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Stefanie Ahammer (Country Managerin Österreich bei Visa) und Peter Steinbauer (Mitglied des Vorstandes bei Wüstenrot Bank AG)

Stefanie Ahammer (Visa) und Peter Steinbauer (Wüstenrot): „Die Visa-Debit Karte für die Wüstenrot Bank ist für uns ein Leuchtturmprojekt.“

Stefanie Ahammer (Country Managerin Österreich bei Visa) und Peter Steinbauer (Mitglied des Vorstandes bei Wüstenrot Bank AG) erläutern im Interview mit ForumF die neue Visa Debit Karte der Wüstenrot Bank, die 2023 auf den Markt gekommen ist.

ForumF: Im heutigen Interview soll es um die Kooperation zwischen Visa und Wüstenrot gehen. Wie kam es denn überhaupt zur Zusammenarbeit?

Steinbauer: Visa ist als Payment-Anbieter international führend, außerdem hatte ich bereits Erfahrung in der Zusammenarbeit. Visa hat Kontakt zu internationalen Referenzen hergestellt und die Erfahrungen anderer Banken mit dem Visa-Debit Produkt waren durchweg positiv. Außerdem muss ich sagen, dass die Betreuung von dem Visa-Team vor Ort wirklich hervorragend ist.

Ahammer: Wir freuen uns sehr über die bewusste Entscheidung für Visa und das damit entgegengebrachte Vertrauen in die Expertise von Visa. Wir sind ein weltweit führendes Netzwerk für digitales Bezahlen und blicken auf eine über 60-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Mit unseren Karten kann man weltweit bei über 100 Millionen Händlern in über 200 Ländern und Regionen einkaufen.

ForumF: Warum steht in der Zusammenarbeit das Visa-Debit Produkt im Fokus?

Steinbauer: Debitkarten sind deswegen im Fokus, da sie seit vielen Jahrzehnten in Österreich aus den Geldbörsen der Bankkunden nicht mehr wegzudenken sind – egal ob beim Bezahlen am POS oder bei der Bargeld-Behebung am Geldautomaten. Daher war für uns, um unserem Allfinanz-Ansatz gerecht zu werden, wichtig, dass wir für dieses Produkt den richtigen Partner auswählen. Visa Debit hat sich in unserer Evaluierung als eindeutig die richtige Lösung herausgestellt – egal ob in Österreich oder international ist die neue Visa-Debitkarte das Produkt der Wahl.

Ahammer: Weltweit wurden 4,2 Milliarden Visa-Karten ausgegeben – rein statistisch gesehen besitzt jeder zweite Mensch eine. In Österreich werden wir oft als Kreditkartenunternehmen betrachtet, aber was viele nicht wissen: rund zwei von drei Visa Karten sind Debitprodukte (in Zahlen: 2,9 Milliarden Debitkarten versus 1,3 Milliarden Kreditkarten). Wir sind ein Technologieunternehmen und haben eine zuverlässige und sichere Infrastruktur und ein Zahlungsnetzwerk aufgebaut, die rund um die Uhr funktionieren, 365 Tage im Jahr. Und für KonsumentInnen ist das Zahlen einfach und bequem. Damit das so bleibt, entwickeln wir unser Netzwerk immer weiter.

ForumF: Frau Ahammer: wie sieht Visa die derzeitige Entwicklung bei den Zahlungsmethoden?

Ahammer: Wir sind Marktführer bei Kreditkarten in Österreich. Und Visa Debit wird eine immer wichtigere Rolle spielen, wobei Debit und Credit für mich komplementäre Produkte sind. Visa Debit ist ein zukunftsweisendes Kartenprodukt für den Alltag, passend für das sich rapide ändernde Kauf- und Bezahlverhalten der ÖsterreicherInnen. Laut einer Visa Marktforschung aus dem Jahr 2022 zahlen mehr als die Hälfte der ÖsterreicherInnen im Geschäft am liebsten elektronisch. Jeder Vierte meidet bereits Geschäfte, in denen nur bar gezahlt werden kann. Hauptvorteile von Kartenzahlungen sind laut KonsumentInnen, dass es schneller geht, man einen guten Überblick über seine Ausgaben hat und man nicht zum Bankomaten gehen muss. Weitere spannende Ergebnisse sind, dass 34 Prozent der 18- bis 35-Jährigen 2 bis 3 Mal im Monat oder seltener mit Bargeld bezahlen. Jeder Fünfte bezahlt mit seinem Smartphone an der Kasse und zwei Drittel erwarten, dass es in fünf Jahren alltäglich sein wird, so zu bezahlen. Relativ neu ist, dass wir ein äußerst starkes Wachstum von Visa-Transaktionen mit Smartphone-Terminals in Österreich („tap to phone“) verzeichnen.

ForumF: Und welche Bedeutung hat dabei Debit für Visa?

