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Recruiting 2023: Spielerische Annäherung

Maximilian Mondel
Maximilian Mondel
Die Art und Weise, wie Arbeitsuchende und Arbeitgeber zusammenkommen, ändert sich gerade fundamental – auch im Finanzdienstleistungsbereich. Alles wird interaktiver, digitaler, spielerischer, sympathischer und geschieht immer mehr auf Augenhöhe.

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Die Wiener Städtische Versicherung ist nicht das erste große Unternehmen in diesem Land, das in Sachen Mitarbeitersuche neue Wege abseits althergebrachter Strategien beschreitet. Aber unter den Finanzdienstleistern zählt die Wiener Städtische sicher zu den First Movern. Zu Beginn des Jahres präsentierte die Wiener Städtische ihren neuen Zugang in der Rekrutierung zukünftiger Mitarbeiter: Interaktiver wird es, und spielerischer. Der/die Jobsuchende kann vieles ausprobieren und testen, bevor er sich auf eine Karriere bei der Wiener Städtischen einlässt. Gamification ist das Motto. Potentieller Mitarbeiter und potentielle Mitarbeiterin auf der einen und der Arbeitgeber auf der anderen Seite sollen sich spielerisch annähern. 

Wiener-Städtische-Jobworld nennt sich das Bewerbungsportal deshalb auch, und nachdem man sich erst einmal basisinformiert hat, kann man sich im sogenannten Jobgame gleich mal selbst als Versicherungsberater versuchen. Wie in einem richtigen PC-Spiel hantelt man sich von Level zu Level und taucht immer tiefer in die Versicherungswelt ein. Und wenn dem Bewerber/der Bewerberin die Welt gefällt, dann bewirbt man sich im Idealfall auch gleich. 2023 kauft man als potentieller Arbeitnehmer nämlich nicht mehr die Katze im Sack, sondern ist bereits vorab top informiert, was da im Job auf einen zukommt. Preboarding nennt sich das dann und findet – nomen est omen – vor dem Onboarding statt. Klar, auch das eine oder andere Buzzword ist notwendig, um Einstellung und Einschulung eines neuen Mitarbeiters/einer neuen Mitarbeiterin ein wenig moderner darzustellen. Aber alles in allem verändert sich im Recruiting gerade eine ganze Menge. Alles wird interaktiver, digitaler, spielerischer und sympathischer. Die altbekannte Bewerbungssitutation, wo sich der ängstliche Bittsteller und der gestrenge HR-Chef gegenübersitzen, hat ausgedient. Man begegnet sich ab sofort auf Augenhöhe.

Bei allen Unternehmen ist neue Denke natürlich noch nicht angekommen. Im Gegenteil. Da und dort hat es wohl auch damit zu tun, dass die HR-Verantwortlichen damals auf der Uni eine andere Art von Personalwirtschaft präsentiert bekamen. Andere Unternehmen schrecken vor spielerischen Zugängen wie jenem der Wiener Städtischen oder auch vor Live Recruiting und Social Recruiting zurück, weil sie damit noch keine Erfahrungen gemacht haben und weil es vor allem noch keinen Bewerberengpass gibt. Aber: Der Leidensdruck wird größer und der Kampf um die besten Köpfe wird härter werden, allein schon aus demographischen Gründen und dafür sollten Unternehmen gerüstet sein. Neue Recruiting-Konzepte sind da ein Ansatz, Employer Branding, das diesen Namen auch verdient, ein anderer. Denn es genügt natürlich nicht, vorab eine bunte Jobwelt zu suggerieren, wenn hinten nach ein grauer Arbeitsalltag wartet.

Übrigens: Bei der Fachkonferenz JETZT Recruiting am 1. und 2. März 2023 in Wien vermitteln Digital-Recruiting- und Employer-Branding-ExpertInnen von Personaldienstleistern, HR-Abteilungen, Karriereplattformen und Agenturen, wie man im digitalen Zeitalter die besten Köpfe für sein Unternehmen begeistert.

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