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© Christian Husar/Helvetia Österreich

Stefan Dier, neuer Abteilungsleiter Aktuariat & Rückversicherung bei Helvetia Österreich

Stefan Dier, Helvetia: „Großer Meilenstein für 2023 ist die Inbetriebnahme eines neuen Datawarehouse-Systems.”

Stefan Dier, Helvetia Aktuariat & Rückversicherung im Ressort Schaden-Unfall, spricht im Interview mit ForumF über seine neue Position, seine Ziele, das Team und die Herausforderungen im Versicherungsmarkt, die er 2023 erwartet.

ForumF: Herr Dier, Sie übernahmen mit 1. Jänner die Abteilungsleitung Aktuariat & Rückversicherung im Ressort Schaden-Unfall bei der Helvetia. Wie kam es zu der neuen Schaffungen dieser Position?

Stefan Dier: Im Zuge von steigenden regulatorischen Vorgaben sowie neue Themenstellungen werden die Anforderung an das Aktuariat Schaden-Unfall größer. Daher entschied sich Helvetia, innerhalb des Ressorts Schaden-Unfall eine neue Abteilung zu gründen und um das Thema Rückversicherung zu erweitern. Mit dieser Reorganisation wird entlang der Wertschöpfungskette aus einer Hand gearbeitet und entschieden. Zudem gibt es in vielen aktuariellen Themenbereichen inhaltliche Überschneidungen und durch die Bündelung der Brutto- und Nettosicht in einer Abteilung erhält man sehr schnell ein umfangreiches Gesamtbild.

ForumF: Welche langfristigen Ziele haben Sie sich für die Position gesetzt?

Dier: Die Agenden Aktuariat und Rückversicherung innerhalb der Helvetia voranzutreiben und weiter zu professionalisieren. Ziel ist auch – unter Einbeziehung der Digitalisierungsmöglichkeiten –, Standardprozesse weitgehend zu automatisieren und neue Datengrundlagen zu schaffen und auf Basis derer, noch fundiertere Managemententscheidungen zur Unternehmenssteuerung zu treffen.

ForumF: Und welche Ziele möchten Sie unbedingt im heurigen Jahr erreichen?

Dier: Einer der größten Meilensteine für das heurige Jahr ist sicherlich die Inbetriebnahme eines neuen Datawarehouse-Systems im Schaden-Unfall Bereich, was den wichtigen Schritt in Richtung einer durchgängig harmonisierten Datenbasis sowie der schnelleren und präziseren Bereitstellung von diversen Analysen darstellt.

ForumF: Wie beschreiben Sie Ihr Team?

Dier: Das beste Team, das man sich nur wünschen kann! Es arbeiten in der Abteilung nicht nur sehr gut ausgebildete und extrem engagierte Aktuare, es kann sich jeder jederzeit auf jeden verlassen und obendrein kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Aufgrund der Kompaktheit unseres Teams herrscht auch ein gewisser Pragmatismus und jeder einzelne Mitarbeiter hat eine sehr stark ausgeprägte Lösungsorientierung.

ForumF: Wo sehen Sie 2023 Herausforderungen in Ihrem Bereich?

Dier: Eine der größten Herausforderungen ist sicherlich das vollumfängliche Verstehen aller Mechanismen unter der neuen Rechnungslegung IFRS17. Dazu kommt ein herausforderndes Marktumfeld mit einer hohen Inflationsrate und auf der Rückversicherungsseite aufgrund der hohen Naturkatastrophen-Schäden in der Vergangenheit eine schwierige Erneuerung der Rückversicherungsverträge für 2023.

ForumF: Sie sind seit 2006 bei der Helvetia Versicherung tätig. Was waren bisher Ihre größten Learnings?

Dier: Wie ich zur Helvetia gestoßen bin, war das Aktuariat Schaden-Unfall ressourcen- und softwaretechnisch noch in den Kinderschuhen und ich durfte beim Aufbau und der Weiterentwicklung maßgeblich mitwirken. Dabei habe ich festgestellt, dass Veränderungen eine gewisse Zeit brauchen, bis man Prozesse nachhaltig adaptieren und alle handelnden Personen mitnehmen kann. Rückblickend ist es dann trotzdem erstaunlich, wie viel sich dann innerhalb von über zehn Jahren verändert hat, wenn man an den Dingen konsequent dranbleibt.

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