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‚Das Pflichtfach Wirtschaft muss in den Lehrplan!‘

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Dass in der Schule in Österreich derzeit zu wenig Wirtschaftskompetenz vermittelt wird, belegt auch eine 2018 präsentierte Studie der Wirtschaftsuniversität Wien. Demnach fehlt den Schülern jegliches Verständnis für grundlegende wirtschaftliche Vorgänge und Zusammenhänge.Sie betrachten wirtschaftliches Handeln als staatliche Aufgabe. Ein fatales Missverständnis.

„Wirtschaft muss daher ab der 5. Schulstufe ein eigenes, verpflichtendes Unterrichtsfach werden“, fordert der Präsident der Wirtschaftskammer Wien, Walter Ruck. Auch Finanzwissen und die MINT‐Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) müssen im Lehrplan gestärkt werden.

Die Schulpflicht einfach abzusitzen, reiche nicht. Schulabgänger müssten die Grundkompetenzen ausreichend beherrschen. Rückmeldungen der Wiener Unternehmer zeigen, dass das derzeit oft nicht der Fall ist. „Den Betrieben ist es aber nicht zuzumuten, dass sie nachholen, was in der Schule verpasst wurde“, betont Ruck. Die Wirtschaftskammer Wien fordert seit langem, die derzeitige Schulpflicht durch eine Bildungspflicht zu ersetzen: Schüler sollen das Schulsystem erst verlassen, wenn sie in den Kernfächern (Deutsch, Mathematik, Englisch) Mindeststandards erreicht haben, die gleichzeitig das notwendige Mindest‐Bildungsniveau für eine anschließende Lehrausbildung darstellen.

Dringend notwendig ist auch eine Reform der 9. Schulstufe. Insbesondere die polytechnische beziehungsweise die Fachmittelschule, die auf den Berufseinstieg vorbereiten soll, wird von den Schülern derzeit oft als verlorenes Jahr empfunden. Darüber hinaus: Bildungs‐und Berufsberatung muss in die Lehrpläne aller Schulen, besonders in der 7. und 8. Schulstufe und am Ende von Allgemeinbildenden und Berufsbildenden Höheren Schulen.

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