Santander Consumer Bank erzielte 2021 Rekord im Kreditneugeschäft

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Olaf Peter Poenisch, CEO Santander Consumer Bank Österreich

Die Kreditneuvergabe überschritt erstmals die Zwei-Milliarden-Marke und lag 2021 bei circa 2,1 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss stieg um mehr als ein Viertel auf 45,3 Millionen Euro.

Die auf KonsumentInnenkredite spezialisierte Santander Consumer Bank mit Sitz in Wien hat 2021 ihren Gewinn deutlich erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Jahresüberschuss um 27 Prozent auf 45,3 Millionen Euro (Vorjahr: 35,8 Millionen Euro). Grund sind ein deutliches Wachstum im Kreditneugeschäft, geringere Risikokosten und ein bewährtes, striktes Kostenmanagement. Die Bilanzsumme hat mit einem Plus von sechs Prozent erstmals die Drei-Milliarden-Marke überschritten und lag bei 3,011 Milliarden Euro (im Vorjahr: 2,847 Milliarden Euro).

„Für uns war es ein unglaubliches Jahr. Trotz Corona und den damit verbunden persönlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen, haben wir nach 2019 das zweitbeste Jahresergebnis in unserer Geschichte eingefahren. Im Kreditneugeschäft haben wir sogar ein ‚All-time-high‘ hingelegt“, freut sich CEO Olaf Peter Poenisch.

Rekordjahr im Kreditneugeschäft

Trotz Corona-Pandemie und Lockdowns war die Nachfrage nach Konsumentenkrediten beinahe wieder auf Vorkrisenniveau. Das Kreditneugeschäft legte insgesamt um 19 Prozent auf 2,099 Milliarden Euro (im Vorjahr: 1,769 Milliarden Euro) kräftig zu. Das Wachstum erfolgte dabei in allen Produktsegmenten: Im Barkreditbereich um 18 Prozent auf 432 Millionen Euro (VJ: 367 Millionen Euro), bei den Teilzahlungen um 30 Prozent auf 114 Millionen Euro (im Vorjahr: 88 Millionen Euro) und bei den Kfz-Finanzierungen um 18 Prozent auf 1,553 Milliarden Euro (im Vorjahr: 1,314 Milliarden Euro). Der Kreditbestandsvolumen stieg um sieben Prozent auf 2,708 Milliarden Euro (im Vorjahr: 2,526 Milliarden Euro).

„Der neue Rekord ist im Wesentlichen auf das starke Wachstum in allen Kreditsegmenten zurückzuführen. Im Autofinanzierungsgeschäft haben wir im Vorjahr sogar das besonders starke Ergebnis aus dem Jahr 2019 übertroffen. Die Chip- und Halbleiterkrise haben wir nicht im erwarteten Ausmaß gespürt. Unsere neue strategische Partnerschaft mit Ford, die wir im August 2020 abgeschlossen haben, hat sich zudem äußerst positiv entwickelt“, sagt Poenisch.

Niedrigere Risikokosten

Die Risikokosten sind gegenüber dem Vorjahr stark gesunken, nämlich um über ein Viertel (28 Prozent) auf 31,3 Millionen Euro (im Vorjahr: 43,7 Millionen Euro). „2020 haben wir sehr konservativ geplant und deutlich mehr Geld für Corona-bedingte Kreditausfälle zurückgelegt. 2021 hat sich die Situation dann wieder etwas normalisiert“, sagt Poenisch. Die Sach- und Personalkosten sind um drei Prozent auf 57,9 Millionen Euro (im Vorjahr: 56,1 Millionen Euro) leicht angestiegen. Der Personalstand blieb stabil bei 470 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit einer Kosten-Ertrags-Quote von 40,1 Prozent (im Vorjahr: 38,8 Prozent) zählt die Bank nach wie vor zu den effizientesten Bankinstituten in Österreich.

Spareinlagen gestiegen

Die Kundeneinlagen für Tages- und Festgeld sind um elf Prozent auf 1,783 Milliarden Euro angewachsen (im Vorjahr: 1,603 Milliarden Euro). Auch die Eigenkapitalquote mit 17,2 Prozent (im Vorjahr: 17,8 Prozent) liegt deutlich über den vom Regulator geforderten 10,5 Prozent.

Der Finanzdienstleister betreibt österreichweit 29 Filialen und kooperiert mit über 2.800 Partnern im Kfz- und Einzelhandel. Über die Kooperationspartner werden Finanzierungen etwa für Autos, Motorräder, die Wohnungseinrichtung oder Elektrogeräte direkt im Geschäft oder im Webshop angeboten.

Green Finance mit Potential

Die Santander-Gruppe hat sich im Rahmen von mehreren internationalen Initiativen – wie den UN-Nachhaltigkeitszielen, dem Pariser Klimaabkommen oder den UN-Prinzipien für Responsible Banking – dazu verpflichtet, den Übergang in eine grüne Wirtschaft zu unterstützen.

„Auch bei Santander in Österreich setzen wir uns intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander und wie wir als Unternehmen zur Bekämpfung der Klimakrise beitragen können. Das Thema ‚Green Finance‘ wird uns auch im Konsumentenkreditgeschäft in den nächsten Jahren stärker beschäftigen, hier gibt es noch viel Potential“, sagt Poenisch. Mit Null-Prozent-Aktionen, etwa für E‑Bikes, Wärmepumpen oder Photovoltaikanlagen, unterstützt der Finanzdienstleister gezielt die Finanzierung von grünen Produkten im Handel. Das Unternehmen investierte im vergangenen Jahr zudem 10.000 Euro in internationale CO2-Kompensationsprojekte. Intern initiierte die Bank ein „Less Waste“-Projekt, um Maßnahmen zur Reduktion von Müll- und Einwegplastik zu entwickeln. Die Elektrizität in allen Büros stammt bereits heute zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energiequellen.

Erstes Quartal 2022 gut angelaufen

„Die Kreditvergabe ist im ersten Quartal 2022 gut angelaufen. Wir liegen mit unserem Ergebnis im Plan. Für das Gesamtjahr 2022 peilen wir ein Wachstum im Kreditneugeschäft von rund zehn Prozent an. Es gibt natürlich eine Reihe an Herausforderungen, die noch nicht im vollen Umfang abschätzbar sind, etwa die Entwicklung der Corona-Pandemie ab Herbst oder die wirtschaftlichen Auswirkungen der Ukraine-Krise. Lieferengpässe im Handel sowie die Chip- und Halbleiterkrise können sich dadurch weiter verschärfen. Auch die gute Konsumlaune der letzten Monate kann durch einen weiteren Anstieg der Inflation gedämpft werden. Wir bleiben aber positiv, Österreich hat eine starke Wirtschaft“, sagt Poenisch.

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