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Prognosen für 2021: Vier Trends bei Online‐Zahlungen in Österreich

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Die Paysafe Group stellt die wichtigsten neuen Trends vor, die uns 2021 im Bereich Online-Zahlungen in Österreich erwarten werden.

2020 war in vielerlei Hinsicht ein besonderes Jahr – auch weil die Menschen umdenken mussten, auf welche Weise sie ihr Geld ausgeben und mit Unternehmen interagieren. Auch in den nächsten Monaten werden die Trends im Zahlungsverkehr unter dem Einfluss der Pandemie stehen. Vor diesem Hintergrund stellt die Paysafe Group vier Trends vor, die in den nächsten 12 Monaten eine große Rolle bei der Gestaltung von Online‐Zahlungen spielen werden.

1. Die Zahlungspräferenzen der Konsumenten werden immer vielfältiger

Während der ersten Welle der Pandemie in der DACH‐Region wurde eine Konsequenz sofort offensichtlich: Konsumenten gaben mehr Geld im Internet aus. Dies ließ sich einerseits durch die Social‐Distancing‐Maßnahmen und andererseits durch die Sicherheitsbedenken beim Verlassen des Hauses erklären. Aber es wird auch auf eine andere Art und Weise eingekauft. 37 Prozent der österreichischen Konsumenten gaben an, dass sie seit dem Ausbruch von Covid‐19 mindestens ein neues Online‐Zahlungsmittel verwendet haben. Eines der gängigsten Zahlungsmittel, das immer beliebter wird, ist eCash. Die Konsumenten gaben an, dieses Zahlungsmittel in der Anfangsphase des Lockdowns zum ersten Mal genutzt zu haben. Die befragten Unternehmen gaben an, dass zwei Drittel (67 Prozent) einen Unterschied bemerkt haben, welche Zahlungsmittel bei Transaktionen verwendet wurden. Nachdem 20 Prozent der österreichischen Konsumenten angaben, auch nach dem Wegfall von Covid‐19 deutlich häufiger im Internet einzukaufen, erwarten wir, dass sich diese Entwicklung bei den bevorzugten Online‐Zahlungsmitteln fortsetzen wird.

2. Neukunden im E‑Commerce werden beim Bezahlen weiterhin vorsichtig sein

Einer der Hauptgründe, der diese Verschiebung der Zahlungspräferenzen beeinflusst, ist die Anzahl von neuen Konsumenten, die Online‐Zahlungen nutzen. Insgesamt gaben knapp 10 Prozent der österreichischen Konsumenten an, dass sie seit Beginn der Pandemie zum ersten Mal im Internet eingekauft haben. Viele Unternehmen stimmten zu, dass diese Konsumenten die Dynamik des Online‐Zahlungsverkehrs unverhältnismäßig stark beeinflussen – vor allem deshalb, weil diese eher nicht bereit sind, ihre finanziellen Daten online preiszugeben. Das Gleiche gilt für Konsumenten, die bisher nur bei einer kleinen Anzahl vertrauenswürdiger Marken eingekauft haben. Während der Pandemie kauften diese Konsumenten regelmäßiger bei unbekannten Anbietern ein. Dass sie ihre finanziellen Daten nicht mit diesen Händlern teilen wollen, ist ein Grund, warum viele österreichische (38 Prozent) Unternehmen glauben, dass sich die Zahlungspräferenzen der Konsumenten verändert haben. Alles deutet darauf hin, dass Konsumenten beim Checkout auch in den nächsten 12 Monaten vorsichtig sein werden. 21 Prozent der Österreicher gaben an, dass sie die derzeitige Balance zwischen Komfort und Sicherheit für ungefähr richtig halten. 77 Prozent der Österreicher sprachen sich für eine sicherere Zahlungsabwicklung aus. Bereits 40 Prozent der Konsumenten geben an, dass sie ein Zahlungsmittel wie eCash bevorzugen, bei dem keine finanziellen Details online weitergegeben werden. Die Präferenzen für diese Art von Zahlungsmitteln scheinen in den nächsten 12 Monaten noch zu wachsen.

3. Zahlungen werden zu einem Werkzeug, welches Ausgaben genauer verwaltet

Neben den sozialen und gesundheitlichen Auswirkungen von Covid‐19 stehen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Da immer weniger Geld zur Verfügung steht, wollen viele Konsumenten bewusster darauf achten, wie viel Geld sie ausgeben, wann und wo. Die Unternehmen sind der Meinung, dass die Zahlungsmittel eine Rolle bei der Kontrolle der Ausgaben spielen. Dieser Trend erstreckt sich nicht nur auf die Verwaltung der eigenen Finanzen, sondern auch auf die Kontrolle der Ausgaben innerhalb der Familie. Ein konkretes Beispiel dafür ist, dass Eltern eCash als eine Art Taschengeld verwenden, damit ihre Kinder sicher Geld im Internet ausgeben können. Anstatt zu riskieren, dass das Kind versehentlich durch Weitergabe persönlicher finanzieller Daten riesige Kreditkartenrechnungen verursachen, können Eltern Bargeld auf eine Prepaid‐Karte laden. Eine andere Möglichkeit ist, dem Kind Bargeld zu geben, das es selbst auf eine Prepaid‐Karte laden kann, um es dann digital für Spiele oder andere Produkte oder Dienstleistungen auszugeben. Wir erwarten, dass dies im Jahr 2021 noch häufiger der Fall sein wird, da digitale Unterhaltung und In‐App‐Käufe noch mehr zum Mainstream werden.

4. Aufstieg des alternativen Bankings setzt sich fort

Ein Anstieg des digitalen Bankings ist aus ähnlichen Gründen eine weitere zu erwartende Konsequenz. Zu den Vorteilen eines reinen Digitalkontos gehört die klarere Auflistung der Ausgaben – und da sich die Konsumenten verstärkt darauf konzentrieren, ihre Ausgaben sorgsamer zu kontrollieren, wird dies an Bedeutung gewinnen. Ein potenzielles Hindernis für eine höhere Akzeptanz digitaler Banken ist traditionell, dass diese nicht alle Leistungen erbringen, die eine traditionelle Bank bietet. Das gilt auch für Konsumenten, die ihre Finanzen teilweise oder ganz mit Bargeld verwalten. Bargeld bleibt für deutsche und österreichische Konsumenten auch dann noch relevant, wenn Banking und andere Finanzdienstleistungen ins Internet verlagert werden. Daher erwarten wir neben dem Zunehmen digitaler Bankkonten auch eine steigende Nutzung von Zahlungsmitteln, die digitale Kontoinhaber mit der Welt des physischen Bargelds verbinden. eCash‐Zahlungsmittel scheinen eine natürliche Brücke zwischen diesen beiden Welten zu bilden.

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