Raiffeisen Steiermark: Stabile operative Ergebnisse 2020

© Raiffeisen-Landesbank Steiermark/Peter Riedler

Vorstandsdirektor Florian Stryeck, Generaldirektor Martin Schaller, Vorstandsdirektorin Ariane Pfleger, Vorstandsdirektor Rainer Stelzer

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Raiffeisen als beste Bank 2020 ausgezeichnet. Corona-Hilfe: 2,3 Milliarden Euro an Krediten gestützt. Nachhaltigkeit im neuen Vorstandsressort Transformation verankert. Und: die Marktführerschaft im Digital Banking wurde ausgebaut.

Das operative Geschäft der Raiffeisen‐Bankengruppe (RBG) Steiermark sowie der Raiffeisen‐Landesbank Steiermark entwickelte sich 2020 trotz des Konjunktureinbruchs positiv. Erstmals präsentierte das im Herbst 2020 neu formierte Vorstandsteam mit Generaldirektor Martin Schaller und den Vorstandsdirektoren Rainer Stelzer, Florian Stryeck und Ariane Pfleger die Jahresergebnisse. Schaller: „Im Zentrum stand die intensive Kundenbetreuung. Gleichzeitig haben wir frühzeitig einen umfassenden Transformations‐Prozess gestartet, um die Digitalisierung und unser nachhaltiges Geschäftsmodell voranzutreiben. Wir wollen damit bereits heute die Basis für die Erfolge der Zukunft schaffen.“

Trotz Konjunktureinbruchs: Nur 1,9 Prozent der Kredite stark betroffen

Die RBG Steiermark hat im Vorjahr rund 800 Millionen Euro an Corona‐Liquiditätshilfen zur Verfügung gestellt und damit Kundenkredite in Höhe von 2,3 Milliarden Euro gestützt. Dies erfolgte etwa durch Überbrückungsfinanzierungen, Vorfinanzierungen für AMS‐Kurzarbeit und Kreditstundungen. Aufgrund der hohen Kreditqualität und der intensiven Begleitung der Kunden sind erfreulicherweise über 60 Prozent der Kredite gar nicht und nur 1,9 Prozent stark negativ betroffen. Marktvorstand Rainer Stelzer und Risikovorstand Florian Stryeck betonen unisono die gemeinschaftliche Leistung: „Corona hat praktisch alle Wirtschaftsbereiche erfasst, die heimischen Betriebe haben sich jedoch rasch auf die neuen Rahmenbedingungen eingestellt und ihre Geschäftsmodelle weiterentwickelt. Auch wir haben bereits im April 2020 gezielt tausende Kundengespräche gestartet und begleitend ein professionelles Monitoring aufgesetzt. Damit haben wir ein umfassendes Bild über die wirtschaftliche Situation unserer Kunden erhalten. Dies macht sich nun sowohl für unsere Kunden als auch für Raiffeisen bezahlt.“

Raiffeisen‐Bankengruppe Steiermark mit 171 Millionen Euro EGT

Die RBG Steiermark konnte die aggregierte Bilanzsumme nach UGB auf 34,3 Milliarden Euro (+ 14,6 Prozent) ausweiten. Maßgeblich dafür waren das auf 17,6 Milliarden Euro (+ 8,1 Prozent) angewachsene Volumen an Kundeneinlagen sowie das auf 17 Milliarden Euro (+ 5,2 Prozent) gesteigerte Kreditvolumen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) beläuft sich auf 171 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung der Corona‐bedingten externen Effekte (rund – 80 Millionen Euro) schließt das Ergebnis an das hohe Vorjahresniveau (rund 250 Millionen Euro) an. Die Eigenmittelquote legte merklich um 0,47 Prozent‐Punkte auf 25,16 Prozent zu.

RLB: Höherer Zinsüberschuss, hohe Kreditqualität, belastende externe Effekte

Nach den internationalen Bilanzierungsstandards IFRS baute die RLB Steiermark die Bilanzsumme auf 17,7 Milliarden Euro (+ 15,6 Prozent) aus und konnte auch im operativen Geschäft zulegen. So stieg der Zinsüberschuss auch aufgrund der hohen Kreditqualität auf 114,3 Millionen Euro (+13 Prozent). Das Konzernergebnis vor Steuern iHv 37,7 Millionen Euro reiht sich unter Berücksichtigung der belastenden externen Faktoren (rund 90 Millionen Euro, davon 50 Millionen Euro RBI sowie 40 Millionen Euro pauschale Risikovorsorgen, um den allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheiten Rechnung zu tragen) an das Vorjahresergebnis (116,9 Millionen Euro). Die Eigenmittelquote im Konzern liegt mit 19,3 Prozent (- 0,3 %-Punkte) weiterhin auf sehr hohem Niveau, für die RLB als Einzelinstitut beträgt diese 21,4 Prozent (+ 0,6 Prozent‐Punkte). Sie konnte somit verbessert werden und ist nahezu doppelt so hoch wie gesetzlich gefordert. 

Schaller dazu: „2020 hat den Stellenwert der Regionalbanken erneut ins Bewusstsein gerufen, weil sie in Krisenzeiten diverse Marktbewegungen ausgleichen. Gerade als führende Bankengruppe hat Raiffeisen stabilisierend für den Wirtschafts‐Standort gewirkt.“

Internetbanking legte weiter zu – Raiffeisen zur besten Bank gewählt

Die RBG Steiermark besteht mit Stichtag 31. Dezember 2020 aus 48 eigenständigen regionalen Raiffeisenbanken und der Raiffeisen‐Landesbank Steiermark. Zusammen betreiben sie 232 Bankstellen, das ist fast jede zweite Bankstelle im Bundesland. Mit rund 756.000 Privatkunden‐ und 65.300 Firmenkunden‐Beziehungen sowie 325.000 Internetbanking‐Kunden (+ 5,7 Prozent) konnte Raiffeisen die klare Marktführerschaft in der Steiermark festigen. 

Vorstandsdirektor Stelzer: „Wir sind stolz auf eine hohe Auszeichnung. Im jährlichen ‚Customer Experience Report´ der KPMG haben Kunden Raiffeisen zur Bank mit dem besten Kundenerlebnis im Krisenjahr gekürt. Maßgeblich dafür waren die Beratungsqualität, rasche Lösungen sowie die hohe Empathie der Berater.“

Transformation in eine nachhaltige Post‐Corona‐Welt

Raiffeisen hat sich die Transformation auf die Fahnen geheftet und einen eigenen Vorstandsbereich dafür geschaffen. „Wir wollen damit dem raschen Wandel im Bankengeschäft Rechnung tragen und die gesamthafte Entwicklung vorantreiben. Konkrete Themen sind Digitalisierung, Automatisierung, Nachhaltigkeit sowie ‚New Work´ und Diversität“, so Ariane Pfleger, die diesen Bereich leitet: Raiffeisen betrachte in diesem Kontext Nachhaltigkeit als Zusammenspiel von Umwelt, Mensch und Wirtschaft. Im ebenso veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht weist die RLB vielfältige Kennzahlen aus. So konnte bei nachhaltigen Finanzierungen ein Zuwachs um 24 Prozent auf 560 Millionen Euro verbucht werden. In puncto Kundenzufriedenheit wurde die RLB von Kunden mit der Durchschnittsnote 1,05 bewertet. Im sozialen Bereich hat die RLB Steiermark 200 regionale Vereine und Organisationen mit 740.000 Euro unterstützt.

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