Post startet mit neuem Bankpartner Mitte 2020

© Österreichische Post AG/Bruno Klomfar
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Mitte nächsten Jahres, also in der Post–BAWAG–Ära, gibt es bei der heimischen Post wieder Bankdienstleistungen. Wie Georg Pölzl, Chef der Post AG, am 12. Juni ankündigte, plant das Unternehmen seinen Wiedereinstieg in das Bankgeschäft Mitte 2020.

Bekanntlich hat die Post AG vor einigen Monaten einen Anteil von 80 Prozent am Bankhaus Brüll und Kallmus, das zur GRAWE‐ Gruppe gehört, übernommen (siehe Post‐Statement vom 08.04.2019). Zwischen dem Ende der Kooperation mit der BAWAG P.S.K. und dem Angebot von Dienstleistungen des neuen Bankpartners gäbe es, zeitlich gesehen, keinen kausalen Zusammenhang.

Angeboten werden sollen in der ersten Phase Basisbankgeschäfte wie Konten, Überweisungen, Sparbuch und Kredite, in der zweiten Phase könnten Zusatzdienstleistungen wie Versicherungen von der GRAWE, aber auch Produkte anderer Partner folgen. Details dazu konnte oder wollte Post‐Generaldirektor DI Dr. Georg Pölzl im derzeitigen Stadium noch nicht preisgeben.

Festgelegt hat er sich in einem Punkt hingegen schon, nämlich dass das beabsichtige Basisangebot sowohl in den eigenständigen Postfilialen als auch über die Postpartner, mit deren Entwicklung Pölzl sich zufrieden zeigte, vertrieben werden soll.

Derzeit verfügt die Österreichische Post AG über ein flächendeckendes Netz von 1.800 Stellen, davon 1.360 Postpartner. Der Hauptgrund für den Neueinstieg der Post AG in das Bankgeschäft dürfte darin liegen, dass das Paketgeschäft der Post zwar floriert, das bedrohte Briefgeschäft aber immer noch für 75 Prozent des Umsatzes verantwortlich zeichnet. Zum Amtsantritt von Pölzl lag dieser Wert bei 90 Prozent. Durch das flächendeckende Angebot von Bankdienstleistungen soll also ein möglicher, weiterer Rückgang des Briefgeschäfts so weit wie möglich kompensiert werden. Der Wiedereinstieg ins Bankgeschäft erfordert einiges an Investitionen, die zu 20 Prozent vom neuen Bankpartner übernommen werden.

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