Ahammer: VerbraucherInnen kaufen immer häufiger online: Jeder Vierte mindestens einmal pro Woche. Sechs von zehn Befragten shoppen online mit dem Smartphone oder Tablet. Mit Visa Debit werden Umsätze direkt vom Konto gebucht, wie bei Bankomatkarten. Weitere Vorteile sind, dass in Geschäften und online bezahlt werden kann (weltweit bei 100 Millionen Händlern), sie im Wallet auf dem Smartphone sowie in anderen Apps hinterlegt werden kann und man den Überblick und die Kontrolle behält durch taggleiche Abbuchungen und digitale Funktionen, wie das Sperren der Karte. Außerdem profitieren Visa Debit Karten-BesitzerInnen von Visas hohen Sicherheitsstandards, etwa der Geld-zurück-Garantie bei nicht autorisierten Zahlungen sowie dem Einsatz zukunftsweisender Autorisierungsverfahren, wie Gesichtserkennung.

ForumF: Herr Steinbauer, wie hat sich die Wüstenrot Bank auf den Markteintritt vorbereitet?

Steinbauer: Wüstenrot positioniert sich mit dem Markteintritt der Wüstenrot Bank als einziger Allfinanzdienstleister am Markt in Österreich; Herzstück der neuen Wüstenrot Bank ist die neue elektronische Kundenoberfläche (sowohl klassisch am PC aber auch in unserer Smartphone-App verfügbar); hier sind alle Wüstenrot-Produkte (Bausparkasse, Versicherung und Bank) einsehbar und bedienbar. Das kann so noch keine andere Bank.

ForumF: Und welche Rolle spielt Payment in der Produktstrategie der Wüstenrot Bank?

Steinbauer: Um den Allfinanz-Ansatz glaubwürdig bei unseren KundInnen zu vermitteln, sind ein Girokonto und dazugehörende Payment-Lösungen natürlich ein zentraler Baustein. Mit keinem anderen Finanzprodukt interagiert ein Bankkunde so häufig wie mit seinem Girokonto und hier natürlich mit der damit verbundenen Debitkarte. Umso wichtiger war es für uns, dieses Karten-Produkt mit einem starken Partner zu entwickeln, um für unsere KundInnen das beste Kundenerlebnis zu erzielen. Der Markteintritt selbst fand sehr behutsam in mehreren Phasen statt: nach Erhalt der Bankkonzession im Dezember 2022 wurde die Anbindung an den Zahlungsverkehr hergestellt; anschließend folgte eine Family&Friends-Phase bis März 2023; einige MitarbeiterInnen der Bank prüften die unterschiedlichen Transaktionen mit unseren Girokonten. Die Visa Debit-Karten wurden parallel dazu ebenfalls im Echtbetrieb auf Herz und Nieren geprüft – wir waren von Anfang an positiv überrascht, wie gut Visa als Partner schon alle notwendigen Schritte eingeleitet hatte und wir somit praktisch keine unliebsamen Überraschungen erlebt haben.

ForumF: Und die weiteren Schritte?

Steinbauer: Die ersten Visa-Kreditkarten gemeinsam mit unserem Kreditkarten-Partner Card Complete wurden parallel dazu bestellt und damit Zahlungen durchgeführt. Zum Markteintritt erfolgte der Start unserer Werbekampagne am 22. Mai mit einem Image Flight, ab 1. Juni starteten wir mit Produktwerbung für unsere neuen Bankprodukte Girokonto und Sparkonto. Nun sind wir mit der Wüstenrot Bank mitten im Markt angekommen, wir kommen – so zeigt eine Umfrage – nach nur vier Monaten auf eine gestützte Markenbekanntheit von 80 Prozent und für 8 Prozent der ÖsterreicherInnen (das sind ca. 728.000) kommt die Wüstenrot Bank bereits in die engere Auswahl. Auch unsere attraktiven Spar-Konditionen konnten bereits viele ÖsterreicherInnen überzeugen, online bei uns ein Sparkonto zu eröffnen.

ForumF: Wie wird die weitere Zusammenarbeit aussehen?

Ahammer: Erste Priorität war es, ein reibungslos funktionierendes Debitkarten Produkt auf den Markt zu bringen, das alle Standardservices, wie zum Beispiel Altersverifizierung oder Cash-Back am POS, unterstützt. Das haben wir gemeinsam mit Bravour geschafft. Nun geht es darum, die Wüstenrot Bank Visa Debitkarte mit weiteren Services auszustatten, um diese für KundInnen noch attraktiver zu machen. Den Beginn macht die Tokenisierung, die eine zusätzliche Sicherheitsebene beim digitalen Bezahlen ermöglicht und die Grundlage für Technologien wie das einfache und bequeme mobile Bezahlen mit dem Smartphone bildet, das aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Zudem ist Tokenisierung eine Voraussetzung für Click to Pay, der neuen Check-out Lösung im E‑Commerce. Wir arbeiten aktuell mit unseren Partnern daran, Akzeptanz im Handel aufzubauen. Zahlungsdienstleister wie u.a. Qenta unterstützen Online-Händler dabei. Ein zusätzlicher wesentlicher Punkt der weiteren Zusammenarbeit ist die Steigerung der Nutzung der Karten.

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