Spar‐ und Kreditprognose: Wertpapier im Kommen

Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank
© Erste Bank / Daniel Hinterramskogler

Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank

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Rund 80 Prozent der Österreicher wollen in den kommenden 12 Monaten Geld sparen oder anlegen. Das geht aus der aktuellen INTEGRAL-Umfrage im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen hervor. Im Durchschnitt werden Veranlagungen im Ausmaß von etwa 4.800 Euro geplant. Das Wertpapier nimmt langsam Fahrt auf.

Die beliebteste Anlageformen bleiben allerdings das Sparbuch mit 59 Prozent (+2 Punkte zur Vergleichsbefragung im 2. Quartal 2017), der Bausparvertrag mit 49 Prozent (+2) sowie der Abschluss einer Lebensversicherung mit 34 Prozent (+2). Wertpapiere schneiden insgesamt mit 29 Prozent ab, das sind 5 Prozentpunkte mehr als im 2. Quartal des Vorjahres. „Angesichts der anhaltenden Nullzinsen ist das eine gute Entwicklung. Ohne Wertpapiere im Portfolio lässt sich heute kein Ertrag erwirtschaften“, so Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank Oesterreich. Wachsender Beliebtheit erfreut sich auch die Pensionsvorsorge mit 34 Prozent (+3), Immobilienkäufe sind für 18 Prozent (-1) ein Thema. Rund 17 Prozent der Österreicher planen in den kommenden 12 Monaten überhaupt keine Geldanlage.

38 Prozent der österreichischen Bevölkerung planen im nächsten Jahr eine größere Anschaffung (zum Beispiel ein neues Auto oder eine Renovierung). Das sind 4 Prozentpunkte mehr als im 2. Quartal 2017. Zum überwiegenden Teil (82 Prozent) werden diese Anschaffungen durch eigene Ersparnisse finanziert. 18 Prozent (+3) wollen größere Ausgaben mittels Bankkredit beziehungsweise durch ein Bausparlehen zu finanzieren Bei der Finanzierung über einen Bankkredit ist die durchschnittliche Kreditsumme geringer als im Vorjahr und beträgt aktuell 64.800 Euro (-15 Prozent zum 2. Quartal 2017). Fixzinskredite sind nach wie vor hoch im Kurs da man so über einen Großteil der Laufzeit seine genaue Kreditrate kennt. In der Erste Bank werden rund 8 von 10 Wohnbaukrediten mit Fixzins abgeschlossen.

Einem Viertel ist EZB ‑Zinspolitik egal

Die Zinsen sind seit vielen Jahren niedrig. Am Sparbuch bekommt man aufgrund der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank eigentlich fast keine Zinsen. Gut jeder zweite Österreicher hält die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank für schlecht. 19 Prozent finden die Situation mit den Zinsen gut, weil sie meinen, dass es die Wirtschaft ankurbelt. Mehr als ein Viertel gab sogar an, dass ihnen das Zinsthema egal ist. Nur 16 Prozent macht die Zinspolitik der EZB Sorgen. Die EZB hat die Normalisierung ihrer Geldpolitik eingeläutet und beabsichtigt, mit Jahresende 2018 die Nettoankäufe von Anleihen zu beenden. Erst einige Zeit danach wird sie erstmals die Zinsen anheben. „Alles deutet darauf hin, dass die Zinsen daher noch mindestens über den Sommer 2019 auf den aktuell niedrigen Niveaus bleiben werden“, so Schaufler.

Download der 10‐seitigen Präsentation „Erste Bank Spar‐ und Kreditprognose 2. Quartal 2018”.

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