wettbewerb gut gerüstet und wird den Wachstumskurs weiter fortsetzen,“ so Vorstandschef Grasselsberger.

Die Treiber der guten Entwicklung im Geschäftsjahr 2017 waren in erster Linie das starke Kreditwachstum, der Anstieg der betreuten Kundengelder, die historisch niedrigen Risikokosten sowie die Optimierung des Filialnetzes.

Im Jahr 2017 stieg das Kreditvolumen um 7,1 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro überdurchschnittlich stark an. Seit 2009 ist ein durchschnittlicher Anstieg um rund 5 Prozent pro Jahr zu verzeichnen, dies liegt deutlich über dem österreichischen Gesamtmarkt.

Ein Drittel der Neuvergabe bewegt sich im Volumensbereich von 1–3 Millionen Euro, ein Anzeichen dafür, dass die Kreditnachfrage nachhaltig ist. Die Kommerzkredite stiegen um 7,4 Prozent, die Privatkredite – insbesondere die Wohnbaukredite – um 6,1 Prozent. Besondere Expertise wurde im Bereich der Tourismusfinanzierung aufgebaut: Das Marktgebiet der Oberbank weist 250 Millionen Nächtigungen pro Jahr aus und der boomende Tourismus ist mit hoher Anlagenintensität und regelmäßigen Innovations‐ und Investitionserfordernissen eine jener Branchen, die am stärksten auf Fremdkapital angewiesen ist.

Die Kunden der Oberbank vertrauten der Bank um 10,6 Prozent mehr Mittel an als im Jahr zuvor. Insgesamt betreut die Oberbank Vermögen in Höhe von 29,3 Milliarden Euro. Die Primäreinlagen betrugen zum Bilanzstichtag 13,4 Milliarden Euro (+3,0 Prozent), die Kundendepots wiesen ein Volumen von 15,9 Milliarden Euro auf (+17,9 Prozent). Der Anteil der notleidenden Kredite ging auf 2,59 Prozent zurück, die Risikovorsorgen mussten lediglich mit 28,4 Millionen Euro dotiert werden.

Das Filialnetz der Oberbank wurde im Berichtsjahr weiter optimiert: In Wien wurden zwei Filialen eröffnet und der Stand auf 27 erhöht. In Ungarn wurden drei Filialen zu den bestehenden neun Filialen hinzugefügt. In Prag wurde die 21. Filiale der Oberbank in der Tschechischen Republik eröffnet, während in Oberösterreich die Konsolidierung des Filialnetzes durch Zusammenlegung von drei benachbarten Filialen abgeschlossen wurde. Insgesamt verfügt die Oberbank zum Bilanzstichtag in ihren Marktgebieten über 161 Filialen nach 159 im Jahr 2016.

Die Filialen sind der stärkste Treiber des langfristigen Wachstums und ein Eckpfeiler des Geschäftsmodells der Oberbank. Auf Basis der hervorragenden Kennzahlen und einer Kernkapitalquote von 17,03 Prozent wird die Filialexpansion forciert und die Oberbank plant im Jahr 2018 mit Baden‐Württemberg und Sachsen zwei neue Marktregionen in Deutschland zu erschließen, um das organische Wachstum fortzusetzen. Alleine in Deutschland wird die Oberbank im Jahr 2018 acht neue Filialen eröffnen und mit dann 35 Filialen das dichteste Netz aller österreichischen Banken in der Bundesrepublik betreiben. Auch in Wien und in Ungarn wird das Filialnetz weiter verdichtet.

Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten die Führungskräfte der Oberbank eine Fortsetzung der guten Geschäftsentwicklung, allerdings, wie Generaldirektor Gasselsberger meint, „auch eine Rückkehr zur Normalität, was das Zinsniveau, die Risikokosten und die Volatilität an den Märkten betrifft. Unter diesen Perspektiven wäre es ein schöner Erfolg, wenn die Oberbank im Jahr 2018 das hervorragende Ergebnis von 2017 wiederholen könnte.“

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