Elisabeth Stadler: VIG steigert Prämie und Gewinn

VIG Generaldirektorin Prof. Elisabeth Stadler
© Ian Ehm

VIG Generaldirektorin Prof. Elisabeth Stadler

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Die Vienna Insurance Group meldet für 2018 ein Topergebnis beim Prämienaufkommen und beim Gewinn (vorläufige Zahlen). Das Prämienvolumen des Konzerns insgesamt konnten auf mehr als 9 Milliarden Euro gesteigert werden. Der Dividendenvorschlag 2018 und die Gewinnprognose für 2020 werden erneut erhöht.

Das Geschäftsjahr 2018 ist für die Vienna Insurance Group (VIG) nach den vorläufigen Zahlen erfolgreich verlaufen. Prof. Elisabeth Stadler, Generaldirektorin der VIG: „Mit den vorläufigen Ergebnissen für 2018 liegen wir bei allen wichtigen Kennzahlen deutlich über unseren Prognosen. Ich sehe damit den Anspruch, uns als stabilen und verlässlichen Partner zu positionieren, erneut konsequent bestätigt. Das gilt auch für unsere Fokussierung auf die Region Zentral‐ und Osteuropa, wo wir heute die führende Versicherungsgruppe sind. Wir sehen in den größten Teilen der CEE‐Region stabiles Wachstum und sinkende Arbeitslosigkeit. Die Märkte, in denen wir tätig sind, wachsen im Schnitt doppelt so stark wie die Staaten der Eurozone. Wir wollen in diese Region weiter investieren und haben mit einer mehr als soliden Solvenzquote von 239 Prozent dafür die nötige finanzielle Basis.“

Der Vorstand werde auf Grund der sehr positiven Geschäftsentwicklung den Gremien für das Geschäftsjahr 2018 erneut eine deutliche Erhöhung der Dividende von 90 Cent auf 1 Euro pro Aktie vorschlagen. Das bedeute im aktuellen Zinsumfeld eine attraktive Dividendenrendite von 4,9 %.

Die verrechneten Konzernprämien 2018 betrugen 9.657,3 Millionen Euro. Das entspricht einer Prämiensteigerung von +2,9 % zum Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ohne Einmalerläge, die weiter rückgängig waren, beträgt das Prämienplus +5,2 %. Mit Ausnahme der Einmalerläge in der Lebensversicherung konnte wieder in allen Sparten ein klares Wachstum verzeichnet werden.

Zu den Segmenten, die bei den Prämien 2018 besonders erfolgreich waren, zählen die Tschechische Republik mit Mehrprämien von rund 81 Millionen Euro und einer fünfprozentigen Prämiensteigerung sowie das Baltikum mit rund 48 Millionen Euro und rund 15 % Prämienplus. Beachtliche Prämienzuwächse verzeichneten auch die Segmente Bulgarien (+14 %) und Ungarn (+6,8 %). 56 Prozent der Prämien wurden von den Konzerngesellschaften in CEE erwirtschaftet.

Stärkung des Sachversicherungsgeschäfts

63 Prozent des Prämienportfolios entfallen auf den Nichtlebensversicherungsbereich (inklusive Krankenversicherung) und 37 Prozent auf die Lebensversicherung. Somit dominiert klar das Nichtlebensgeschäft, das gilt insbesondere für die CEE‐Region. „Wir wachsen im Nichtlebensgeschäft in vielen unserer Länder, wie beispielsweise in Polen, dem Baltikum und Ungarn über dem Markt. In der CEE‐Region wollen wir die Anteile an sonstigen Sachversicherungen und der Kfz‐Kasko weiter steigern. Beim Kfz‐Haftpflichtversicherungsgeschäft stellen wir profitables Wachstum voran“, erklärt Prof. Elisabeth Stadler. Großes Potential sieht die VIG auch in der Krankenversicherung, die mit einem Anteil von rund sechs Prozent am Gesamtprämienvolumen noch klein ist, aber eine sehr vielversprechende Entwicklung zeigt. In der Lebensversicherung wird ein moderates Wachstum in der laufenden Prämie angestrebt. „Der Vorsorgegedanke in den südosteuropäischen Ländern entwickelt sich schrittweise, wenngleich in den meisten unserer Märkte nach wie vor die materielle Absicherung der Werte Priorität hat“, so Prof. Stadler.

Der Gewinn (vor Steuern) konnte mit 485,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr um rund 10 % gesteigert werden. Der Gewinnanstieg ist vor allem auf die verbesserte Combined Ratio und die gute Entwicklung des Finanzergebnisses zurückzuführen.

Die Combined Ratio (Schaden‐Kosten‐Quote) konnte 2018 um 0,7 Prozentpunkte gesenkt werden und lag bei ausgezeichneten 96,0 Prozent. Begünstigt wurde die Reduktion durch die konsequente Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen der „Agenda 2020“ sowie das Ausbleiben größerer Naturkatastrophen. Sehr positiv zur Entwicklung haben vor allem die Segmente Österreich, Tschechische Republik und Polen beigetragen. In Österreich konnte die Combined Ratio auf hervorragende 94,2 Prozent (2017: 95,5 Prozent) verbessert werden.

Die gesamten Kapitalanlagen (einschließlich der liquiden Mittel) des Konzerns betrugen zum 31. Dezember 2018 37,6 Milliarden Euro und lagen damit knapp über dem Vorjahresniveau von 37,4 Milliarden Euro.

Die Angaben zum Geschäftsjahr 2018 basieren auf vorläufigen Daten. Die endgültigen Angaben zum Geschäftsjahr 2018 werden mit dem Konzerngeschäftsbericht am 17. April 2019 auf der Webseite www.vig.com veröffentlicht – Download der 31seitigen Präsentation „Schützen, was übermorgen zählt. Vorläufige Zahlen 2018 und Strategie‐Update” der Vienna Insurance Group hier.

Auf Grund der stringenten Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen des Managementprogramms „Agenda 2020“ und der weiterhin positiven wirtschaftlichen Entwicklung der CEE‐Region erwartet die VIG folgende Geschäftsentwicklung bis 2020: Für 2019 wird ein Prämienvolumen von 9,9 Milliarden Euro und ein Gewinn (vor Steuern) von 500 bis 520 Millionen Euro erwartet. Für 2020 wird ein Prämienvolumen von 10,2 Milliarden Euro prognostiziert. Der Gewinn (vor Steuern) soll 2020 bei 530 bis 550 Millionen Euro liegen. Die VIG hebt damit ihre ursprünglich kommunizierte Gewinnprognose für 2020 von mehr als 500 Millionen Euro um bis zu 50 Millionen Euro an. Die Combined Ratio soll bis 2020 nachhaltig auf rund 95 Prozent verbessert werden.

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