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PwC-Studie: Unternehmen ohne ESG-Fokus riskieren Verlust von InvestorInnen

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Peter Pessenlehner, Leiter des Bereichs Wirtschaftsprüfung bei PwC Österreich

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Laut des "PwC Global Investor ESG Survey 2021" gilt ESG-Engagement als wichtiger Faktor für InvestorInnen: 49 Prozent würden sich von Unternehmen mit unzureichenden ESG-Maßnahmen distanzieren. Klimaschutzmaßnahmen gelten derzeit als wichtigstes ESG-Kriterium.

Die ESG-Aktivitäten eines Unternehmens stehen bei Investment-Strategien immer stärker im Vordergrund, wie eine neue Studie von PwC zeigt: ESG-Faktoren entwickeln sich weltweit zum entscheidenden Investitionskriterium. Beinahe die Hälfte der befragten InvestorInnen ist bereit, sich von einem Unternehmen zu distanzieren, das keine ausreichenden ESG-Maßnahmen ergreift. Mehr als die Hälfte (59 Prozent) der Befragten würde im Falle von fehlendem Engagement bei ESG-Themen eher gegen Managerboni stimmen. Gleichzeitig gibt ein Drittel an, dies schon getan zu haben. Der Großteil (79 Prozent) nennt die Art und Weise, wie ein Unternehmen mit ESG-bezogenen Risiken und Chancen umgeht, als wichtigen Faktor bei Investitionsentscheidungen. 

Nachhaltigkeit als wichtiges Kriterium – aber ohne Ertragsverluste

Trotz des immer stärker werdenden Fokus auf Nachhaltigkeit, gab die überwiegende Mehrheit (81 Prozent) an, dass sie im Zusammenhang mit der Verfolgung von ESG-Zielen höchstens eine Reduzierung der Anlagenrendite um 1 Prozent in Kauf nehmen würde. Beinahe die Hälfte (49 Prozent) würde überhaupt keine geringeren Erträge akzeptieren.

„Unsere Studie verdeutlicht, dass InvestorInnen den Fokus gleichzeitig auf kurzfristige Ergebnisse und längerfristige gesellschaftliche Themen legen, die sowohl Risiken als auch Möglichkeiten für ihre Investitionen darstellen können“, so Peter Pessenlehner, Leiter des Bereichs Wirtschaftsprüfung bei PwC Österreich. „ESG wird mittlerweile von den InvestorInnen als wesentlicher Teil der Unternehmensstrategie vorausgesetzt. Merken diese, dass hier kein Engagement vorhanden ist, werden sie aktiv. Das kann auch bedeuten, dass sie sich von einem Unternehmen distanzieren und anderswo anlegen.“

Zuverlässigere ESG-Berichterstattung gewünscht

83 Prozent der Befragten begrüßen eine detaillierte Berichterstattung über den aktuellen Stand und das Engagement von Unternehmen im Zusammenhang mit ESG. Lediglich ein Drittel der befragten Personen erachtet die Qualität der eingesehenen ESG-Berichterstattung als gut. 79 Prozent geben an, dass sie mehr Vertrauen in einen Nachhaltigkeitsbericht haben, der von einem unabhängigen Abschlussprüfer bestätigt wurde. Für 75 Prozent sei es außerdem wichtig, dass ESG-bezogene Kennzahlen unabhängig geprüft werden.

Einheitliche Kennzahlen, um ESG-Leistung messbar zu machen, wäre außerdem von großem Vorteil für InvestorInnen. Beinahe drei Viertel (74 Prozent) gaben an, sie könnten fundiertere Entscheidungen treffen, wenn Unternehmen einheitliche Standards in der ESG-Berichterstattung anwenden würden. Für eine ähnlich große Anzahl (73 Prozent) sei es wichtig, die ESG-Leistung verschiedener Unternehmen vergleichen zu können.

Klima-Themen im Fokus: Führungsebene gefragt

Aktivitäten zum Klimaschutz stellen laut Umfrage das wichtigste Kriterium aus dem ESG-Spektrum dar, wobei die Reduktion von Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen das meistgenannte Thema ist (65 Prozent), auf das sich Unternehmen konzentrieren müssen. InvestorInnen bestätigten auch, dass ESG in die Unternehmensstrategie eingebettet werden sollte, und Führungskräfte, insbesondere CEOs, selbst dafür Verantwortung übernehmen sollten.

„ESG darf keine Nebensächlichkeit sein, sondern muss zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie sein. Zum Aufzeigen von ESG-Engagement und ‑Leistung wird außerdem ein ganzheitlicher Ansatz in der Berichterstattung benötigt. Letztendlich zeigt unsere Studie, dass Unternehmen ihrer ESG-Leistung den gleichen Stellenwert einräumen müssen wie all ihren Unternehmens- und Finanzkennzahlen. So können sie die Anforderungen der InvestorInnen erfüllen und diese langfristig überzeugen”, erklärt Hans Hartmann, Partner für den Bereich ESG-Reporting bei PwC Österreich.

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