Prof. Weibold: „Gespräche auf Augenhöhe führen“

Prof. Dr. Gerhard Weibold, Vorsitzender des Vorstandes der financial education services AG in Wien und Geschäftsführer der financial education services GmbH in München. Er absolvierte das betriebswirtschaftliche Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien. Sein Engagement in der universitären Lehre umfasst mehr als 150 Lehrveranstaltungszyklen.
© fes AG

Prof. Dr. Gerhard Weibold, Vorsitzender des Vorstandes der financial education services AG in Wien und Geschäftsführer der financial education services GmbH in München. Er absolvierte das betriebswirtschaftliche Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien. Sein Engagement in der universitären Lehre umfasst mehr als 150 Lehrveranstaltungszyklen.

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Das Finanzwissen der Österreicher ist nachweislich sehr mangelhaft. Dutzende Untersuchungen bezeugen das. Doch es wird gegengesteuert: Nicht nur von einzelnen Banken, der Notenbank und anderen Institutionen, die sich primär an Jugendliche wenden. Es gibt auch einen universellen Gesamtansatz: Die „financial education services AG“ widmet sich ausschließlich diesem Anliegen. Der Vorstandsvorsitzende der fes AG, Prof. Dr. Gerhard Weibold, betont im Interview mit ForumF: „Mit Finanzbildung kann man nicht früh genug beginnen. Aber die meist reflexartige Zuordnung des Themas an die Zielgruppe Jugendliche greift zu kurz. Es sind doch die erwachsenen Verbraucher, die praktisch täglich Entscheidungen über Anlegen, Finanzieren und Versichern treffen müssen.“

Financial Education sei nicht nur eine Forderung der Europäischen Kommission, sondern rücke auch bei den Bürgern selbst immer mehr in den Fokus des Interesses, betont Weibold. Sowohl Jugendliche als auch Erwachsene wünschen sich ein geordnetes Finanzleben, Transparenz bei Finanzthemen sowie Gespräche auf Augenhöhe mit Banken, Versicherungen und Beratern. Financial Education sei ein Mainstream‐Thema geworden.

Der Finanzexperte fordert aber Vermittlungsneutralität ein: „Eine notwendige Eigenschaft der Finanzbildung ist ihre Unabhängigkeit von den Interessen der Institutionen der Finanzwirtschaft. Bildungsaktivitäten von Banken und Versicherungen geben manchmal zur Vermutung Anlass, dass damit konkrete Verkaufsinteressen von Finanzdienstleistungen verfolgt werden.“ Diese Bedenken mögen sich nicht immer bestätigen, dennoch sei die Optik deutlich besser, wenn eine neutrale und unabhängige Finanzbildung angeboten werden kann.

Weibold ist überzeugt: „Was wirklich interessiert, sind alltagsrelevante Themen. Also von der Kredit‐ bis zur Leasingfinanzierung, vom Sparen bis zu Wertpapieren, von den Sach‐ bis zu den Personenversicherungen. Selbstverständlich müssen auch allgemeine Themen wie Haushalten, Kaufkraft oder Zahlungsverkehr behandelt werden. Gezielte Finanzbildung vermeidet Überfrachtungen und konzentriert sich auf diese wesentlichen Themen.“

Ein zentraler Punkt effizienter Finanzbildung ist die Form des Wissenstransfers. Hier sind interaktive und multimediale Instrumente, die über das Internet zeit‐ und ortsungebunden zur Verfügung stehen, traditionellen Broschüren und Büchern weit überlegen – sei es als selbstständiges „E‑Learning“ oder als trainerbegleitetes Blended Learning. In allen Fällen erweise sich die Dosierung des Wissenstransfers in kleinen Portionen als wesentlicher Erfolgsfaktor, so der fes–Vorstandsvorsitzende auf Basis langjähriger Erfahrung.
Weibold: „Das Bildungsangebot ist bei uns in kompakter und in zertifizierter Form verfügbar. Es ist für selbstständiges ‚E‑Learning´ und für trainerbegleiteten Wissenserwerb einsetzbar. Bei der kompakten Finanzbildung kann eine Trainingsbestätigung angefordert werden. Die Ausbildung sieht als Signal für die intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten die Ausstellung eines „Finanzführerscheins“ vor.

Die Unternehmensgruppe fes AG hat ihren Fokus schon seit vielen Jahren auf das Thema der Finanzbildung gerichtet. Das finanzwirtschaftliche, didaktische und informationstechnische Know‐how stehen im eigenen Hause zur Verfügung. Die Unternehmen sind von Banken und Versicherungen vollkommen unabhängig und haben sich den Ruf einer interessenunabhängigen Instanz erworben.

Personen und Institutionen, denen interessenunabhängige Finanzbildung ein Anliegen ist, sind von „financial education services“ eingeladen, sich an den Initiativen zu beteiligen. Dazu zählen öffentliche und private Bildungseinrichtungen, internationale Kooperationspartner für die landesspezifische Verbreitung sowie Banken und Versicherungen, die ihren Kunden Transparenz bei Finanzthemen bieten möchten. „Besonders wichtig ist aus meiner Sicht das Engagement von Politikern, die der Überzeugung sind, dass über das Thema der Finanzbildung schon viel zu lange nur geredet wurde und dass nun konkreter Handlungsbedarf besteht“, unterstreicht Weibold.

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