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Österreicher und ihr Bargeld – eine Liebesgeschichte

Christina Ebner
Christina Ebner
Nach wie vor setzen die Österreicher bei der Bezahlung von Waren und Dienstleistungen vorrangig auf Münzen und Scheine. Denn: Bargeld gilt als krisensicher und wird trotz zahlreicher bargeldloser Bezahlmöglichkeiten nicht so schnell verschwinden.

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Eine Vielfalt an Kreditkartenanbietern, zahlreiche Payment-Dienstleister und übersichtliche Payment-Apps bieten sich im digitalen Zeitalter als attraktive Möglichkeiten an, um das Bezahlen von Waren und Dienstleistungen abzuwickeln. Und gerade in der Phase des Corona-Shutdowns machte Österreich gezwungenermaßen einen weiteren großen Digitalisierungsschritt. Herr und Frau Österreicher setzten in den vergangenen Monaten verstärkt auf kontaktloses Zahlen. Aber spätestens jetzt, in der sogenannten neuen Normalität, zeigt sich, dass in Österreich nicht auf das Bargeld verzichtet werden kann.

Eine aktuelle Studie im Auftrag des Bankinstituts ING in Österreich verdeutlicht einmal mehr, dass das Bargeld in Österreich im Europavergleich einen besonders hohen Stellenwert hat. Denn auch, wenn die Barzahlungsquote laut Studie im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist – der Liebe zu Scheinen und Münzen kann auch eine Pandemie nichts anhaben. Die Euroscheine in rot, grün, orange und Co sind nicht nur Gewohnheit, sondern vermitteln auch Sicherheit. Und so schön glänzende Plastikkarten oder das Design so mancher Payment-App auch sein mag – nur Bares ist bekanntlich Wahres. Denn mit dem Bargeld in der Hand oder im Geldbörsel, behalten der Österreicher und die Österreicherin den Überblick über ihre Finanzen. Und Kontrolle und Sicherheit haben besonders in Krisenzeiten einen hohen Stellenwert. Fakt ist: Etwa die Hälfte der Österreicher hält Bargeld für das sicherste Zahlungsmittel in der Krise. Und ein Viertel trägt ohnehin im Schnitt 280 Euro im Geldbörserl mit sich. Auch die so digitalaffine GenZ schätzt das Bargeld als sicherstes Zahlungsmittel ein, wie eine Paysafe-Studie aus dem Frühjahr 2020 zeigt: 43 Prozent der GenZ gaben nämlich an, dass Bargeld gerade in unsicheren Zeiten die verlässlichste Zahlungsmethode darstellt. Denn auch wenn flächendeckendes, kontaktloses Bezahlen längst kein Problem mehr ist und eine Anhebung auf 50 Euro für Bezahlen ohne Pin hier wohl ein wichtiger Schritt war – der Mensch ist und bleibt ein Gewohnheitstier, der Österreicher sowieso. So wie Unverpackt-Läden und Wiederverwendbares ein Revival erleben, ist auch das gute alte Bargeld nach wie vor im Trend. Die Österreicher lieben ihr Bargeld eben. Die bequeme Variante des kontaktlosen Bezahlens mit Karte und App sind noch nicht mehr als eine angenehme Ergänzung.

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