RBI: Halbjahresergebnis leidet wegen Risikovorsorge und Wertminderung

Die Zentrale der RBI in Wien.
© RBI
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Die Raiffeiesen Bank International (RBI) erwirtschafte im ersten Halbjahr 2020 ein Konzernergebnis in Höhe von 368 Millionen Euro. Eine erhöhte Risikovorsorge und Wertminderungen haben das Halbjahresergebnis im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich belastet.

Das Konzernergebnis der RBI im ersten Halbjahr 2020 sank im Periodenvergleich um 203 Millionen Euro auf 368 Millionen Euro. Erhöhte Risikovorsorge sowie Wertminderungen haben die Bilanz belastet. Unter Berücksichtigung des Halbjahresergebnisses ergab sich (jeweils fully loaded) eine harte Kernkapitalquote von 13,2 Prozent, eine Kernkapitalquote von 14,6 Prozent und eine Eigenmittelquote von 17,5 Prozent.

Die Verwaltungsaufwendungen sanken im Jahresvergleich um € 23 Millionen auf € 1.474 Millionen. Die Cost/Income Ratio sank um 5,0 Prozentpunkte auf 54,8 Prozent. Gestiegen ist der Zinsüberschuss um 2,5 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, der Provisionsüberschuss blieb mit 840 Millionen Euro unverändert.

„Nach einer erfreulichen Ertragsentwicklung im ersten Quartal hatten wir im zweiten Quartal aufgrund des Lockdown einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen. Mittlerweile beobachten wir in vielen Bereichen eine Erholung der wirtschaftlichen Aktivitäten“, so Vorstandsvorsitzender Johann Strobl.

Die Corona‐Krise schlägt sich zu Buche

Die durch die Pandemie ausgelöste Wirtschaftskrise macht sich bei RBI vor allem bei den finanziellen Vermögenswerten bemerkbar. Im Vorjahreszeitraum lag die Wertminderung noch bei 12 Millionen Euro, aktuell sind es 312 Millionen Euro. Wegen der Krise buchte die Bank im ersten Halbjahr zusätzliche Kreditrisikovorsorgekosten im Ausmaß von rund 158 Millionen Euro.

Trotz Krise „befindet sich die RBI in einer soliden Verfassung”, so Strobl. Die Bank lässt ihren Ausblick unverändert und erwartet in diesem Jahr ein geringes Kreditwachstum und einen Konzern‐Return‐on‐Quitiy im mittleren einstelligen Bereich. Ein einer Dividendenausschüttung in Höhe von 20 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses soll ebenfalls festgehalten werden.

Monetäre Werte in Millionen Euro1. HJ 20201. HJ 2019
Zinsüberschuss1.7061.664
Provisionsüberschuss840839
Verwaltungsaufwendungen-1.474-1.497
Betriebsergebnis1.2161.009
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte-312-12
Ergebnis vor Steuern566834
Ergebnis nach Steuern420643
Konzernergebnis368571

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