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OeNB BIP‐Indikator: Österreichs Wirtschaft erholt sich in zweiter Juniwoche weiter

Hallstatt
© Pixabay
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Laut dem aktuellen BIP-Indikator der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) erholt sich die Wirtschaft weiter. Der private Konsum stieg am stärksten, gefolgt von den Exporten.

Gemäß den aktuellen Ergebnissen des neuen wöchentlichen BIP‐Indikators der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) erreichte die BIP‐Lücke mit Minus zehn Prozent den niedrigsten Wert seit dem Lockdown der österreichischen Wirtschaft am 16. März 2020. Der umfangreiche Lockdown führte dazu, dass die Wirtschaftsleistung Ende März beziehungsweise Anfang April um mehr als ein Viertel eingebrochen ist. In den darauffolgenden Wochen wurden die Lockdown‐Maßnahmen schrittweise gelockert und die österreichische Wirtschaft erholte sich nach und nach. Seit einer sprunghaften Verbesserung im Zuge der Öffnung aller Geschäfte Anfang Mai hat sich die Konjunktur im Wesentlichen seitwärts bewegt. In der zweiten Juniwoche war erneut eine deutlichere Aufwärtsentwicklung zu beobachten.

Zu dieser Verbesserung haben alle wichtigen Nachfragekomponenten beigetragen. Der private Konsum stieg am stärksten an, gefolgt von den Exporten. Auch im Tourismus ist eine vorsichtige Belebung erkennbar. Produktionsseitig signalisiert der Stromverbrauch, der in Kalenderwoche 24 erstmals wieder weniger als zehn Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen ist, eine schrittweise Erholung der österreichischen Industrie. Die Dynamik der Konjunkturerholung ist allerdings moderat – es ist noch ein längerer Weg bis zum Erreichen des Vorkrisen‐BIP‐Niveaus.

Gemessen als Differenz zum BIP‐Niveau im Jahr 2019, betrugen die BIP‐Verluste am Höhepunkt des Lockdowns bis zu zwei Milliarden Euro pro Kalenderwoche, in Kalenderwoche 24 0,7 Milliarden Euro. Für den Zeitraum 16. März bis 14. Juni 2020 summieren sich die Verluste auf 16,8 Milliarden Euro. Berücksichtigt man das ohne Covid‐19‐Pandemie prognostizierte Wirtschaftswachstum von eineinviertel Prozent für das Jahr 2020, erhöhen sich die kumulierten Verluste auf 18 Milliarden Euro. Das entspricht knapp fünf Prozent des realen BIP im Jahr 2019 von 375 Milliarden Euro.

Hier geht’s zum BIP‐Indikator.

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